Dahlien und Gladiolen überwintern

DahlienDahlien und Gladiolen zählen zu den beliebtesten Zwiebel- und Knollenpflanzen. Als dankbare Dauerblüher schenken sie Ihnen von Juni bis Oktober eine unvergleichliche Blütenpracht. Im Blumenbeet oder als Rabatte kommen Dahlien und Gladiolen am besten zur Geltung. Sie sind aber auch als Schnittblume wunderbar geeignet.

Dahlien (Dahlia) stammen ursprünglich aus Mexiko. Mittlerweile sind viele Arten bei uns heimisch. Dahlien können bis zu 140 cm hoch wachsen. Sie blühen von Juli bis Oktober, wobei ihre Blüten einen Durchmesser von bis zu 15 cm erreichen können.

Die

aus Südafrika stammenden Gladiolen (Gladiolus) sind heute im mitteleuropäischen Raum vertreten.
Je nach Sorte, können die Gladiolen eine Wuchshöhe von bis zu 150 cm erreichen. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober, die langen Blütenstände erscheinen in ährenhafter Form.

Dahlien und Gladiolen sind robuste und anspruchslose Pflanzen. Ihre Knollen sollten jedoch frostfrei überwintert werden.

So kommen Ihre Dahlien und Gladiolen gut durch den Winter

Die Knollen von Dahlien und Gladiolen sind nicht winterhart. Sie können aber unter bestimmten Bedingungen sehr einfach überwintert werden. Nehmen Sie die Knollen vor dem ersten Bodenfrost aus der Erde und lagern Sie sie an einem dunklen und frostfreien Platz im Haus. Damit die Knollen Wasser speichern und besser ausreifen können, sollten die Pflanzen ab Oktober nicht mehr gegossen werden. Mitte November ist der ideale Zeitpunkt, um die Knollen aus der Erde zu nehmen. Schneiden Sie das welke Blattwerk nahe am Boden ab und verwenden Sie zum Ausgraben eine Grabegabel. Befreien Sie die Knollen behutsam von der Gartenerde. Damit sich die Erde leichter lösen kann, lassen Sie die Knollen am besten einige Tage an einem warmen Ort abtrocknen. Bei den Gladiolen entfernen Sie die trockene Zwiebelhaut. Um Fäulnis vorzubeugen, lassen Sie sie ebenfalls ein paar Tage trocknen. Schützen Sie die Gladiolenzwiebeln jedoch unbedingt vor Austrocknung. Die kleineren Brutknollen werden abgetrennt und können ebenfalls überwintert werden. Behalten Sie nur gesunde Zwiebel und Knollen. Faulende und beschädigte Exemplare können Fäulnis und Krankheiten auf die gesunden Knollen übertragen und werden am besten gleich kompostiert. Als gutes Winterquartier für Dahlienknollen eignen sich mit Zeitungspapier ausgekleidete Holzkisten.

Betten Sie die gesunden Knollen in ein trockenes Torf-Sand-Gemisch. Um Platz zu sparen, können Sie dabei schichtweise vorgehen. Achten Sie jedoch darauf, dass sich die einzelnen Knollen nicht gegenseitig berühren. Die Temperatur sollte um 5° C liegen, bei wärmeren Temperaturen treiben die Dahlienknollen frühzeitig wieder aus. Bei hoher Luftfeuchtigkeit lagern Sie die Zwiebel und Knollen in trockenen Sägespänen. Ist die Luftfeuchtigkeit gering, können die Knollen austrocknen und schrumpfen. In diesem Fall lagern Sie etwa 5 Stück in einem Plastikbeutel, den Sie mit einigen Luftlöchern versehen. Es besteht auch die Möglichkeit, die einzelnen Zwiebeln und Knollen in Zeitungspapier eingewickelt zu überwintern. Während die Knollen von Dahlien und Gladiolen in ihrem Winterquartier verweilen, benötigen Sie kein Wasser und keinen Dünger. Überprüfen Sie sie aber regelmäßig auf Fäulnis und Befall und entfernen Sie kranke Exemplare. Haben Sie viele verschiedene Zwiebeln und Knollen, dann ist es für die Pflanzplanung im Folgejahr hilfreich, wenn Sie die einzelnen Stücke etikettieren.

Der ideale Standort ist ausschlaggebend für kräftiges Wachstum

Gladiolen im GartenDahlien und Gladiolen gedeihen am besten an einem geschützten

Platz in voller Sonne oder im Halbschatten. Setzen Sie die Knollen in gute, humusreiche Gartenerde. Der Boden sollte nährstoffreich und durchlässig sein, denn Staunässe sollte wegen der Fäulnisgefahr unbedingt vermieden werden. Geben Sie hoch wachsenden Sorten Halt, indem Sie sie mit geeigneten Pflanzstützen vor dem Umknicken schützen.

Die richtige Pflanzung: der perfekte
Start in die neue Blühsaison


Der ideale Zeitpunkt, um Dahlienknollen zu setzen, ist Anfang Mai. Im Haus vorgezogene Jungpflanzen sind frostempfindlich und dürfen erst ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, nach draußen. Gepflanzt wird in 5 bis 10 cm Tiefe, wobei der Wurzelhals nach oben zeigen muss. Der Abstand zwischen den einzelnen Knollen sollte mindestens 30 cm betragen. Bei hohen Sorten wählen Sie einen Pflanzabstand von etwa 100 cm. Bedecken Sie die Knollen mit einer 5 cm dicken Erdschicht. Die Gladiolen können bereits ab Mitte April nach draußen. Pflanzen Sie die Zwiebel mit der flachen Seite nach unten in 10 bis 15 cm Tiefe und sorgen Sie auch hier für reichlich Abstand zwischen den einzelnen Zwiebeln. Sobald sich die ersten Triebe zeigen, können die Dahlien und Gladiolen gegossen werden. Nicht zu früh gießen, da sonst Fäulnisgefahr besteht!

Behutsame Pflege stärkt die Pflanzen und steigert die Blühfreude

Regelmäßiges Wässern und Düngen fördern Wachstum und Blüte. Vermeiden Sie aber unbedingt  zu viel Wasser und Staunässe, denn dies kann zu Fäulnis führen. Wenn Sie laufend Verblühtes und Samenansätze entfernen, dann werden es Ihnen die Pflanzen mit ausdauernder Blühfreude danken. Das regelmäßige Ausputzen stärkt die Pflanzen und hilft, eventuellen Pilzkrankheiten vorzubeugen. Die letzte Düngung erfolgt im August, denn ab diesem Zeitpunkt können die Knollen noch gut ausreifen, genug Kräfte sammeln und sich so für die bevorstehende Überwinterung vorbereiten.

Manchmal tauchen Schädlinge und Krankheiten auf

Gladiolen ZwiebelnBei Dahlien und Gladiolen handelt es sich um robuste Pflanzen. Doch auch hier können Schädlinge oder Krankheiten vorkommen. Der junge Austrieb der Dahlien fällt gelegentlich dem Schneckenfraß zum Opfer. Natürliche Schneckenbekämpfungsmittel schaffen rasch Abhilfe. Die Gladiole kann für Grauschimmel oder Blattflecken anfällig sein. Im Fachmarkt sind hierfür verschiedene Behandlungsmittel erhältlich.

Dahlien und Gladiolen als anspruchslose Dauerblüher

Dahlien und Gladiolen zählen zu den beliebtesten Zwiebel- und Knollenpflanzen. Diese dankbaren Dauerblüher sind robust und einfach in der Pflege. Sie brauchen gute, durchlässige Gartenerde und lieben einen geschützten Platz in der Sonne. Wenn Sie die Knollen sorgfältig überwintern, dann werden Sie Jahr für Jahr mit einer prachtvollen Blütenvielfalt belohnt.
 
Tipps zur Überwinterung der Dahlien

Dahlienknollen werden vor dem Einsetzen der ersten Nachtfröste ausgegraben und von der Erde und noch vorhandenen Blattresten befreit. Sie brauchen zum Überwintern einen Platz, an dem es luftig und idealerweise um 5° C ist. Damit die Knollen nicht faulen, werden sie am besten auf ein Drahtgitter gelegt und während des Winters hin und wieder gewendet. Dabei können auch gleich angefaulte Teilstücke der Knollen entfernt werden.

Überwinterung der Gladiolen

dahlien2_flAuch Gladiolenknollen werden im Herbst ausgegraben, der beste Zeitpunkt hierfür ist dann, wenn sie ihr Laub bereits eingezogen haben. Dann werden auch von ihnen die Erde und der Rest des Laubs entfernt, um sie an einem luftigen Ort auf einem Drahtgitter, in einem Karton oder in einer Holzkiste zu lagern. Bei den Gladiolen kann die Temperatur im Winterquartier etwas höher sein als bei den Dahlien. Sie sollte jedoch nicht mehr als 15° C betragen.

Einige Gladiolen blühen erst im September oder noch später. Dann lohnt es sich in der Regel nicht, die Knollen zu überwintern, weil der Pflanze bis zum Einbruch des Winters nicht genügend Zeit bleibt, die nötigen Nährstoffe in ihrer Knolle zu speichern. Das gleiche Problem besteht auch, wenn viele Blüten geschnitten wurden, um sie für eine Vase zu verwenden. Dann fehlte das nötige Blattwerk für die Photosynthese und es ist ratsam, für das nächste Jahr neue Knollen zu kaufen, um auch dann wieder eine schöne Blüte zu haben.

Dahlien und Gladiolen neu auspflanzen

Beide Blumen können im April wieder in den Garten gepflanzt werden. Dann kann es zwar noch zu Nachtfrösten kommen, doch die Gefahr, dass die Knollen dabei Schaden nehmen, ist relativ gering. Auf diese Weise haben sie auch nach der Blüte noch genügend Zeit, ausreichend Nährstoffe für den nächsten Winter zu sammeln.
  • Dahlien wie auch Gladiolen brauchen einen sonnigen Platz, um eine schöne Blüte zu bilden. Dort wird für jede Knolle ein etwa zehn Zentimeter tiefes Loch gegraben, die Knolle hineingelegt und mit Erde bedeckt.
  • Gladiolen sollten nicht wieder an die gleiche Stelle wie im Vorjahr gepflanzt werden, weil dort die Blüte nicht so schön wird.
  • Beim Pflanzen ist darauf zu achten, dass die Knollen nicht verkehrt herum eingesetzt werden. Der alte Austrieb sollte wieder nach oben zeigen, bei den Gladiolen gehört die flache Seite nach unten.
  • Gleichzeitig mit dem Setzen der Knolle sollte auch schon der Stab in den Boden gesteckt werden, der den Blumen später als Stütze dienen soll. Auf diese Weise wird die Knolle später nicht beschädigt.
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