Spinnmilben - ab unter die Dusche!
Besonders in heißen, trockenen Sommern, aber auch in der trockenen Luft geheizter Räume und in Gewächshäusern breitet sich die gemeine Spinnmilbe schnell aus.
Die ...
winzig kleine, gelbliche oder rötliche Spinne sitzt vor allem an der Blattunterseite. Angefangen bei den älteren Blätter bis hin zu den Triebspitzen überzieht sie nach und nach die ganze Pflanze mit ihrem feinsilbrigen Gespinst und saugt den Saft aus den Blättern. Die befallenen Knospen und Triebe sind in ihrer Entwicklung stark einschränkt, die Blätter verwelken und sterben ab.
Der Befall von Spinnmilben ist immer ein Zeichen von Trockenheit. Wasserbehandlungen in jeder Form sind deshalb die wichtigste Sofortmaßnahme. Topfpflanzen stelle ich dazu praktischerweise unter die Dusche.
Mittel gegen Spinnmilben
Wenn sich der Befall noch in Maßen hält, kann wie folgt vorgehen:
- mehrmaliges Abspritzen mit Knoblauchwasser (500g Knoblauch auf 10 l Wasser kurz aufkochen und ziehen lassen )
- oder extra starken Basilikumtee versprühen
Erfolgreich wurde auch schon folgende Mischung ätherischer Öle eingesetzt: 15 Tropfen Lavendel, 15 Tropfen Teebaumöl, 5 Tropfen Thymian in 1/2 Liter Wasser. Damit sollte man vor allem die Blattunterseiten bearbeiten, da hier die Spinnen sitzen.
Vorgehensweisen bei Topf- und Gartenpflanzen
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Topfpflanzen kann man mit Wasser besprühen, in einen Plastikbeutel stellen und zubinden. Die Pflanzen überstehen diese Prozedur ein paar Tage, die Spinnen nicht. Ähnlich kann man auch Gartenpflanzen durch häufiges Benebeln oder Abspritzen feucht halten.
Bei Obstbäumen hat sich auch Brennesseljauche bewährt. Dazu 1 kg frische Brennesseln auf 10 l Wasser ansetzten und einige Tage gären lassen (täglich umrühren!). Dieser Sud wird 1:50 verdünnt und auf die befallenen Pflanzenteile gespritzt.
Im Gewächshaus können als natürliche Feinde Raubmilben oder Blumenwanzen eingesetzt werden. Sie fressen vorzugsweise Spinnmilben und andere Schädlinge und richten sonst keinen Schaden an den Pflanzen an.
Fazit
Auch wenn es viele Mittel und Möglichkeiten gibt: Bei sehr starkem Befall helfen nur chemische Spritzmittel oder, um wenigstens eine Ausbreitung zu vermeiden, starkes Zurückschneiden bzw. die Vernichtung der betroffenenen Pflanze.
Da die Spinnmilben, wie alle Schädlinge, vor allem geschwächte Pflanzen angreifen, ist als Vorbeugung, aber auch zur Unterstützung der Behandlung, die Stärkung der Pflanze besonders wichtig. Das geschieht einerseits durch die Zugabe der richtigen Nährstoffe, andererseits aber schon durch die Wahl des optimalen Standortes. Dazu gehören neben der Luftfeuchtigkeit genug Licht und Luft, aber auf keinen Fall Zugluft. Sonnenlicht je nach Bedarf gehört genauso dazu wie verträgliche, oder sogar fördernde Nachbarpflanzen.
Wer es schafft, seinen Pflanzen auf Dauer möglichst optimale Bedingungen zu bieten, wird in Zukunft das Problem Spinnmilben kaum mehr haben.
von Jutta Möller
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