Monilia – was tun?
Monilia ist eine Pilzgattung, ein Pflanzenschädling, der hauptsächlich Obstbäume befällt. Es treten verschiedene Arten auf, die oft nur schwer voneinander zu unterscheiden sind. Monilia kann als Fruchtfäule und/oder als Spitzendürre auftreten, in der Regel unmittelbar nach der Blüte./>
Häufig befallen werden Apfel-, Birn-, Süß- und Sauerkirsche, aber auch Pflaumen- und Mandelbäume. Besonders ungünstig ist, dass der Erreger in am Baum verfaulten Früchten, in befallenen Zweigen und am Boden überwintern kann.Inzwischen gibt es allerdings resistente Obstbäume. Diese sind beim Neukauf zu begünstigen!
Der kommende Befall ist in der Regel an Forsythien und Mandelbäumen zu erkennen. Man nennt sie deshalb Zeigerpflanzen. Neutriebe welken, daran erkennt man den Pilz.
Fruchtfäule
- befällt nur verletzte Früchte
- Fäulnis beginnt oft an Fraßstellen oder Wunden
- der Pilz wächst durch die gesamte Frucht
- kennzeichnend sind weiße Fruchtkörper auf der etwa milchkaffebraunen, verfaulten Frucht
- Flecken sind in konzentrischen Kreisen angeordnet- Früchte trocknen ein, bleiben aber oft hängen (Fruchtmumien)
- Befallene Früchte unbedingt abnehmen um eine Weiterverbreitung und Übertragung zu verhindern
- Zweige bis auf das gesunde Holz zurückschneiden!
- Abfälle vernichten – nicht auf Kompost!
- der Erreger dringt bei feuchtem Wetter über die Blüten in die ...
Pflanze ein
- tritt besonders häufig nach kühlen, feuchten Frühjahren auf
- befällt vor allem Sauerkirschen und hier besonders die beliebten Schattenmorellen, aber auch Süßkirschen, Äpfel, Aprikosen und Pfirsiche
- verursacht ein Absterben der Triebspitzen
- an der Übergangsstelle zwischen befallenem und gesundem Holz kann es zu einem Gummifluss kommen
- Alle befallenen Triebe müssen bis 15 cm ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden!
- Die Wunden am besten mit Baumwachs versiegeln, um ein Eindringen von neuen Krankheitserregern zu verhindern!
- günstig ist, beim Kauf auf resistente Sorten zu achten
- wichtig ist der richtige Standort – er sollte sonnig und luftig sein, damit vorhandene Nässe gut abtrocknen kann
- auch guter Schnitt fördert schnelles Abtrocknen und behindert die Ausbreitung des Pilzes
- Pflanzenstärkungsmittel haben eine befallsreduzierende Wirkung (auf natürliche Mittel achten!)
- Wenn Vorbeugung keinen Erfolg gebracht hat, müssen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden!
- Empfohlene Sorten sind: „Duaxo Universal Pilz-frei“ von Compo, „Pilzfrei Ectivo“ von Scotts Celaflor und „Obst-Pilzfrei Teldor“ von Bayer.
- Günstig ist, das jeweilige Pflanzenschutzamt im eigenen Bundesland anzurufen und nach geeigneten Mitteln zu fragen!
- Es dürfen nur Mittel verwendet werden, die zur Bekämpfung von Manilia laxa oder Manilia fructigena im Haus- oder Kleingarten zugelassen sind!
- Wichtig ist der richtige Zeitpunkt der Anwendung!
- Bei Manilia laxa am besten mehrmals während der Blüte spritzen!
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