Kellerasseln bekämpfen - natürliche Mittel und Hausmittel

Kellerasseln bekämpfen - natürliche Mittel und Hausmittel

Kellerasseln werden oft als Schädlinge bezeichnet, sind jedoch ganz nützliche Tierchen, denn sie sind die Müllabfuhr für alles Abgestorbene. Da sie sich von jeder Art organischer Stoffe ernähren, suchen sie ständig verrottetes Obst oder Gemüsereste, Haare, Haut, Nägel, Hautschuppen oder Holz. Selbst vor Erde und Gras machen sie keinen Halt.

 

Die Kellerasseln nehmen jedoch überhand, wenn sie nicht dezimiert werden und zählen nicht gerade zu den beliebten Haustieren. Zudem sind sie sehr aktiv und nutzen jede erdenkliche Ritze, um von Garten oder Keller ins Haus zu

gelangen. Sie werden als störend oder lästig empfunden, und obwohl sie eigentlich niemandem etwas tun, fürchten sich einige Menschen sogar davor.


Was bei der Bekämpfung tunlichst zu vermeiden ist

 

Das etwaige Aufsaugen der Kellerasseln mit dem Staubsauger bringt nicht wirklich etwas, denn im Staubsaugerbeutel finden diese Tierchen ausreichend Nahrung und leben dort munter weiter. Ebenfalls bringt ein Aufsammeln und Aussetzen nach draußen nicht wirklich viel, da man nie alle Asseln findet. Wo eine Assel ist, sind meistens auch noch mehr. Eine Alternative ist das Töten der Tiere mit chemischen Mitteln oder aber das Erschlagen mit einem Gegenstand. Anschließend sollten die toten Tiere aber sofort entsorgt werden, denn die Leichen ziehen weitere Kellerasseln an. Ein Fliegengitter an Türen und Fenstern hilft auch nur bedingt, da diese kleinen Quälgeister durch sämtliche Ritzen in den Hauswänden oder aber durch Risse im Gebälk hereinkommen. Eine ausgelegte Backpulverspur, die als Barriere an Türen aufgetragen wird, hilft auch nur bedingt, denn es kann sein, dass sich gerade die Kellerasseln an dieser neuen Nahrungsergänzung erfreuen.

 

Natürliche Bekämpfungsmittel gegen Kellerasseln

 

Der natürlichste Weg ist sicherlich, verrottetes Obst und Gemüse oder Fallobst auszulegen. Die dann gefangenen Tiere kann man zusammen mit den Abfällen entsorgen. Hierzu kann man auch eine große Kartoffel oder Rübe mit einem Loch versehen und aushöhlen. Die darin gefangenen Tierchen können dann nach einer Nacht mit dem Müll weggeworfen werden. Wer das eine Übel mit dem anderen Bekämpfen möchte, kann Frösche und Mäuse anlocken. Diese Fressen liebend gerne die Asseln und auch Katzen sind gute Kellerassel-Jäger. Sie fressen die Asseln zwar nicht, spielen aber mit ihnen, bis sie tot sind. Danach sind die Leichen allerdings sofort zu entfernen. Weingeist in eine Flasche gegossen, lockt die Asseln an, diese kriechen dann in die Flasche und werden betäubt. Den kompletten Inhalt kann man dann entsorgen.

 

Dort, wo Kellerasseln auftreten, sollen auch Salbeiblätter helfen. Einfach ein paar Blätter verteilen und schon werden die kleinen lästigen Tierchen vertrieben. Das beste Mittel gegen die kleinen Quälgeister ist jedoch absolute Sauberkeit. Ein staub- und rückstandsfreier Boden verhindert oftmals das Eindringen ins Haus. Essensreste sind unerreichbar für die kleinen Tierchen zu vernichten und auch Krümel auf dem Boden gehören tunlichst und unverzüglich in den Müll. Hat man trotzdem einen Durchschlupf in Form einer Ritze an der Hauswand entdeckt, ist diese mit Spachtelmasse zu schließen.


Wenn nichts mehr hilft - chemische Mittel

 

Giftige Mittel in Pulverform oder flüssig gibt es im Handel und diese Mittel wirken sehr effektiv. Einige Mittel sind jedoch schädlich für Mensch und Tier und wer kleine Kinder hat, sollte darüber überhaupt nicht nachdenken. Neben diesen Mitteln gibt es Dosen, die Asseln anlocken und sofort töten oder aber auf dem gleichen Weg werden die Kellerasseln mit Klebestreifen größtmöglich vernichtet. Das Problem mit dem Wegräumen bleibt

jedoch auch hier, denn bei jeder Art von chemischen Mitteln sind die Leichen zu entsorgen. Wer argen Befall zu verzeichnen hat, ein Kammerjäger ist die bequemste und effektivste Lösung für diese Art der Probleme.

 

Das beste Mittel gegen Kellerasseln - vorbeugende Maßnahmen

 

Neben einer absoluten Sauberkeit ist das Vermeiden von Staunässe eine gute vorbeugende Maßnahme. Kellerassel lieben feuchte, nicht nasse, Böden und fühlen sich aus diesem Grund in Kellern, Komposthaufen, Badezimmern oder Schuppen besonders wohl. Aus diesem Grund sind diese Räume besonders gut zu lüften und Staunässe in Ecken zu verhindern. Auch abgedichtete Risse in den Wänden sind eine vorbeugende Maßnahme. Zudem sind leckende Rohre und lockere Bodenplatten beliebte Sammelstellen für

Kellerasseln. Oft hilft bereits das Silikonieren der undichten oder losen Stellen.

 

Auch in Pflanztöpfen, in denen es zudem noch modrig oder faulig riecht, sind diese kleinen Tierchen oft zu finden. Somit ist beim Kauf von Pflanzkübeln, Balkonkästen und der Gleichen auf einen Wasserablass zu achten und die Pflanzen nicht übermäßig zu gießen. Genaue Untersuchung der Pflanzen nach modrigen, verfaulten Wurzeln oder Pflanzenteilen und frische, nicht nasse Erde sind der beste Schutz gegen Kellerasseln in Haus und Garten. Staunässe in Topfuntersetzern ist unbedingt zu vermeiden und Balkon-Blumenkästen sollten immer ein Loch im Boden haben, damit das überschüssige Wasser gut ablaufen kann. Natürliche Fressfeinde der Asseln können im Garten wahre Wunder bewirken, denn die Kellerassel ist das Lieblingsgericht der Kröten. Um diese Fressfeinde anzulocken, die zudem auch noch andere Schädlinge vertilgen, müssen im Garten Laubhaufen, dichte Büsche, üppig bepflanzte Teichanlagen und Hecken vorhanden sein.

 

Kellerasseln werden fälschlicherweise als Schädlinge angesehen, sorgen jedoch für die Müllentsorgung von vermoderten, organischen Stoffen jeder Art. Zur Bekämpfung kann man neben den nicht ganz ungefährlichen Giftstoffen oder Fallen auch mit Hausmitteln diesen Tierchen zu Leibe rücken. Eine ausgehöhlte Kartoffel oder Rübe, eine Flasche mit Weingeist oder ausgelegte Salbeiblätter helfen bei der Bekämpfung der Plagegeister. In all diesen Fällen sind die toten oder betäubten Asseln jedoch sofort zu entsorgen. Am besten ist es jedoch, wenn man vorbeugend etwas tut. Staub- und rückstandsfreie Böden, Beseitigung aller Lebensmittelreste, Vermeidung von Staunässe auf Böden oder Pflanzen, Befreiung der Pflanzen von verfaulten oder vermoderten Blättern, Blüten und Wurzeln sorgen dafür, dass erst gar keine Kellerasseln angelockt werden.

 

Wissenswertes zu Kellerasseln in Kürze

 

Die Kellerassel gehört zur Familie der Krebstiere. Die harmlosen Tiere ernähren sich von Moderstoffen, sind zwischen 12 und 14 mm groß, grau gefärbt und haben einen fein gezagten und gekörnten Rückenpanzer. Zu finden sind sie vor allem in Gegenden mit erhöhter Luftfeuchtigkeit, so unter anderem unter Steinen, in Kellern, Gärten, Ställen, Gewächshäusern und auf Komposthaufen.


Vorbeugung

  • Es bietet sich an, den Asseln keine optimalen Bedingungen zu schaffen.
  • So sollten feuchte Lebensräume im direkten Umkreis des Hauses vermieden werden.
  • Ritzen und Spalten, in die Wasser eindringt, können mit Silikon verschlossen werden.
  • Lose Terrassenplatten und undichte Wasserrohre sollten beseitigt werden.
  • Blumenkübel- und Töpfe können so aufgestellt werden, dass sich am Boden keine Feuchtigkeit ansammelt.

Die Tiere interessieren sich vor allem für faulendes Pflanzmaterial. Wer ihnen diese Nahrungsquelle entziehen will, muss Rabatten und Blumenkästen recht pedantisch in Ordnung halten. Gut ist es wiederum, wenn sich eine Erdkröte im Garten befindet und Möglichkeiten zum Unterschlupf bekommt. Die Amphibien sind natürliche Feinde der Kellerasseln und sorgen auch sonst für einen Ungezieferrückgang im Garten. Einen Versuch ist es wert, Salbeiblätter an Stellen auszustreuen bzw. auszulegen, an denen sich die Asseln vermehrt aufhalten. Der Geruch des Krautes vertreibt sie.


Mittel gegen Kellerasseln


Sind trotz der genannten Maßnahmen Kellerasseln anzufinden, kann meist auf chemische Mittel nicht verzichtet werden. Hier gibt es drei Arten:

 

  1. Zum einen bieten sich Klebefallen an. Hierbei bleiben die Tiere an einer Klebefläche haften. Die Fallen sind für Menschen und Haustiere absolut ungefährlich. Sie sollten dort platziert werden, wo sich die Asseln häufig aufhalten.
  2. Weiterhin gibt es noch spezielle Köderdosen. Neben einer für Kellerasseln attraktiven Ködersubstanz enthalten die Dosen einen Wirkstoff, der das Nervensystem der Tiere angreift und letztendlich zu ihrem Tod führt.
  3. Die letzte Möglichkeit sind Kontaktgifte. Dieses sind meist flüssige oder staubförmige Präparate, die sehr gut in den Schlupfwinkeln der Tiere ausgebracht werden können. Im Handel gibt es von die diversen Firme vielfältige Mittel, und so ist für jeden Hausgebrauch sicherlich etwas zu finden.alt


Hausmittel

  • Backpulver – eine Spur Backpulver als Blockade vor Türen soll die Tiere fern halten. Das ist eher zweifelhaft, aber es schadet auch nicht.
  • Weingeist – Weingeist soll die Wanzen anlocken. Sie würden in die Flasche kriechen und betäubt werden. Es sollen auch andere alkoholische Getränke helfen.
  • Lockmittel auslegen – faulendes Obst und Gemüse gezielt auslegen und warten, bis sich die Asseln darüber her machen.
  • Klebestreifen auslegen (Paketband) – am besten um einen Köder
  • Luftfeuchte senken – Kellerasseln sind Kiemenatmer. Deshalb können sie nur überleben, wo es feucht genug ist.
  • Salbeiblätter – Kellerasseln mögen den Geruch von Salbei nicht, also hilft, jede Menge Blätter auszulegen.