Zitrusdünger - Zitruspflanzen richtig düngen

Zitrusdünger - Zitruspflanzen richtig düngen Zitronenbaum„Das Land, in dem die Zitronen blühen“ – in kaum einem anderen Satz aus der Literatur schwingt die Sehnsucht nach den warmen Gefilden des Mittelmeers so stark mit wie in diesem. Grund genug für viele Pflanzenliebhaber, sich Zitruspflanzen wie Zitronen, Orangen- oder Limettenbäume nach Hause zu holen, um dem eigenen Garten ein wenig mediterranes Flair zu verleihen. Damit Sie möglichst lange Freude an Ihren Zitruspflanzen haben, haben wir hier einige Tipps und Hinweise zusammengestellt.

Die wichtigsten Nährstoffe

für Zitruspflanzen


Untrennbar mit der Pflege von Zitruspflanzen ist die Verwendung eines richtig dosierten Düngemittels verknüpft, um eine möglichst gute Versorgung der Pflanze mit wichtigen Nährstoffe zu gewährleisten. Neben Eisen und Kupfer gehören auch
  • Magnesium
  • Mangan
  • Zink
  • Molybdän und
  • Bor
zu wichtigen Nährstoffen für Zitruspflanzen. Dem Eisen kommt dabei die wichtigste Rolle zu – so liest man immer wieder in einschlägigen Foren. Und auch die Düngemittel-Industrie hat sich des vermeintlichen Eisenmangels angenommen und bietet entsprechend hochdosierte Eisenpräparate im Fachhandel und Baumarkt an. Fakt ist: Eisen als Spurennährstoff ist für Zitruspflanzen tatsächlich wichtig, doch nicht wichtiger als für andere Grünpflanzen auch. Tritt Eisenmangel an einer Zitruspflanze auf, so ist die Ursache hierfür weniger an einer mangelnden Eisenzufuhr festzumachen als eher an einem zu hohen pH-Wert des Bodens. Dieser verhindert die Eisenaufnahme. Die Zufuhr von noch mehr Eisen hilft meist also nicht weiter. Ähnlich verhält es sich auch bei einem vermuteten Kupferüberschuss – hier hilft meist nur ein gezieltes Anheben des pH-Werts auf über 7,5 und ein Umtopfen, also ein Bodenaustausch.

Für Zink gilt die gleiche Regel wie für Eisen: Ein niedriger pH-Wert ist nötig, damit dieses Element von der Pflanze aufgenommen werden kann. Magnesium gelangt in aller Regel über das Gießwasser, sofern Leitungswasser verwendet wird, in den Boden. Sollte dennoch ein Magnesiummangel festgestellt werden, hilft eine vorsichtige Zufuhr in Form einer Prise Bittersalzes (Magnesiumsulfat) diesen Mangel rasch und schonend zu beheben. Übrigens: Die genaue Zusammensetzung des Trinkwassers können Sie über das örtliche Wasseramt in Erfahrung bringen.

Spezialdünger oder Universaldünger?

Im Fachhandel und auch in Baumärkten gibt es großes Angebot an sogenannten Spezialdüngern für Zitruspflanzen. Diese weisen gerade bei Eisen oder Zink hohe Werte auf und
versprechen perfekte Dünungsergebnisse. Dennoch sind sie zumeist ungeeignet, da die Dosierungen weit über den normalen Bedarf einer Zitruspflanze hinausgehen und auch kaum Einfluss auf die essentiellen pH-Werte der Pflanzenerde nehmen. Eine gute Pflegebasis für Zitruspflanzen dagegen liefern Universaldünger. in Kombination mit einer sorgsamen Verpflegung über das Gießwasser aus der Hausleitung. Die meisten Universaldünger werden auch in günstigen Großgebinden angeboten.
Sollten Sie dennoch auf Zitrusdünger zurückgreifen wollen, achten Sie auf die angegebenen Mengen von Stickstoff, Kalium und Phosphor. Ein guter Zitrusdünger besitzt ungefähr ebenso viel Stickstoff wie Kalium bei einem reduzierten Phosphoranteil. Eine gute und empfehlenswerte Mischrelation ist:
  • 8 Teile Stickstoff
  • 6 Teile Phosphor
  • 8 Teile Kalium
Mit den Vielfachen davon (wie beispielsweise 4-3-4 oder 12-9-12 statt 8-6-8) können Sie individuell auf das Düngungsbedürfnis Ihrer Pflanze eingehen. Profis verwenden zwei bis vier Wochen nach dem sogenannten Ausräumen bei der Blüten- und Fruchtbildung einen sehr stark phosphorhaltigen und stickstoffarmen Dünger mit dem Mischverhältnis 0-15-20.

Biologische Dünger


/>ZitronenbaumEin Wort zu biologischen Düngemitteln: Hornmehl, Pflanzensäfte, Knochenmehl und sonstige Produkte aus tierischen oder pflanzlichen Rohstoffe benötigen ein gesundes Bodenleben. Mineralische Dünger sind sofort bei Anwendung für die Pflanzen verfügbar, während biologische Dünger oft erst von den Bodenorganismen in pflanzenverfügbare Salze umgewandelt oder aufgespaltet werden müssen. Ein gesundes, aktives Bodenleben benötigt seinerseits eine stetige Zufuhr organischer Materialien, wie Kompost oder Mulch. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Pflanzenerde mindestens 20°C warm ist. So gewährleisten Sie dann auch auf biologischer Düngebasis eine optimale Versorgung für Ihre Zitruspflanze.

Tipps für Zitruspflanzen

Zitruspflanzen leiden oft unter Calcium- und Magnesiummangel. Man sollte darauf achten, dass der Dünger die Pflanzen damit ausreichend versorgt. Auch Eisen wird viel benötigt.
Die allgemeine Empfehlung, Zitruspflanzen nur mit Regenwasser oder weichem Wasser zu gießen, wird von vielen Fachleuten abgelehnt. Es kann dadurch zu einer Unterversorgung mit Magnesium, Schwefel und Calcium führen.

Der Zitrusdünger sollte den häufig  vorkommenden Blattvergilbungen (Chlorosen) vorbeugen.  Der erhöhte Eisen- und Zinkgehalt ist gut für die Ausbildung von intensivem Blattgrün.
Wichtig beim Zitrusdünger ist der NPK Wert. Dieser Wert steht für das Verhältnis Stickstoff-Phosphor-Kalium.  5-6-7 ist für Zitruspflanzen nicht geeignet, 5-3-4 ist besser, ideal ist 5-2-5. Stickstoff ist das Leitelement bei Zitruspflanzen, daher kann der Stickstoffgehalt ruhig etwas höher liegen. Der Phosphoranteil sollte etwas weniger als die Hälfte des Stickstoffanteils ausmachen. Der Kaliumanteil sollte gleich hoch sein, wie der Stickstoffanteil.

Am besten geeignet sind Flüssigdünger, da man sie sehr gut dosieren kann. Wichtig ist, dass man regelmäßig düngt. Zitrusbäumchen düngt man auch im Winter, außer man überwintert sie sehr kühl. Empfohlen wird, die Pflanze einmal wöchentlich zu düngen.