Organische Dünger"Organisch " ist ein Dünger dann, wenn seine Bestandteile nicht in reiner Form vorhanden sind, sondern vorwiegend aus natürlichen Abfallprodukten � pflanzlichen oder tierischen Ursprungs � bestehen. Die wohl bekannteste Art von organischem Dünger ist der Kompost. Einen Komposthaufen findet man in den meisten Gärten. Hier sammeln wir alle Gartenabfälle wie Laub, Stroh, Rasenschnitt, Pflanzenteile sowie Erdreste. Aus der Küche können wir diese Sammlung noch mit Eierschalen, Kartoffelschalen, Salat- und Gemüseabfällen anreichern. Bei richtiger Kompostierung �
die Abfälle sollten immer sorgfältig gemischt und auch feucht gehalten werden � entsteht durch die Arbeit unzähliger Kleinstlebewesen wertvolle Humuserde. Diese, auf unsere Beete verteilt, schliesst den natürlichen Gartenkreislauf wieder.
Andere Beispiele für organischen Dünger: Stallmist, Guano, Knochenmehl, Fischmehl, Hornspäne, Jauche, Blutmehl. Um die Vorratskammer in der Erde wieder aufzufüllen muss organischer Dünger in grösseren Mengen verabreicht werden als anorganischer. Auch wirkt er vergleichsweise langsamer - bleiben doch die Nährstoffe durch die Bodenbakterien weiterhin im Erdreich gebunden. Dadurch kann er nicht so leicht ausgewaschen werden wie Mineraldünger und die wertvollen Pflanzenbausteine bleiben langfristiger erhalten. Erst nach und nach erfolgt die Freisetzung - ganz im Einklang mit den Wachstumsbedingungen - wodurch sich der organische Dünger auch ein wenig in die Klasse der "Langzeitdünger" einreiht. Diese schleppende Nährstoffabgabe veranlasst uns einerseits den Dünger vorzeitig in den Boden einzubringen � bewahrt uns aber andererseits vor Überdüngung. Organische Düngemittel verbessern ausserdem die Struktur und den Wassergehalt der Böden, wodurch das Wurzelwachstum gefördert wird: Es kommt zu einer erhöhten Nährstoffaufnahme - und letztendlich zu gesundem Wachstum. von Vilma-Sonja Zugmaier
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