Speckkäfer - Steckbrief & Hinweise zur Bekämpfung

Speckkäfer - Steckbrief & Hinweise zur Bekämpfung Der gemeine Speckkäfer gehört in die Kategorie der Materialschädlinge, ein Kulturfolger. Er ist zwischen sieben bis zehn Millimeter lang und von der Körperform eher oval - länglich. Der gemeine Speckkäfer ist eigentlich schwarz, jedoch hat er hinter dem Kopf eine grau - gelbe Querbinde. Zu der Familie der Speckkäfer gehören jedoch viele Arten, die sich unterschiedlich ernähren können. Jedoch haben die Menschen diese Käfer auf der ganzen Welt verbreitet.

kaefer flVorkommen des Speckkäfers &

Schadensbild

  • Der gemeine Speckkäfer lebt eigentlich in Vogelnestern und besonders gerne da, wo Tauben nisten. Obwohl sie eigentlich Aasfresser sind, sich von Tierkadavern ernähren, und auch Felle und Tierhäute (Keratin) verdauen können, sind sie durchaus in der Lage sich in die Jungtiere von Tauben und Hühnern hineinzubohren und die Tiere so zu töten.
  • In Wohnungen und Häusern leben, hauptsächlich die Larven, von Nudeln, Trockenfisch, ausgestopften Tieren, Fellen, Lederwaren, Wollstoffe, hartem Käse, Pappe, Hundekuchen, Stoffballen, Tabakballen, Garnrollen, Fischmehl, Tiermehl, Holz /(wenn es nicht zu hart ist) und auch Kork.
  • Einen Befall erkennt man, wenn man ungleichen Mottenfraß an Kleidung, besonders an Wollstoffen vorfindet. Der gemeine Speckkäfer frisst jedoch nur Pelz an den Tierhaarspitzen, nicht wie der Teppichkäfer dicht an der Tierhaut ab. Jedoch kann man die beiden behaarten Larven recht schnell miteinander
    verwechseln. In einem Jahr ist dieser Käfer durchaus in der Lage bis zu sechs Generationen hervorzubringen.
Ursachen eines Speckkäferbefalls

Die Ursachen eines Befalls durch den gemeinen Speckkäfer muss nicht unbedingt etwas mit mangelnder Hygiene zu tun haben. Obwohl er in Wohnungen von Messis häufig oder fast immer anzutreffen ist. Da der gemeine Speckkäfer gerne in verwahrlosten Wohnungen aber auch bei Taubenbefall, in Gerbereien und auch in Abfällen Zuhause ist, überträgt das Insekt Mikroorganismen durch wechselseitiges Belaufen. Da der Käfer fliegen kann, ist er in der Lage durchaus größere Strecken zu überbrücken. Seine Hauptflugzeit ist ab Mai bis weit in den Juli hinein. Mit Möbeln und diversen anderen Materialien kann man sich jedoch durchaus eine Population einfangen.

Bekämpfung und Vorbeugung
  • Stellt man einen Befall durch den Speckkäfer fest, muss man regelmäßig die Larven sowie auch die Käfer absammeln. Die Larven bohren sich nur zum Verpuppen in festere Materialien ein und kommen dann nach cirka sechs Wochen Puppenruhe wieder zum Vorschein. Larven an Wänden und Fenstern kann man mit dem Staubsauer absammeln. Bei Befall muss man unbedingt alle Kleidungsstücke ausschütteln, waschen, reinigen und bügeln. Einzelne Kleidungsstücke kann man einfrieren, dies tötet die Käfer und die Larven. Befallenen Lebensmitteln unbedingt vernichten.

  • Man sagt, dass der Speckkäfer eine Aversion gegen Lorbeerblätter oder auch Lavendel hat. Bei starkem Befall ist ein Kammerjäger ratsam, beziehungsweise oft die einzigste Möglichkeit, die Tierchen wieder dauerhaft loszuwerden. Besonders gerne tritt ein Befall auf, wenn man unbemerkte Vogelnester auf dem Dach, im Kamin oder dem Dachboden hat. Auch bei einem Marderbefall, wenn Tierkadaver in Hohlwänden von Wänden usw. unbemerkt liegen.

  • Finden kann man die Tierchen, vor allem die Larven hinter Fußleisten, zwischen Lattenrosten im Bett, in Polstermöbeln und Vorhängen, im Teppich. Länger nicht getragene Kleidungsstücke vor dem Aufbewahren waschen oder Reinigen, denn der gemeine

    Speckkäfer wird durch Körpergeruch und Hautschuppen angelockt.