Fuchsie überwintern

FuchsieFuchsien werden mit den Jahren immer schöner und sind als mehrjährige Pflanze sehr teuer, deshalb lohnt es sich bei diesen Pflanzen ganz besonders, sie zu überwintern.


Fuchsien wachsen am besten im Freien, deshalb sollten sie möglichst früh nach draußen gestellt und möglichst spät wieder eingeräumt werden. Hierbei ist jedoch unbedingt auf Nachtfröste zu achten, die Fuchsien überhaupt nicht vertragen.

Fuchsien richtig überwintern

Fuchsien müssen in Sicherheit gebracht werden, bevor die Temperatur unter den Nullpunkt sinkt. Nur die Fuchsia magellanica gilt als einigermaßen winterhart

und kann deshalb in milden Gegenden auch ins Freiland gesetzt werden. Alle anderen Sorten werden jedoch am besten als Kübelpflanze kultiviert.
  • Fuchsien können an einem hellen oder dunklen Ort überwintern, wo es kalt, aber frostfrei sein sollte. Die ideale Temperatur liegt zwischen 5 und 10° C. Dort sollten abgefallene Blätter immer von der Pflanze entfernt werden, damit es zu keiner Pilzkrankheit kommt.
  • Fuchsien werden während des Winters nur selten gegossen, sodass sie nicht völlig austrocknen. Gedüngt werden dürfen sie dann nicht, damit sie ihre Ruhephase einhalten können.
  • Ab Februar wird die Fuchsie umgetopft und dann an einen hellen und warmen Ort gestellt, damit sie schon frühzeitig wieder neu austreibt. Am besten ist hierfür ein sonniges Fenster in der Wohnung geeignet.
  • Wenn die Pflanze wieder neu auszutreiben beginnt, wird sie stark auf etwa die Hälfte bis ein Drittel zurückgeschnitten. Fuchsien blühen an den neuen Trieben, deshalb ist dieser Schnitt für eine reichliche Blüte unbedingt erforderlich.
  • Sobald es draußen wieder warm genug ist, kann die Fuchsie dann wieder nach draußen gestellt werden. Hierbei ist aber unbedingt auf Spätfröste zu achten, denn die neuen Triebe sind sehr empfindlich und erfrieren leicht. Damit ihre Blätter nicht verbrennen, sollte die Fuchsie nicht gleich am ersten Tag direkt in die Sonne gestellt werden.
fuchsien_flEine Fuchsie, die nicht rechtzeitig vor dem ersten Frost in ihr Winterquartier gebracht wurde und die erfroren ist, ist nicht zwangsläufig nicht mehr zu retten. Es kann durchaus sein, dass sie im nächsten
Frühling wieder austreibt, deshalb lohnt sich auch in diesem Fall eine Überwinterung. Dies wird allerdings nur dann gelingen, wenn die Pflanze nicht mehr als eine Nacht mit Minustemperaturen im Freien verbracht hat.

Überwintern der Fuchsia magellanica

Die Sorten der Fuchsia magellanica sind einigermaßen winterhart und können deshalb an einem geschützten Standort auch ins Freiland gesetzt werden. Der Bodenbereich rund um die Pflanze sollte jedoch im Winter mit einer Schicht Laub, Mulch oder Reisig abgedeckt werden, um die Wurzeln vor der Kälte zu schützen. Bei länger andauernden oder starken Frösten frieren die Triebe der Pflanze zwar zurück, im nächsten Frühling treibt die Fuchsie jedoch aus dem Wurzelstock wieder aus. Abgestorbene Triebe werden im zeitigen Frühjahr direkt über dem Boden abgeschnitten.alt

Wässerung und Standort im Winter

Gegossen werden Fuchsien im Winter nur so oft, dass sie nicht völlig austrocknen, also nur sehr selten. Gedüngt wird gar nicht. Ab Anfang Februar muss man dafür sorgen, dass die Fuchsien warm und so hell wie möglich gestellt werden. Ideal sind dann sonnige Fenster bei Zimmertemperatur. Sobald die Pflanze beginnt auszutreiben, wird sie etwas zurück

geschnitten, etwa erneut ein Drittel. Sobald die ersten Blätter erscheinen, wird wieder regelmäßig gegossen und gedüngt.

Erst nach den Eisheiligen wieder ins Freie stellen, den die Fuchsie ist frostempfindlich. Die Blätter reagieren super empfindlich auf Sonne und verbrennen ganz schnell. Am besten an einem trüben Tag rausstellen oder dafür sorgen, dass sie Pflanze nicht mit Sonne in Berührung kommt. Fuchsien brauchen einige Zeit um sich zu akklimatisieren.

Wenn eine Fuchsie im Herbst Frost abbekommen hat, sollte man sie trotzdem ganz normal überwintern. In den allermeisten Fällen treiben die Pflanzen im Frühjahr trotzdem wieder aus.

fuchsien2_flEs gibt auch winterharte Fuchsen, z.B. die Scharlachfuchsie (Fuchsia magellanica). Diese frieren bei Frost bis zum Boden zurück. Im Frühjahr treiben sie aber aus dem Wurzelstock erneut aus. Diese Sorten sind aber sehr windempfindlich und blühen erst sehr spät im Sommer.

Fuchsien als Kübelpflanzen

Fuchsien in Kübeln können nicht im Freien überwintert werden. Eine Abdeckung bietet in der Regel keinen ausreichenden Schutz. Eine Eindeckung von Gefäßen mit Stroh, Noppenfolie oder ähnlichem Material kann erste Fröste abwehren, aber keinen Dauerfrost.

Bereits verholzte Fuchsien (mehrere Jahre alt) können auch in einer Erdmiete überwintert werden. Dabei hebt man an einer trockenen Stelle im Garten in 90 cm Tiefe einen Graben aus. Den Boden bedeckt man mit trockenem Torfmull und Laub. Da hinein kommen die herunter geschnittenen und entlaubten Fuchsien. Sie werden wiederum mit Torfmull und Laub bedeckt. Die Fuchsien müssen von einer 80 cm dicken Erdschicht bedeckt sein. Diese schützt sie vor Frost. Eine Folie über diesem Graben schützt vor zu viel Feuchtigkeit. Ab März kann man die Pflanzen aus ihrem dunklen Quartier befreien und neu eintopfen.alt