Garten

Beetumrandung aus Kunststoff, Holz & Stein: Vor- und Nachteile

Beetumrandungen aus Stein gelten als besonders langlebig. Aufwändig ist allein das Setzen der Umrandung.

Im nächsten Frühjahr haben wir ein großes Grundstück zu bearbeiten, das erst einmal eine grundsätzliche Struktur bekommen muss. Es soll später eine ganze Menge angepflanzt werden, ein richtiger Naturgarten soll entstehen. Der Garten muss also in Bereiche eingeteilt werden. Am liebsten würde ich alles ganz natürlich ineinander übergehen lassen. Ein befreundeter Landschaftsarchitekt hat mir aber dringend zu irgendeiner Art von Beetumrandung geraten, vor allem wenn ich einen pflegeleichten Garten anlegen wolle. Will ich, also habe ich mich über Beetumrandungen schlaugemacht:

Beetumrandung aus Kunststoff

Die Beetumrandung aus Kunststoff hat den Vorteil, dass sie preiswert ist, die ersten einfachen Kunststoffeinfassungen werden schon für 1,- Euro pro Meter angeboten. Es werden aber auch viel teurere, erstaunliche Designelemente angeboten: Etwa der künstliche Stein als Rasenkante oder Zaunelemente mit Namen wie “Suleika”, “Romantik” oder “Garten-Idylle”, jeweils mit entsprechendem Design. Bestimmt schön für fantasievolle Menschen, aber nichts für Architektur-Puristen wie uns. Allerdings sind die Beetumrandungen aus Kunststoff ganz schnell eingebracht, die meisten Modelle werden sogar einfach in die Erde gesteckt.

Der Nachteil der Beetumrandung aus Kunststoff ist allerdings, dass das Material in aller Regel problematisch ist. Wie mein Bekannter mir sagte, seien die Beetkanten meistens aus PVC, ein Stoff, den er niemals einsetzen würde. PVC werde aus Erdöl und Chlor hergestellt und verursache von Produktion bis Entsorgung eine Menge gravierender Umweltprobleme, solche Materialien haben seiner Meinung nach im Garten nichts zu suchen. Da muss ich ihm zustimmen.

Im Laufe meiner Erkundigungen habe ich eine ganz schlichte und gerade Beeteinfassung entdeckt, die war laut Beschreibung aus “recyceltem PVC”, ich habe noch einmal nachgefragt. Das sei noch schlimmer, hat er nur lächelnd abgewinkt: Recyceltes PVC bedeutete, dass keine gesicherte Aussage über den Gehalt an Schwermetallen getroffen werden könne.

Es gibt natürlich auch Beetumrandungen aus umweltfreundlicheren Kunststoffmaterialien. Aber ich habe dann gemerkt, dass bei den meisten Beetumrandungen noch nicht einmal angegeben ist, welches Material verwendet wird. Artikel ohne genaue Materialangabe kaufe ich ohnehin nicht, bei jedem Hersteller nachzufragen habe ich keine Lust und keine Zeit, damit war die Beetumrandung aus Kunststoff für mich kein Thema mehr.

Beetumrandungen aus Holz harmonieren gut mit einer natürlichen Umgebung, gelten jedoch als weniger langlebig.

Natürliches Begrenzungsmaterial: Beetumrandungen aus Holz

Natürlich wirkende Umrandungen und Rasenkanten kann man mit Holz bauen, zunächst gibt es viele Angebote in den Baumärkten, die lange haltbare Beetumrandungen herstellen sollen. Leider wird auch bei diesen Holzpalisaden fast nie angegeben, ob und mit welchem Holzschutzmittel sie behandelt wurden. Auch der Hinweis “kesseldruckimprägniertes Holz” bedeutet lediglich, dass hier das Schutzmittel mit Überdruck ins Holz gepresst wurde, der Begriff trifft keine Aussage darüber, welches Holzschutzmittel verwendet wurde. Wenn Ihr behandeltes Holz kauft, ohne zu wissen, was hier ins Holz eingebracht oder aufgebracht wurde, ist nicht auszuschließen, dass das Gemüse einige Stoffe abkommt, die Ihr lieber nicht essen möchtet.

Eine Alternative ist die Beetumrandung aus Naturholz, die aber nicht immer sehr lange haltbar sein wird. Heimisches Holz ohne Behandlung ist unterschiedlich beständig gegen Witterungsbelastungen, Ihr müsst Euch hier nach der Dauerhaftigkeitsklasse erkundigen. Am längsten haltbar, auch mit Erdkontakt (hier kommt die Gefährdungsklasse mit ins Spiel) ist unter den einheimischen Hölzern Eiche, Edelkastanie und Robinie. Wenn ihr nicht gerade eine Robinie köpfen müsst, die mit ihren flachen Wurzeln gerade Euer Haus anhebt, sicher nicht die preiswerteste Beeteinfassung. Nicht von der gleichen Dauerhaftigkeitsklasse, aber recht haltbar auch bei Erdkontakt ist unbehandeltes Lärchenholz. Eine tolle Alternative ist eine Holzpalisade aus Thermoholz, bei dem das Holz in einem patentierten Verfahren ohne jegliche Zusatzstoffe behandelt wird, sie wird z. B. von der Firma DTG dynamic-trade GmbH aus 24539 Neumünster auf www.dynamic24.de angeboten.

Ihr könnt Euch natürlich auch einfach bewusst dafür entscheiden, dass Ihr es schön findet, wenn eine hölzerne Beetumrandung aus ökologisch unbedenklichem, heimischem Holz mit der Zeit verwittert, was ja eigentlich zu den natürlichen Vorgängen in einem Garten gehört.

Haltbare Beetumrandungen aus Stein

Die haltbarste Beetumrandung wird aus Stein gefertigt, hier gibt es wahrscheinlich auch die meisten Designvarianten: Metrische Rasenkantensteine aus Beton, Dachziegel, senkrecht in die Erde gesteckt oder aufgeschichtet, Backsteine gemauert oder geschichtet oder Bruchsteine. Auch Klinkersteine oder kleine Findlinge könnt Ihr verwenden, eigentlich jeden Stein, es kommt nur darauf an, ihn ein wenig geordnet in Reihe zu bringen. Im Bereich Stein könnt Ihr also auch finanziell nach Belieben agieren, von sehr günstig bis sehr teuer ist alles möglich. Das Verlegen ist jedoch meist etwas aufwendiger als bei Holz oder Kunststoff.

Jetzt werde ich mich erst einmal erkundigen, wo man viele kleine Natursteine herbekommt und was das kostet, dann fällt die Entscheidung zwischen Naturstein und Holz, bis zum Frühjahr ist ja noch etwas Zeit.

Eure Kommentare

2 Kommentare zu “Beetumrandung aus Kunststoff, Holz & Stein: Vor- und Nachteile”

  1. ich habe mir aus natursteinresten eine beetumrandung gebaut.
    erst eine schicht kies,kückendraht,darauf betonestrich,in diesen werden die
    natursteine gelegt.
    als schalung habe ich alte gardinen-
    blenden benutzt,die lassen sich in
    jede form biegen.
    bei uns gibt es ein natursteinwerk.
    die haben immer reste,die man nehmen kann,sogar mamor.

    Geschrieben von gabiw59 | 21. Februar 2012, 16:32
  2. Nach meiner Erfahrung sieht eine Holzumrandung am Natürlichsten aus. Es bietet auch für Insekten einen natürlichen Wohnraum, auch wenn damit eine Zersetzung beschleunigt wird.

    Geschrieben von inkiekken | 18. März 2013, 16:18

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