Holzwurm bekämpfen - biologische Mittel und Hausmittel

Holzwurm bekämpfen - biologische Mittel und Hausmittel Holzwurm LarveWenn der Holzwurm einzieht, können Möbelstücke komplett unbrauchbar werden. Der Holzwurm befällt alle Arten von Holz und hinterlässt sichtbare Spuren. Deswegen ist die Aufbewahrung von Holzmöbeln oder Holzobjekte sehr wichtig. Besonders Gartenmöbel, die aus Holz bestehen, sind für den Holzwurm ein gefundenes Fressen.

Merkmale von Holzwurmbefall

Die weiblichen Holzwürmer legen gerne die Eier in Holz ab. Nach einer Zeit von etwa drei Wochen beginnen die Larven, aus den Eiern zu schlüpfen. Jetzt

dauert es nochmal vier Jahre, bis sich ein fertiger Holzwurm gebildet hat. In diesen vier Jahren verlassen die Holzwürmer ihr Objekt zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil Sie fressen sich kreuz und quer durch das Holz. Sichtbar sind hierbei nur die großen Löcher von 1 bis 2 Millimetern Durchmesser.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist, dass Bohrmehl sowie Holzstaub in der Nähe der Holzobjekte zu finden ist. Je mehr kleine Löcher im Holz zu finden sind, umso größer und stärker ist der Befall. Wird jetzt nichts gegen die Holzwürmer unternommen, bilden sich komplette Linien und Muster, welche der Holzwurm in das Holz frisst. Wer sich nicht sicher ist, ob der Holzwurm im Holz eingenistet ist oder nicht, kann das Holzobjekt auf einen hellen Untergrund stellen oder legen. Sobald sich Bohrmehl finden lässt, kann man sicher davon ausgehen, dass der Holzwurm das Holzobjekt zu seiner Lieblingsspeise erklärt hat.

Wann kommt der Holzwurm?

Das beste Mittel um den Holzwurm zu bekämpfen ist ihn gar nicht erst einziehen zu lassen. Doch das ist manchmal einfacher gesagt als getan. Mit ein paar Vorkehrungen jedoch lässt sich der Holzwurm erst gar nicht im Holz nieder. Wer weiß, dass der Schädling nur auf totes und feuchtes Holz geht, kann gezielt gegenagieren. In Wohnhäusern, wo in der Regel geheizt wird, lässt sich der Holzwurm nur selten finden. Aufgrund der Heizung im Winter und der niedrigen Luftfeuchtigkeit in Wohnhäusern zieht das Holz wenig Feuchtigkeit an und ist somit uninteressant für den Schädling. Im Keller hingegen ist die Gefahr schon wesentlich Größer das sich der Schädling in Holzobjekten einnistet. Aus diesem Grund ist die Lagerung von Holzobjekten wichtig, damit der Holzwurm gar nicht erst einzieht.

Die richtige Lagerung von Holzobjekten

Holzwurm-KäferBesonders bei Gartenmöbeln sollte der Besitzer darauf achten, dass die Möbelstücke im Winter gut gelagert werden. Holzobjekte sind in einem trockenen Raum gut aufgehoben. Vorbeugend können die Objekte mit einem wasserabweisenden Mittel behandelt werden. Somit kann in das Holz keine Feuchtigkeit einziehen und auch der Holzwurm bleibt draußen. Es gibt farbige und auch neutrale Lasuren, die dafür geeignet sind. Sobald mit chemischen Mitteln an das Holz gegangen wird, sollte darauf geachtet werden, dass das Zeichen "Blauer Engel" als Prüfzeichen vorhanden ist. Denn nur so kann das chemische Mittel bedenkenlos im Innenbereich verwendet werden.

Was tun, wenn der Holzwurm eingezogen ist?

Wenn der Schädling dann doch den Weg in das Holzobjekt gefunden hat, ist die Entfernung schwierig aber nicht unmöglich. Sobald der Befall bemerkt wird, sollte etwas unternommen werden. Den Holzwurm selbst zu bekämpfen ist eigentlich einfach. Die Larven stellen das Problem dar. Wenn der Befall nur leicht ist, können biologische Mittel oder Hausmittel Abhilfe

schaffen. Ist der Befall jedoch zu stark, helfen meist nur chemische Keulen oder der Kammerjäger.

Biologische Mittel:

Mittel wie Zedernöl, Salmiakgeist oder Petroleum können weniger bei der Bekämpfung des Schädlings behilflich sein. Diese Mittel wirken eher
vorbeugend, sodass der Wurm erst gar nicht einziehen will. Essigessenz ist jedoch ein Mittel, welches den Holzwurm effektiv beseitigt. Hierfür wird eine Spritze genommen. Diese wird mit Essigessenz gefüllt. Man gibt die Flüssigkeit direkt ins Holz. Natürlich ist das eine zeitaufwendige Methode, aber dennoch effektiv und äußerst wirksam.

Eine weitere Methode die Würmer aus dem Holz zu treiben sind Eicheln. Die Schädlinge verlassen ihren Wohnsitz nur, wenn es nicht mehr anders geht. Eicheln verfügen über einen leckeren Geruch, bei dem die Holzwürmer nicht widerstehen können. Hierfür werden einfach ein paar Eicheln neben das Holzobjekt gelegt, Sobald sich in den Eicheln Löcher erkennen lassen, sollten die Eicheln ausgetauscht werden. Somit werden die Holzwürmer mit dem Eicheln gleich entsorgt.

Eine weitere effektive Methode ist Hitze oder Kälte. Die Schädlinge vertragen weder Hitze noch Kälte. Deswegen können Holzobjekte in den Backofen gelegt werden. Diesen stellt man auf etwa 70 Grad und brennt die Holzwürmer aus. Die Löcher sollten anschließend mit etwas Wachs versiegelt werden. An heißen Sommertagen kann man das Holz ebenfalls zur effektiven Bekämpfung in die Sonne stellen. Anderes gilt für die Bekämpfung mit Kälte. Alles, was sich unter -18 Grad befindet, ist für die Holzwürmer lebensbedrohlich. Hierfür wird das Objekt in Folie gewickelt und in ein Kühlhaus geschlossen. Wenn die Nächte sehr kalt sind, können die Möbel auch ins Frei gebracht werden.

Chemische Mittel

HolzwurmSollten die biologischen Mittel keinen Erfolg zeigen, ist der Befall wohl zu stark und die chemischen Mittel müssen eingesetzt werden. Im Fachhandel gibt es chemische Mittel, die eine Lähmungserscheinung bei den Schädlingen hervorrufen. Das Mittel wird direkt in das Holz gespritzt und wirkt dort innerhalb von einigen Minuten. Bei manchen Mitteln muss der Vorgang einige Male wiederholt werden. Als Alternative kommt auch ein Insektenspray infrage. Doch wie bei allen chemischen Mitteln ist höchste Vorsicht geboten. Besonders wenn diese im Innenbereich verwendet werden, sollte das Prüfzeichen mit dem "Blauen Engel" unbedingt vorhanden sein. Andernfalls könnte es zu gesundheitlichen Problemen führen.
 
Drei Verfahren zur Holzwurm-Bekämpfung

Zunächst einmal gibt es drei konventionelle Verfahren, den Holzwurm loszuwerden:
  • Die erste Möglichkeit besteht darin, ihr befallenes Holzstück in eine verschweißte Plastiktüte (aus Gründen der Hygiene) zu packen und über Nacht in das Kühlhaus des ortsansässigen Metzgers zu stellen. Die Tiere können die frostigen Temperaturen nicht überleben - natürlich reicht dazu auch eine sehr kalte Winternacht auf ihrem Balkon.
  • Die nächste Methode stellt das so genannte Heißluftverfahren dar: Das befallene Möbelstück wird in eine spezielle Kammer gebracht und dort unter kontrollierten Bedingungen Hitze ausgesetzt. Die Temperatur sollte circa 60 Grad Celsius betragen, da ab 54 Grad Celsius das Eiweiß der Schädlinge gerinnt. Diese thermische Behandlung macht den Tierchen garantiert den Garaus. Handelt es sich bei dem befallenen Holz um kleinere Gegenstände und Möbel, kann eine Heißluftpistole ausreichend sein. Der Wurm wandert unter der Holzoberfläche in Holzmaserrichtung. An der Stelle wo Holzmehl austritt ist der Wurm im Gang aktiv. Die Pistole sollte mit einem Abstand von mindestens 5 cm auf das Holz gerichtet sein, da sonst sehr schnell Brandflecken auftreten können.
  • Die dritte herkömmliche Art, Holzwürmer loszuwerden, ist das Bestrahlen mit Mikrowellen. Da die thermische Methode das Holz stark beansprucht - was sich zum Beispiel in Rissen auf Grund von zu großer Trockenheit durch Wärmebehandlung äußert - ist die Behandlung mit Mikrowellen zu empfehlen, da das Prinzip der Eiweißgerinnung dasselbe bleibt. Leider kostet dieses Verfahren zwischen 200,- und 400,- Euro - denn das kann nur der Fachmann machen.holzwurm-fl
Vorsorge jedoch können sie selbst treffen. Wenn sie ihre Lieblingsstücke vor dem Holzwurm schützen wollen, mischen sie gleiche Mengen Kochsalz, Pfeffer, Senfkörner, Knoblauch und Wermutskraut und lassen das ganze in zwei bis drei Litern Spritessig aufkochen. Mit dieser Beize die Stücke ein- bis zweimal abreiben. Hat der gemeine Holzwurm zum Beispiel den Kleiderschrank schon befallen, helfen darin ausgelegte Eicheln, welche die Würmer aus dem Holz hervorlocken. Sobald Fraßlöcher zu erkennen sind, sollten die Eicheln gewechselt werden.
Mittel gegen Holzwürmer

Wer von der chemischen Keule die Finger nicht lassen kann, dem helfen natürlich auch besondere Holzschutzmittel weiter. Eine großflächige Bekämpfung ist aus Gründen der Gesundheit nicht zulässig. Die Mittel enthalten Nervengifte wie zum Beispiel Pyrothroide und für diese gilt: eine Hautberührung führt auch beim Menschen zur Wirkung.alt