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Agave überwintern

Die ursprüngliche Heimat der Agaven liegt im Gebiet der südlichen Bundesstaaten der USA über Mittelamerika bis hinunter in die nördlichen Länder Südamerikas.

agave_flBesonders häufig finden sich ...



Agaven in einigen Teilen Mexikos, wo sie zur Herstellung von Tequila und anderer Getränke verwendet werden. Inzwischen werden sie aber auch in den Mittelmeerländern im Freien kultiviert. Bei uns dagegen werden Agaven meist als Kübelpflanze verwendet, weil sie nicht winterhart sind.

Agaven im Kalthaus überwintern

Die meisten Agavenarten vertragen kurzzeitigen Frost, sie sollten jedoch möglichst schon vor den ersten Nachtfrösten eingeräumt werden, um in einem frostfreien Raum zu überwintern. Dort sollte die Temperatur zwischen 5° und 10° C liegen und es sollte hell sein. Ein Standort in einem hellen Treppenhaus wäre daher gut geeignet. Agaven wachsen in freier Natur häufig in Wüstengegenden und können in ihren Blättern Wasser speichern. Daher brauchen sie generell wenig Wasser und werden in einem kalten Raum im Winter so gut wie gar nicht und bei etwas höheren Temperaturen nur selten gegossen. Anstatt sie zu gießen, können aber auch hin und wieder ihre Blätter leicht eingesprüht werden.

Sobald es die Außentemperaturen wieder zulassen, ...



sollte die Agave wieder ins Freie gestellt werden, weil sie dort am besten wächst. Ab dann wird wieder häufiger gegossen und auch wieder gedüngt. Beim Transport ist auf die sehr harten Spitzen der Blätter zu achten, an denen man sich leicht verletzen kann. Um Verletzungen zu vermeiden, können Weinkorken auf die Enden der Blätter gesteckt werden. Wegen dieser dornigen Spitzen sollte eine Agave auch besser nicht an einem Platz stehen, an dem Kinder spielen. Zu Beginn des Frühlings braucht die Agave zunächst einen halbschattigen Platz, damit sie durch die Sonnenstrahlen nicht verbrennt, später kann sie dann wieder an einen sonnigen Standort gestellt werden.

Relativ winterharte Agavensorten

Im Allgemeinen sind Agaven nicht winterhart, einige Sorten wachsen jedoch auch in Gebirgen und sind daher an niedrige Temperaturen gewöhnt. Diese Pflanzen können an einem geschützten Standort auch bei uns den Winter draußen verbringen.

  • Die Agave parryi wächst in den Vereinigten Staaten und in Mexiko in Höhenlagen über 2000 Meter und verträgt daher Temperaturen von bis zu -20° C. Sie hat grau-blaue Blätter, wächst sehr langsam und wird insgesamt nur etwa 60 Zentimeter hoch. Um sie im Freien zu überwintern, ist aber unbedingt darauf zu achten, dass an ihrem Pflanzort keine Staunässe entstehen kann.
  • Noch stärkeren Frost verträgt die Agave neomexicana, die aus bergigen Gegenden in Texas und Mexiko stammt. An einem trockenen Standort liegt ihre Frosttoleranz zwischen -20° und -30° C. Sie hat dicke bläuliche Blätter und wird knapp einen Meter hoch und genauso breit.
  • Schmale, dunkelgrüne Blätter mit Fäden hat die Agave schottii. Sie bleibt mit etwa 30 Zentimetern recht klein und hat keine so stechenden Blattspitzen wie andere Agavenarten. Sie verträgt Temperaturen bis zu -12° C.
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