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Gartenpflege -
Pflanzen pflegen / Pflege - Hobby
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GrauschimmelDer Grauschimmel ist ein Edelfäulepilz, der auch Graufäule genannt wird und neben vielen anderen Pflanzen auch Weintrauben befällt. Gerade im Weinanbau richtet er größte Schäden an, denn die Trauben, die er im rohen Zustand befällt, werden nicht mehr reif.
Allerdings gibt es auch eine Kehrseite, denn der Grauschimmel befällt auch reife Weintrauben, was von Vorteil ist. Warum? Weil der Pilz die Beerenhaut „durchlöchert“ und damit deren Wasserdurchlässigkeit verbessert. Das wiederum führt dazu, dass Wasser besser verdunstet, während die restlichen Inhaltsstoffe der Traube zurückbleiben. Das hat dann zur Folge, dass in der Traube dabei nicht nur die Konzentration an
Zucker steigt, genauso wie die Konzentration der charakteristischen traubeneigenen Geschmacks- bzw. Aromastoffe. Dies führt zu einer erheblichen Steigerung der Qualität des Weines. In so einem Fall spricht man daher von der so genannten Edelfäule, denn der Schimmel wird zu Nutzen gebracht.
Auf diese Weise hat der Grauschimmel nicht nur in Deutschland für bestimmte Weinsorten eine große Bedeutung, sondern auch im europäischen Ausland, zum Beispiel in Frankreich, Österreich oder Ungarn.
Im sonstigen Gartenbau und in der Landwirtschaft richtet der Grauschimmel aber eher Schaden an, indem er befallene Nutzpflanzen schwächt. Befallen werden zum Beispiel Chrysanthemen, Erdbeeren oder auch Narzissen.
Die Anzeichen für den Befall sind dann unterschiedlich. Sie gehen von faulenden Knollen und sichtbarem grauen Pilzrasen über faulige Blütenböden und mausgrau aussehende Früchte bis hin zu gesprenkelten Blüten.
Natürlich kann man auch gegen den Befall von Grauschimmel etwas tun, spezielle chemische Mittel hält der Fachhandel bereit. Am besten ist es, sich von einem Gärtner beraten zu lassen, um die richtigen Gegenmaßnahmen herauszufinden.
von Annett Biermann
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