Altlasten entfernen für gesünderes Wasser
(Bild: pixelio.de / Peter Wetzel) Das Blei gesundheitsschädlich ist, dass ist weithin bekannt. Aber dennoch sind in manchen Altbauten Wasserleitungen aus Blei vorhanden. Folglicherweise enthält dann das Trinkwasser erhöhte Bleikonzentrationen. Wenn die Konzentration dann auch noch über dem ab 2013 in Kraft tretenden Grenzwert von zehn Mikrogramm Blei pro Liter Trinkwasser liegt, spätestens dann sollten beim Hausbesitzer oder der Eigentümergemeinschaft die Alarmglocken klingeln.
Das Umweltbundesamt (UBA) rät in solchen Fällen zu einem Austausch der alten Bleirohre durch neue Leitungen, natürlich aus zertifizierten Materialien. Das können beispielsweise Kunststoffe, Edelstahl oder Kupfer sein, sofern diese mit dem Zeichen der DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs e.V.) zertifiziert sind. Wie der UBA-Präsident meint, seien anstehende Sanierungen für eine bessere Wärmeisolierung eine passende Gelegenheit, Bleirohre endlich zu ersetzen. Nähere Erläuterungen was dafür zu beachten ist, findet man in dem kostenlosen UBA-Ratgeber: “Trink was – Trinkwasser aus dem Hahn”, der unter www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3058.pdf heruntergeladen werden kann. Da die Leitung zur Wasserzusammensetzung vor Ort passen sollte, tut man gut daran nicht nur bei der Verwendung von Kupferrohren auf die Einsatzbeschränkungen zu achten, sondern auch bei anderen Materialien. In manchen deutschen Regionen wurden Wasserleitungen aus Blei noch bis Anfang der 1970er Jahre eingesetzt. Am besten wenden sich Eigentümer für eine Beseitigung der gesundheitsbedenklichen Altlasten an eine fachkundige Installationsfirma. Eine Liste solcher Fachbetriebe kann man beim örtlichen Wasserversorger erfragen.