Kakerlaken in der Wohnung

Kakerlaken in der Wohnung bekämpfen

Eine Kakerlake auf NahrungssucheKakerlaken in der Wohnung sind ein Albtraum für jeden Bewohner und schon der Anblick dieser schnellen Krabbeltiere löst bei vielen Menschen ein Ekelgefühl aus. Doch damit nicht genug - diese Tiere auch gefährlich, denn sie gelten als Krankheitsüberträger und können zudem immensen Schaden anrichten.

 

Wer Kakerlaken den Garaus machen möchte, der sollte im Vorfeld auch einiges über ihre Lebensbedingungen wissen. Richtiges Verhalten ist das Wichtigste für eine dauerhafte Kakerlakenbekämpfung.

 

Vorkommen und Artenvielfalt der Kakerlaken

 

Das Vorhandensein

von Kakerlaken in Wohnräumen hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Trotzdem schämen sich viele Menschen, wenn sie die stillen Mitbewohner in ihrem Zuhause entdecken. Da Kakerlaken überall auf der Welt zu finden sind, kann es aber auch durchaus passieren, dass sie ein unerwünschtes Mitbringsel aus dem letzten Urlaub sind. Allerdings werden auch Nahrungsmittel rund um den Globus transportiert. Kakerlaken können sich in Verpackungen verstecken und so unbemerkt mit auf die Reise gehen. Deutschlandweit gibt es ungefähr 15 Kakerlakenarten, wovon sich der überwiegende Teil im Freien aufhält. Drei Arten lieben allerdings die menschliche Behausung:

  • die Deutsche Schabe (auch Küchenschabe genannt),
  • die Orientalische Schabe (auch Russe, Schwabe oder Preuße),
  • die Amerikanische Schabe (wiss. Bezeichnung Periplaneta americana).

Auch wenn sich die einzelnen Arten in Größe und Aussehen unterscheiden, eines haben sie alle gemeinsam - sie lieben Nahrungsmittel und die Dunkelheit. Genau dort, wo all diese Gegebenheiten zusammentreffen, ist auch ihr bevorzugter Aufenthaltsort - in der Küche.

 

Idealer Lebensraum für Kakerlaken

 

Wer beim Lichtanmachen in der Küche etwas unter den Schrank huschen sieht, der muss damit rechnen, dass Kakerlaken diesen Bereich der Wohnung für sich eingenommen haben. Die schnellen Krabbler lieben die Dunkelheit und meiden das Licht. Doch die schlimmste ihrer Eigenschaften - sie sind Künstler des Versteckens. Winzige, für den Menschen nicht zugängliche Ritzen, Ecken und Spalten, bieten ihnen einen idealen Unterschlupf und sind zugleich die perfekte Ausgangsposition, um die paradiesischen Zustände der Küche zu erkunden.

 

Das feuchtwarme Klima bietet optimale Bedingungen für die Nahrungsaufnahme und die Vermehrung. Für den Nestbau und die Eiablage bevorzugen sie allerdings eher trockene Bereiche. Das Wissen um diese Verhaltensweisen ist wesentliche Voraussetzung für die Bekämpfung. Denn das Übel bereits an den Wurzeln auszurotten, bedeutet auch ständige Ruhe vor den Plagegeistern zu haben

 

Wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung

 

Kakerlaken sind Allesfresser und lieben selbst die kleinsten Nahrungsreste, die sich auf dem Boden befinden. Egal, ob Obst, Essensabfälle, Brotkrümel alles wird vertilgt. Ja selbst vor Papier oder Leder machen diese rabiaten Insekten nicht Halt. Sollte das Nahrungsangebot nicht ausreichend sein, dann entwickelt Kakerlaken kannibalische Züge und es wird auch auf geschwächte Artgenossen zurückgegriffen. Der erste Schritt, um den Krabbeltieren den Kampf anzusagen ist, ihnen die Nahrungsquellen zu entziehen.

 

Kakerlaken besitzen einen ausgeprägten Geruchssinn, deshalb Lebensmittel sollten konsequent weggeschlossen und der Boden der befallenen Bereiche jeden Tag gewischt werden. Wer einen Verdacht hat, dass sich unliebsame Bewohner breit gemacht haben, der sollte auch die Wände nach eventuellen Spuren wie Kotrückstände untersuchen und so die Verstecke und Aufenthalte ausfindig machen. Kakerlaken können sich über Versorgungsschächte oder Kabel im ganzen Haus ausbreiten. Deshalb sollten Fugen, Ritzen, Türspalten sowie Zugänge zu Lüftungsschächten abgedichtet oder verschlossen

werden. Ein Herunterregulieren

der Heizung sowie ständiges Stoßlüften, lässt den kuschligen Lieblingsplatz zu einem zugigen, ungemütlichen Aufenthaltsort werden.

 

Kakerlaken sind störende Insekten, gegen die es zahlreiche Mittel gibtVon Hausmitteln bis zur fachmännischen Beseitigung

 

Wer nicht gleich zur chemischen Keule greifen möchte, der kann es auch erst einmal mit Hausmitteln versuchen. Das Auslegen von Salatgurkenschalen kann für die gefräßigen Krabbler tödlich sein. Gurkenschalen enthalten ein Neurotoxin, welches den Kakerlaken überhaupt nicht bekommt. Eine etwas mühevollere und ekligere Variante ist das Aufstellen von Schälchen mit Zuckerrübensaft. Kakerlaken fühlen sich vom Duft angezogen und bevorzugen die leckere Süße. Allerdings können sie sich auf Grund der klebrigen Konsistenz des Saftes ihrer Lieblingsspeise nicht mehr entziehen und bleiben regelrecht daran haften.

 

Sollte der Kakerlakenbefall in der Wohnung ein größeres Ausmaß annehmen, dann sollte das Vorkommen unbedingt dem Eigentümer oder der Hausverwaltung gemeldet werden. Zum einen können durch die rasend schnelle Vermehrung der Tiere auch andere Wohnungen betroffen werden. Zum anderen gelten sie als Überträger von Krankheiten wie:

  • Ruhr,
  • Typhus,
  • Tuberkulose,
  • Asthma.

Das Aufstellen von Köderdosen kann ein Schritt zur Bekämpfung von Kakerlaken darstellen. Mit Klebefallen können sie angelockt und getötet werden. Allerdings erwischt man auf diese Weise nicht alle Tiere und die Population geht ungehindert weiter. Schädlingsexperten wissen um die Widerstandsfähigkeit der Kakerlaken und kennen geeignete Gegenmaßnahmen. Sie wissen genau, in welchen Ritzen und Winkeln sich Kakerlaken liebend gern aufhalten und legen ein Fraßgift aus Gel aus. Bereits winzige Partikel dieses Giftes reichen aus, den gesamten Kakerlakenstamm innerhalb kürzester Zeit auszurotten.

 

Der Wirkung kommt auch die kannibalische Ader der Kakerlaken zugute. Dadurch, dass sie tote oder geschwächte Artgenossen fressen, nehmen sie auch das Gift in sich auf und verenden. Bereits nach 7 Tagen kann eine deutliche Verringerung des Kakerlakenbefalls festgestellt werden. Da aber aus dem Eigelege noch immer Tiere schlüpfen können, ist erst nach 3 Wochen mit einer endgültigen Vernichtung der Kakerlaken zu rechnen.

 

Schutz und Sicherheit in den eigenen vier Wänden

 

Wer Anzeichen von Kakerlakenbefall in der Wohnung feststellt, der sollte schnell handeln. Das Entfernen von offen stehenden Nahrungsmitteln sowie eine Grundreinigung der Wohnung sind erste Schritte auf dem Weg zu einer erfolgreichen Behandlung. Wenn man mit altbewährten Hausmitteln keinen Erfolg verzeichnen kann oder der Befall zu groß und unübersichtlich ist, sollte man nicht lange herumexperimentieren und auf die Hilfe von Experten setzen. Diese wissen, wie man gezielt gegen die Plagegeister vorgehen kann und sind der Garant dafür, dass man wieder ohne unliebsame Untermieter wohnen kann.


Wissenswertes zu Kakerlaken in Kürze
  • Kakerlaken oder Schaben sind als Vorratsschädlinge in menschlichen Behausungen zu finden.
  • Sie sind sehr lichtscheu und sind somit nachtaktive Tiere.
  • Diese kleinen Tiere erreichen aufgrund ihrer kräftigen Beine enorme Laufgeschwindigkeiten.

  • Wie Silberfische sind Kakerlaken auch hinter Zucker und Zuckerresten herAufgrund ihres Körpers sieht die Kakerlake einem Käfer sehr ähnlich.
  • Die Tiere können eine Größe von ca. 25 Millimeter Länge erreichen.
  • Der Körper der Kakerlake ist sehr flach. Das ermöglicht ein schnelles Verschwinden in kleinste Ritzen.

  • Des Weiteren besitzen sie zwei lange Fühler, die etwa ein Drittel der gesamten Körperlänge erreichen.
  • Weibchen und Larven haben keine Flügel. Die Männchen besitzen zwar Flügel, können damit jedoch nicht mehr fliegen.
  • Die Schaben haben eine Körperfarbe von Dunkelbraun bis Schwarz, die Beine sind hellbraun, wobei die Männchen etwas heller sind.
Die bevorzugten Lebensräume der Kakerlaken sind feuchtwarme Regionen wie in Großküchen, Bäckereien, Kantinen, Schwimmbädern, Wohnheime, Krankenhäuser, Gewächshäuser, aber auch Privathaushalte. Im Privathaushalt sind sie häufig zwischen Küche und Badezimmer anzutreffen und treffen dort auf viele Freunde wie Motten, Silberfischchen und Ameisen. Viele bakterielle Viruserkrankungen sind auf Schaben zurückzuführen. Wie beispielsweise: Lepra, Dickdarmkatarrh, Durchfall, infektiöse Hepatitis, Milzbrand, Salmonellen, Tuberkulose, Pilzerkrankungen. Allergien können auch ausgelöst werden. Aber keine Panik! Schaben und Kakerlaken kann man auch effektiv bekämpfen.

Zur Beseitigung von Kakerlaken im Haus werden üblicherweise Insektizide eingesetzt. Diese sind aber schon in geringer Menge für Menschen und andere Warmblüter giftig und ökologisch oft bedenklich. Außerdem werden nur die Tiere beseitigt, die direkt mit den Mitteln in Kontakt kommen. Die Brut, die sich fast ausschließlich an schlecht zugänglichen Stellen befindet, bleibt somit verschont. Die weitere Ausbreitung kann nur mit einem kontinuierlichen Gifteinsatz und mehrmaligen Einsatz eines Kammerjägers verhindert werden. Was natürlich sehr kostenintensiv werden kann.

Des Weiteren sind so genannte ungiftige Schädlingsbekämpfungspulver im Handel. Dieses Futter wird an einigen Stellen in der Wohnung ausgestreut. Es wird von den Kakerlaken verspeist und somit auch die Brut vernichtet. Da die Kakerlake kannibalisch veranlagt ist und sie auch eigene schwache Artgenossen frisst, kann man davon ausgehen, mit dieser Art Schädlingsbekämpfung auch wirklich alle Tiere zu vernichten. alt