Knochenmehl & Blutmehl als Dünger

Knochenmehl & Blutmehl als Dünger Knochenmehl und Blutmehl für den GemüsegartenDüngemittel und Dünger sind Stoffgemische oder spezielle Stoffe, welche eingesetzt werden, um den Pflanzen die optimalen Nährstoffe in ausreichender Weise zuzuführen. Durch ihren Einsatz soll meistens ein erhöhter Ernteertrag oder auch ein erfolgreicheres Wachstum erreicht werden. Bei den organischen Düngemitteln handelt es sich stets um die naturgegebene Form einer Düngung.

Die ausgewogenen Inhaltsstoffe des Knochenmehls

Bei Knochenmehl handelt es sich ebenfalls um einen organischen Dünger, welcher aus gewaschenen und danach fein

gemahlenen Tierknochen hergestellt wird. Die beinhalteten Wirkstoffe müssen im Erdboden von den Mikroorganismen aufgeschlüsselt und abgebaut werden, da sie organisch gebunden sind. Knochenmehl ist daher kein Düngemittel welches sofort wirkt, da der Abbauprozess eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Die benötigten Nährstoffe gehen somit gleichmäßig auf die jeweilige Pflanze über. Blutmehl sowie Knochenmehl besitzen eine Langzeitwirkung und verbessern generell die Bodenbeschaffenheit.

Knochenmehl verfügt ebenso wie Blutmehl über die Inhaltsstoffe Stickstoff, Kalium sowie Phosphor. Im Vergleich zu Blutmehl verfügt das Knochenmehl über einen äußerst hohen Phosphorgehalt, welcher für eine ausreichende Chlorophyllbildung unverzichtbar ist. Er ermöglicht Jungpflanzen eine kräftigere Wurzelbildung sowie eine exzellente Entwicklung der Blüten, Blätter sowie Fruchtansätze. Phosphor hält der Handel beispielsweise in einer wasserlöslichen oder zitronensäurelöslichen Variante bereit. Es werden zudem Kombinationen dieser beiden Formen angeboten. Die wasserlösliche Variante steht für das Gewächs sofort bereit, während die zitronensäurelösliche Form auf Vorrat gegeben werden kann.

Der gezielte Einsatz von Knochenmehl & Blutmehl

Das Knochenmehl wird aus tierischen Knochen hergestellt, welche fein zermahlen und als organischer Dünger im Handel angeboten werden.
Speziell für eine optimale Versorgung des Erdbodens mit Kalium sowie hauptsächlich Phosphor ist Knochenmehl im Prinzip äußerst gut geeignet. Als jedoch BSE ein großes Thema wurde, griffen Landwirte und Gärtner seltener zu Knochenmehl. Zu groß kann eine Gefahr sein, dass sich gesundheitsschädigende Krankheitserreger in diesem organischen Dünger befinden speziell dann, wenn dieses Düngemittel im Anbau von Obst- und Gemüsepflanzen zum Einsatz kommt. Hier sollte überdacht werden ob sich nicht gleichwertige Alternativen finden lassen. Wenn Knochenmehl unbedingt eingesetzt werden soll, ist es bei den Zierpflanzen wesentlich besser aufgehoben. Der Tipp von Experten dazu: Knochenmehl sollte nicht direkt an das jeweilige Gewächs gebracht werden. Eine Vermischung mit der Erde rundherum ist anzuraten. So wird das Knochenmehl im Vorfeld von Mikroorganismen zersetzt, bevor es die Pflanze erreicht.

Das Blutmehl als effektiver Volldünger

Blutmehl zählt ebenso wie Knochenmehl, aufgrund der fehlenden chemischen Bestandteile zu der Sorte organischer Düngemittel. Blutmehl wird überwiegend:
  • aus getrocknetem und danach fein gepresstem Hühnerblut hergestellt
  • es enthält Kalium, Phosphor sowie einen hohen Stickstoffgehalt und gilt deshalb als Volldünger, es wird normalerweise als Flüssigdünger angeboten.
  • die Anwendung ist dabei wesentlich einfacher, da es lediglich auf den Erdboden gegossen wird
  • das Düngemittel sickert fast eigenständig ein oder wird mittels Unterstützung von Kleinstlebewesen/Insekten in den Erdboden eingebracht
  • da der Abbau des Blutmehls äußerst langsam vor sich geht, beginnt seine Wirkung etwas später
  • allerdings verfügt Blutmehl über eine langfristige Wirkungsdauer und ist somit ein Langzeitdünger, welcher lediglich etwa alle zwei/drei Jahre aufgefrischt werden muss.
Der erhöhte Stickstoffgehalt (meistens Kalkstickstoff) im Blutmehl sorgt bei den Pflanzen für ausgezeichnetes Wachstum, sodass sich keinerlei winzige Not- oder Frustblüten bilden.

Stickstoff wird oftmals als Ammoniumstickstoff oder Salpeter (Nitrat) zugeführt. Die Pflanzen können diesen Wirkstoff lediglich in dieser Form direkt aufnehmen. Somit muss der Stickstoff nicht erst durch Bodenbakterien aufgearbeitet werden.

Beide Düngemittel, Knochen- wie auch Blutmehl, haben durch die BSE-Skandale einen schlechten Ruf bekommen. Mittlerweile bestehen strenge Vorgaben zur Herstellung dieser organischen Dünger, sodass von ihnen kaum noch eine Gefahr ausgeht. Obwohl sie laut EU-Richtlinien wieder angewandt werden dürfen, setzen hauptsächlich Hobbygärtner diese wirkungsvollen Düngemittel ein.