Blaukorn - wie ausbringen?
Neben den so genannten Biodüngern gibt es auch so genannte Volldünger. Hierzu zählt auch das bekannte Blaukorn. Blaukorn ist ein rein mineralischer Kunstdünger und enthält keinerlei organisches Material, was für den mit Blaukorn gedüngten Boden zwangsläufig bedeutet: ...Kein Ausgangsmaterial für die Humusbildung.
Blaukorn kann grundsätzlich für alle Kulturpflanzen, wie zum Beispiel Gemüse und Obst, aber auch für Rasen oder Zierpflanzen verwendet werden. Auf dem Markt gibt es verschiedene Hersteller von Blaukorn, wobei es hier Unterschiede gibt und zwar in der Zusammensetzung der enthaltenen Inhaltsstoffe, wie Kali, Stickstoff und Phosphor, sowie von anderen Spurenelementen. Es gibt eher stickstoffärmere Sorten Blaukorn, aber auch stickstoffreiche Sorten von Blaukorn. Blaukorn ist als Granulat zudem in verschiedenen Packungsgrößen und auch als Flüssigdünger erhältlich. Flüssigdünger wird mittels einer Gießkanne auf den Boden eingebracht.
Wichtig ist, dass man beim Kauf die Angaben auf der Verpackung sehr sorgfältig liest, denn für die verschiedenen Kulturpflanzen werden auch verschiedene Zusammensetzungen empfohlen. Die Blaukorn-Kügelchen lösen sich nach der Ausbringung erst nach und nach auf. Sie geben so fortlaufend Nährstoffe ab. Beabsichtigt man, seinen Rasen zu düngen, so sollte sicher gestellt sein, dass dieser trocken ist und anschließend ausreichend bewässert werden kann. ...
Ist eine Aussaat oder das Einpflanzen von Kulturpflanzen vorgesehen, so sollte man auf der jeweiligen Kulturfläche mit dem Blaukorn sparsam umgehen und diese Düngung auch bereits mindestens drei Wochen vor der geplanten Aussaat durchführen, wobei es aber auch möglich ist, Blaukorn als so genannten Kopfdünger zu verwenden. Das heißt, Blaukorn kann auch während des Wachstums der Pflanzen in mehreren Gaben ausgebracht werden. Insbesondere empfiehlt sich dies bei Gemüse und Obst, wie zum Beispiel bei Tomaten oder bei Gurken.
Durch das Düngen mit Blaukorn (egal ob flüssig oder in Granulatform) wird der Nährstoffbedarf der Pflanzen während der gesamten Wachstumszeit gedeckt. Blaukorn war über Jahrzehnte bei Hobbygärtnern sehr beliebt - jetzt werden die Folgen sichtbar: Viele Gartenböden sind mit Nährstoffen, wie Kali und Phosphat überversorgt. Dies wurde durch zahlreiche Bodenuntersuchungen immer wieder belegt.
Mit Blaukorn düngen sollte man bevorzugt Pflanzen wie zum Beispiel Tomaten, oder Kürbis, etc. Auf keinen Fall hingegen mit Blaukorn düngen sollte man Pflanzen, welche an so genannten mageren Boden angepasst sind, wie viele Grasarten oder Mohn und Moorpflanzen. Blaukorn lässt auch Pflanzen zum Teil nur in die Länge schießen, ohne dass sie Blüten und Früchte tragen. Bei Kapuzinerkresse zum Beispiel bilden sich, wenn diese mit Blaukorn stark gedüngt werden, nur wenige Triebe und Blätter und auch nur wenige Blüten.
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