Blattläuse an Zimmerpflanzen: biologisch bekämpfen!

Blattläuse an Zimmerpflanzen: biologisch bekämpfen!

An Zimmerpflanzen in den Wohnräumen sind Blattläuse besonders unansehnlich, diese Insekten schaden aber auch den Pflanzen, weil sie ihnen den Saft aussagen und sollten daher schnellstmöglich bekämpft werden. Um sich aber selbst nicht zu gefährden, ist es besonders in Wohnräumen sinnvoll, anstelle der oft gesundheitsschädigenden Mittel aus dem Handel auf biologische Bekämpfungsmethoden zurückzugreifen.

Blattläuse biologisch bekämpfen

Blattläuse an RosenDie einfachste Methode, Blattläuse zu bekämpfen, besteht darin, die Pflanze in der Dusche oder der Badewanne gründlich abzuduschen. Hierbei sollte der

Wasserstrahl zwar kräftig genug sein, damit die Läuse abgespült werden, aber nicht stärker sein, als es die Pflanze verkraften kann. Damit bei dieser Art der Bekämpfung die Topferde nicht zu nass wird, wird die Pflanze am besten auf die Seite gelegt und während der Behandlung langsam gedreht. Um zu verhindern, dass die Erde beim Abduschen aus dem Topf herausfällt, wird der Topf in eine Plastiktüte gestellt, die rund um den Stamm der Pflanze mit einer Schnur verschlossen wird.

Die beste Methode - der Marienkäfer



Einsprühen mit Spülmittel oder einem Brennnesselsud

Blattläuse vertragen kein Spülmittel. Sie können daher an Zimmerpflanzen bekämpft werden, indem in eine Sprühflasche Wasser und ein Spritzer Spülmittel eingefüllt wird. Diese Lösung wird am besten auf die gesamte Pflanze, zumindest
aber auf die Stellen gesprüht, an denen die Blattläuse sich befinden. Am Tag nach der Behandlung kann die Pflanze dann abgeduscht werden, um alle Blattläuse und auch die Reste der Spülmittellösung zu entfernen. Bei einem starken Befall ist es eventuell nötig, diese Behandlung noch einmal zu wiederholen.

Auf die gleiche Weise wie eine Spülmittellösung wird ein Brennnesselsud verwendet. Er kann leicht selbst hergestellt werden, indem eine Handvoll Brennnesseln aus dem Wald oder vom Straßenrand für ein bis zwei Tage in Wasser eingelegt wird. Mit dem hierbei entstandenen Sud wird die befallene Pflanze dann gründlich eingesprüht. Um die Pflanzen insgesamt zu stärken, kann der Brennnesselsud auch einige Tage länger stehen gelassen werden, sodass eine Brennnesseljauche entsteht. Sie wirkt wie ein Düngemittel und wird dem Gießwasser hinzugefügt.

Blattläuse in Gewächshäusern und Wintergärten

Blattläuse - NahaufnahmeIn etwas größeren Räumen, in denen Zimmerpflanzen stehen, können die natürlichen Feinde der Blattläuse zu deren Bekämpfung eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um die Larven der Marienkäfer, der Florfliegen und der Schwebfliegen. Für den gezielten Einsatz zur Blattlausbekämpfung werden im Handel ihre Eier auf kleinen Folien oder Pappen verkauft. Diese Folien werden direkt an der befallenen Pflanze befestigt, sodass die Larven, nachdem sie aus den Eiern geschlüpft sind, sofort ihre Nahrung, nämlich die Blattläuse finden. Beim Einsatz dieser biologischen Feinde ist es wichtig, auf eine ausreichend hohe Umgebungstemperatur von mindestens 15°C zu achten und die Folien mit den Eiern so aufzuhängen, dass sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind. All diese natürlichen Feinde verschwinden, sobald in ihrer Umgebung nicht mehr ausreichend Blattläuse vorhanden sind und fressen zum Teil sogar auch andere Schädlinge wie die Spinnmilben.

Die weitere Behandlung der befallenen Pflanzen

Um eine weitere Ausbreitung der Blattläuse zu verhindern, ist es sinnvoll, nach

der Entdeckung von Blattläusen an einer Pflanze diese Pflanze für eine Weile separat zu stellen, damit die anderen Blumen nicht auch noch befallen werden. Nach der Behandlung mit einem Blattlausmittel sollte die Pflanze täglich kontrolliert werden, um gegebenenfalls die Behandlung noch einmal zu wiederholen.