Kumquat verliert Blätter - Pflege und Überwintern

Kumquats sind eng mit den Zitrusgewächsen verwandt. Sie werden auch Zwergorangen oder Zwergpomeranzen genannt. Die Früchte sind klein, etwa 5 cm lang, pflaumenförmig und  von gelb-oranger Farbe.

kumquat_flUrsprünglich stammen die Kumquats aus Asien.

Heute wachsen sie sogar in wärmeren Lagen Südeuropas. Man isst die Frucht mit Schale und Kernen. Kumquats tragen nur alle zwei Jahre Früchte.

Die Kumquatpflanze ist ein niedrig wachsender Strauch, ähnlich einem Orangenbäumchen. Er wird nicht höher als 1,50 Meter und wächst recht gut in Wohnungskultur. Es

gibt verschiedene Sorten.

Standort

Die Kumquatpflanzen mögen einen sehr hellen und möglichst sonnigen Standort. Im Sommer können sie gern ins Freie gebracht werden. Sie sollten so sonnig wie möglich gestellt werden. In Räumen sollte sie so hell und warm wie möglich stehen, keinesfalls aber im Zug. Das bekommt der Pflanze nicht und fördert Schädlingsbefall. Kumquats lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit. Günstig ist deshalb, die Pflanze samt Gefäß in wassergefüllte Schalen zu stellen, die mit kleinen Kieselsteinen ausgelegt sind, damit der Pflanztopf nicht im Wasser steht.

Pflanzsubstrat

Das ideale Pflanzsubstrat ist ein auf Kompost beruhendes Gemisch mit reichlichem Zusatz von grober Lauberde und groben Torf. Es muss kalkfrei sein.

Gießen und Düngen

Die Kumquat benötigt in der Wachstumsphase reichlich Wasser. Sie sollte täglich gegossen werden, aber so, dass kein Wasser im Untersetzer steht. Überschüssiges Wasser muss abfließen können. Das Pflanzsubstrat darf  nicht zu nass sein. Ständig nasse Füße sind zu vermeiden. Sie bringen die Pflanze um, die Wurzeln faulen. Die oberste Erdschicht sollte vor einer erneuten Wassergabe
abgetrocknet sein.  Im Winter wird deutlich weniger gegossen. Das Wasser darf keinen zu hohen pH-Wert haben. Kalkhaltiges Wasser mögen die Pflanzen nicht.

Gedüngt wird während der Wachstumsphase alle 14 Tage mit Flüssigdünger. Wenn sich Blütenknospen bilden, nutzt man dann 14tägig einen kalireichen Volldünger. Nach etwa 10 bis 12 Wochen nimmt man wieder den normalen Flüssigdünger.

Schnitt

Am Ende der Ruheperiode schneidet man kranke, tote, schwach wachsende und sperrige Äste heraus. Mehr muss nicht geschnitten werden.kumquat2_fl

Überwintern

Im Winter hält die Kumquat eine Winterruhe. Sie wird dann deutlich weniger gegossen. Der Pflanzballen darf nur nicht austrocknen. Man stellt die Kumquat kühler. Ideal sind Temperaturen zwischen 13 und 17 ˚C. Allerdings vertragen ältere Exemplare auch deutlich tiefere Temperaturen. Kurzzeitig werden sogar Temperaturen bis – 5 ˚C toleriert.  Dann wird aber fast gar nicht gegossen. Gedüngt wird generell während der Ruhephase nicht. Die Kumquat muss so hell wie möglich stehen, damit die Früchte, die sich noch am Baum befinden, ausreifen können. Bei zu wenig Licht verliert die Pflanze viele Blätter. Das ist nicht schlimm, sie treibt wieder neu aus. Ab Februar stellt man die Kumquat wieder warm. Sobald sich erste Blätter entwickelt haben, wird wieder gedüngt.

Vermehren

Kumquats vermehrt man durch Samen. Am besten sät man schnell nach der Entnahme der Samen aus. Die Samen müssen etwa zwei Zentimeter tief in die Erde gesteckt werden. Das Pflanzsubstrat sollte leicht angefeuchtet werden. Dann stülpt man eine Plastiktüte über den Topf und dichtet diese mit einem Gummiband ab. Profis

nutzen einen beheizten Vermehrungskasten, doch den hat ja nicht jeder. Das Pflanzgefäß stellt man an einen hellen, aber nicht sonnigen und warmen Platz. 21 ˚C und mehr müssen gegeben sein. Sobald das erste Keimblatt erscheint, entfernt man die Tüte. Das Pflänzchen wird etwas gegossen, aber nicht zu viel. Erst wenn die Pflanze etwa 10 cm hoch ist, topft man sie in das für Kumquats empfohlenen Erdgemisch um.

Schädlinge und Krankheiten

Wenn die Pflegebedingungen nicht eingehalten werden und besonders, wenn die Pflanze im Zug steht, treten Spinnmilben und Schildläuse auf. Besonders im Winter muss sehr regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden.