Schneckenfalle selber bauen

Schneckenfalle selber bauen Schnecken sind im Gemüsegarten unerwünscht - Schneckenkorn hilft, aber was hilft noch?Schnecken gehören eindeutig zu den im Garten unerwünschten Bewohnern, da sie große Schäden sowohl in einem Blumengarten wie auch in einem Gemüsegarten anrichten. Die kleinen Schädlinge kommen meist abends zum Vorschein und fallen nachts über das Blattwerk von Blumen und Gemüsesorten her, wodurch die Pflanzen meist verkümmern. Darum werden Schnecken nicht im Garten eines Hobbygärtners geduldet.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Schnecken loszuwerden. Doch

ziehen die meisten Gartenliebhaber eine Schneckenfalle vor, da der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln mit Vorsicht zu genießen ist. Zudem können Schneckenfallen meist günstig und einfach selbst hergestellt werden.

Eine Bierfalle hilft gegen Schneckenbefall

Eine der einfachsten Schneckenfallen ist eine Bierfalle. Diese besteht aus einem Plastikbecher und etwas Bier. Der Plastikbecher oder ähnliche Gefäße werden in den Boden eingegraben, bis der Rand ungefähr auf Bodenhöhe ist. Danach füllt der Hobbygärtner einen kräftigen Schluck Bier in den Becher. Die Becher sollten am nächsten Morgen kontrolliert und entleert werden. Es ist jedoch wichtig, sicher zu sein, dass die Nacktschnecken wirklich tot sind. Sonst kriechen sie vom Kompost wieder zurück in die Beete. Die Bierfalle gehört zu den beliebtesten Schneckenfallen überhaupt und ist recht kostengünstig herzustellen, was eine mehrfache Bestückung des Nutzgartens mit dieser Schneckenfalle sinnvoll macht.

Eine Schneckenbar bauen

Etwas mehr handwerkliches Geschick erfordert eine Schneckenbar, doch sollte ein versierter Hobbygärtner zu dieser kleinen Bastelarbeit durchaus in der Lage sein. Zumal diese Falle sich nicht nur kurzfristig bewährt, sondern praktisch die ganze Gartensaison über zum Einsatz kommen kann. Beim Schneckenbar handelt es sich im Prinzip um ein Köderhaus, indem Schneckenkorn und Bier angeboten wird. Der Schneckenbar ist auch für jene Hobbygärtner geeignet, die aufgrund ihrer Haustiere eigentlich ganz auf den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln verzichten wollen. Für diese Schneckenfalle benötigt man:
  • 2 Fichtenbretter mit den Maßen 12x14 cm und 10x14 cm,
  • 2 Blechstreifen,
  • 1 abgeschnittenen Flaschenhals,
  • 1 Stück Schaumstoff oder einen Spülschwamm,
  • Schrauben,
  • einen Hobel,
  • eine Raspel ...
sowie die Hilfsmittel dafür und Schneckenkorn sowie Bier. Das Projekt ähnelt im Aufbau einem Vogelhäuschen und sollte am besten aus imprägniertem Holz gebaut werden. Um eine Überdosierung des giftigen Schneckenkorns zu vermeiden wird ein kleines Loch in den Boden gehobelt. Um die Schnecken anzulocken wird ein Schwamm mit Bier getränkt an einem Flaschenhals befestigt. Die Schnecken werden von dem Bierduft angelockt und fressen dann
das Schneckenkorn auf, woran sie verenden. Die toten Schnecken sollten regelmäßig entsorgt werden.

Einen Schneckenknast bauen

Um einen Schneckenknast zu bauen, braucht der Hobbygärtner:
  • 1 große Plastik-Transportbox, die etwa 30 Liter fasst und einen Deckel hat,
  • 1 Holz-Deckel mit den Maßen 30 x 30 cm mit einem Loch in der Größe 24 x 24 cm.
Schneckenfallen können die Weichtiere auf verschiedene Weise unschädlich machenEs sollten auch ein Bohrer, ein Scharnier und ein Cutter oder eine Säge bereit liegen. Eventuell werden Kompostwürmer gebraucht. Zuerst werden einige Abtropflöcher in den Deckel der Plastikbox gebohrt. Dann wird die Transportbox geschlossen und auf den Kopf gestellt. Der abnehmbare Deckel soll also auf dem Boden stehen. Nun wird in

den Boden, der jetzt eine Decke ist, ein Loch in der Größe 20 x 20 cm geschnitten. Anschließend wird aus dem 30 x 30 cm großen Brett ein Deckel gemacht. Dafür muss ein Loch mit den Maßen 24 x 24 cm in das Brett gesägt werden. Dafür empfiehlt sich eine Spezialsäge. Der Holzdeckel wird mit dem Scharnier an der Transportbox befestigt. Wer gern möchte, kann die Aussparung zusätzlich mit Holz verkleiden, um innen die Holzumrandung zu verstärken.

Die fertige Box sollte in die Erde gesetzt werden und der Deckel muss sich auf Bodenhöhe befinden. Sie kann nun auch mit einem Köder bestückt werden oder die abgesammelten Schnecken aufnehmen. Dafür können auch Gartenabfälle dienen. Diese Box kann bei Frost auf den Kompost entleert werden.

Schneckenbefall vorbeugen

Leider ist es recht langwierig, eine Schneckenplage zu bekämpfen, wobei einen Köderfallen oder Schneckenfallen sehr gut unterstützen können. Doch wenn der Nachbar nicht mitzieht, wandern die Schnecken über Nacht vom Nachbargrundstück aus wieder ein. Hobbygärtner mit einem guten Verhältnis zu den Nachbarn sollten auf jeden Fall zusammenarbeiten, was den Erfolg schnell erhöht. Sinnvoll ist es, einmal am Tag, am besten morgens oder abends, in den Garten zu gehen und alle Schnecken einzusammeln, die dort zu finden sind. Sie können entweder getötet werden oder wem das zu grausam erscheint, sollte sie in einem Waldstück aussetzen. Es gibt verschiedene Methoden, sie zu töten, wobei das Zerschneiden, Überbrühen oder Einfrieren zu den üblichen Maßnahmen gehört. Bei den Schneckenfallen zeigen die Erfahrungswerte, dass Bierfallen oder Köderfallen, die mit zusätzlich Bier bestückt sind, besonders gut funktionieren. Auch dabei gilt es, die Tiere schnell zu entsorgen. Die Bierfallen funktionieren übrigens nur, wenn sie nicht direkt neben den Futterpflanzen angebracht werden. Sie machen in den Randbereichen der Beete mehr Sinn. Wenn die Schnecken in das Bier gefallen sind, ertrinken sie in der Regel. Die toten Schnecken können in der Erde vergraben werden.

Wissenswertes zu Schneckenfallen in Kürze

Gegen Schneckenbefall helfen entweder Schädlingsbekämpfungsmittel wie Schneckenkorn oder sogenannte Schneckenfallen. Ökologisch orientierte Hobbygärtner greifen eher zu den Schneckenfallen als zu den chemischen Bekämpfungsmitteln. Auch Tierhalter streuen nur ungern Schneckenkorn aus und ziehen daher die Schneckenfallen vor. Sie sind effektiv und leicht herzustellen, verlangen jedoch einen geringen Arbeitseinsatz. Trotzdem sind sie ein probates Mittel zur nachhaltigen Schneckenbekämpfung.

Schneckenfallen sind oft der einzige Weg, um Plagen einzudämmenSchnecken haben einen sehr guten Geruchssinn, deshalb zieht eine Schneckenfalle alle Schnecken im Umkreis von drei bis vier Quadratmetern an. Damit aber nicht noch weitere Tiere angelockt werden, sollte bei der Nutzung einer Schneckenfalle gleichzeitig für einen Schutz des gesamten Grundstücks gesorgt werden. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Schneckenzaun, der durch seine Abkantung Schnecken daran hindert, in den Garten zu gelangen. Ansonsten könnte es sein, dass auch die Schnecken aus den Gärten der Nachbarn bald mitbekämpft werden müssen.