Wandelröschen überwintern
Wandelröschen tragen ihren Namen nicht umsonst. Das Besondere an ihnen ist, dass sie in der Zeit vom Auf- bis zum Verblühen ihre Farbe verändern. Sie wandeln sich z.B. von Weiß über Gelb bis Orange.
Oder ... von Rot zu Rosa und bis fast Weiß. Wandelröschen sind Eisenkrautgewächse. Sie stammen aus dem südlichen Afrika und mögen viel Wärme. Sie sind leider nicht winterhart. Deswegen werden sie meist als Kübelpflanzen kultiviert. Sie benötigen ein entsprechendes Überwinterungsquartier.
Das Überwinterungsquartier
Das Wandelröschen ist nicht schwierig zu überwintern, wenn man das entsprechende Überwinterungsquartier zur Verfügung hat und einige Dinge beachtet. Während der Überwinterung verliert das Wandelröschen meist fast alle oder auch mal alle Blätter und sieht ziemlich jämmerlich aus. Das ist aber recht normal. Im Frühjahr treibt die Pflanze meist gut wieder aus.
- Das Wandelröschen muss vor dem ersten Frost eingeräumt werden!
- Der Standort muss hell und kühl sein!- Temperaturen zwischen 5 und 10 ˚C sind ideal.
- Kühle Treppenhäuser, Winter-Kalthäuser im Garten oder auf der Terrasse und ähnliche Quartiere sind gut geeignet.
- Ab Februar/März stellt man die Pflanze wieder wärmer.- Vorher werden die Triebe etwa um ein Drittel ...
oder sogar die Hälfte eingekürzt.
- Gegossen wird nur sehr wenig.
- Je kühler das Überwinterungsquartier, um so weniger Wasser wird benötigt.
- Wenn die Blätter weg sind, wird kein Wasser mehr verdunstet und also auch kaum noch welches benötigt.
- Ohne Blätter kann das Wandelröschen auch dunkel überwintern, z.B. in einem kühlen Keller. Am Ende Februar wieder hell und wärmer stellen!
- Nicht düngen, erst wenn der Neuaustrieb richtige Blätter gebildet hat, damit beginnen!
- Zu viel Gießwasser ist absolut schädlich. Die Erde vor einem erneuten Gießen muss richtig abgetrocknet sein.
- Zu viel Wasser schadet definitiv mehr als zu wenig.
- Zu später Rückschnitt verzögert die Blüte.
- Ohne Schnitt gibt es kaum Blüten.
Ein Wandelröschen sieht nach einer Überwinterung meist furchtbar aus. Das gibt sich aber, sobald die ersten Triebe erscheinen. Die Experten streiten sich noch, ob man das Röschen schon vor dem Einstellen zurückschneidet, oder erst, wenn es wieder wärmer gestellt wird, bevor es austreibt. Es funktionieren beide Methoden. Wer den Blattfall im Winterquartier einschränken möchte, schneidet vorher. Der Schnitt ist wichtig. Nur junge Triebe blühen kräftig, ältere werden oft blühfaul.
Tipps der Redaktion
- Im Winterquartier treten oft Weiße Fliegen, aber auch andere Schädlinge auf. Ihnen kann man mit Seifen- und Weißölmitteln zu Leibe rücken. Wichtig ist, regelmäßig auf Schädlingsbefall zu kontrollieren.
- Triebe, die sich während der Überwinterung gebildet haben, schneidet man im Frühjahr weg. Sie sind schwach und bilden kaum Blüten aus.
- Erst nach den Eisheiligen wieder ins Freie stellen!
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