Herbstgrasmilben bekämpfen - die besten Mittel

Im Rasen, im Mulch und im Unterholz lauern HerbstgrasmilbenDie Anzahl der Menschen, die unter einer kuriosen Sorte von Mückenstichen zu leiden scheint, die schmerzlicher sind als die üblichen Mückenstiche und dazu auch noch an selten befallenen Körperregionen auftauchen, nimmt stetig zu. Ursache ist die Herbstgrasmilbe. Hier erfahren Sie, was Sie gegen die Grasmilben und ihre Stiche tun können.

Einen akuten Befall erkennen, wie geht das?

Bevor man gezielt gegen die Milben vorgeht, ist es wichtig vorher abzuklären, ob diese überhaupt der Kern

des Problems sind. Aufgrund ihrer geringen Größe ist das menschliche Auge hierbei leider keine Hilfe, es gibt jedoch alternativen für eine genauere Untersuchung. Bei Sonnenschein und getrocknetem Rasen wird ein schwarzes Blatt auf dem Rasen platziert. Aufgrund seiner Farbe wird dieses Blatt sich schneller erhitzen als seine grüne Umgebung. Diese Eigenschaft hat wiederum eine starke Wirkung auf die Grasmilben, da diese instinktiv von der Wärme angezogen werden. Nun kann heben sich die orangeroten Larven, deutlich von ihrem schwarzen Untergrund ab. Der Nachweis für die Grasmilbenkolonie ist erbracht!

Herbstgrasmilben: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Die beste Bekämpfung von Herbstgrasmilben ist, dafür zu sorgen, dass diese sich gar nicht erst im Garten ansiedeln: Außerhalb des Gartens lässt sich gegen den akuten Milbenbefall und die damit einhergehenden Milbenbisse leider nichts unternehmen. Die beste Strategie ist hier, auf andere Spazierrouten auszuweichen.
Um den Aufenthalt im eigenen Garten wieder erfreulicher zu gestalten, und einer Milbenansiedelung vorzubeugen lassen sich jedoch verschiedenste Maßnahmen ergreifen.
  • Die Tageszeit: Wer die Morgenstunden, zur Gartenarbeit weicht der Aktiventageszeit der Milben aus, diese sind nämlich echte Langschläfer.
  • Um die Haut an den Beinen und den Köcheln zu schützen, sind lange Hosen als Beinbekleidung ratsam. Für maximalen Schutz können Sie Sorgen, wenn die Hosenbündchen in den Socken stecken, sodass keine Haut zu sehen ist.
  • Auch Mückenabwehrspray, mit dem Wirkstoff Autan, kann das Risiko von Milben auf der Haut senken. Bei dieser Strategie bitte unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten, da viele Stoffe für Allergiker ungeeignet sind.
  • Nach dem Aufenthalt im Garten hilft auch der Sprung unter die Dusche, um lästige Krabbeltiere wieder los zu werden.
Aufgrund der Größe, der meisten bestehenden Grasmilbenpopulationen, ist deren Bekämpfung nicht ganz unkompliziert. Es ist wichtig sich bewusst zu machen, dass die meisten chemischen und natürlichen Erstbekämpfungen in der Regel nicht hundertprozentigen Erfolg versprechen können. Ursache dieser, für den Gartenbesitzer unglücklichen Situation, ist der Lebensraum der ausgewachsenen Milben. Diese können sich bis zu 60 Zentimeter tief in den Boden graben, wo sie sich außerhalb der Reichweite des Gärtners befinden. Eine Alternative ist jedoch, eine Generation früher aufzugreifen und statt der erwachsenen Tiere, die Larven zu bekämpfen. Effektive Möglichkeiten zum Bekämpfen des Grasmilben-Nachwuchses sind:
style="margin-bottom: 6px; margin-left: 6px; margin-top: 6px; float: right;" alt="Die Larven der Herbstgrasmilben befallen auch Haustiere" src="/images/garten/tiere/katze-garten-jung-300-fl.jpg" height="200" width="300" />Durch regelmäßiges Rasen sprengen, erreicht man ein Zurückziehen der wasserscheuen Grasmilben.
  • Entmosen und vertikutieren, hilft nicht nur dem Rasen beim Wachsen, sondern entzieht den Milben auch eine ihrer bevorzugten Lebensräume.
  • Die Bekämpfung der unerwünschten Schädlinge mit chemischen Mitteln sollte nur als letzter Notnagel gewählt werden, da hierbei auch andere, unschädlichen Insektenarten Schaden nehmen und die Biosphäre zusätzlich belastetet wird.
  • Tipp: Den Rasen, durch häufiges Mähen

    möglichst kurz halten, sowie dem entstandenen Grasschnitt an externen Stellen zu entsorgen.

    • Um Herbstgrasmilben Einhalt zu gebieten, kann auch der Mulch unter Büschen und auf Beeten beseitigt werden. Diesen mögen sie besonders.
    • Ein kurz geschorener Rasen kommt den Milben nicht gerade entgegen.
    Konzentrat gegen Grasmilben gießen

    Wer noch mehr tun will, kann auf Konzentrate zurückgreifen, welche auf den Wirkstoffen einer Chrysanthemen-Art basieren. Das Grasmilbenmittel wird mit Wasser gemischt und anschließend auf den kurzen Rasen und die angrenzenden Flächen aufgetragen. Zecken und Grasmilben, die mit der Lösung in Kontakt kommen, sterben sofort ab, um jedoch ein wirklich gründliches und auch nachhaltiges Ergebnis zu erziehen, ist es ratsam den Vorgang nach 7 bis 10 Tagen zu wiederholen. Einige Stunden nach der Behandlung, sobald die Lösung eingezogen ist können die Hausbewohner und deren Tieren, wieder den Rasen genießen.

    Milben im Moos bekämpfen

    Mit Moosvernichter ist es zwar möglich gegen die Symptome, nicht aber gegen die Ursachen vorzugehen. Im Fachgeschäft für Gartenprodukte finden sich hauptsächlich Präparate mit dem Wirkstoff Eisen-II-Sulfat, meist zusammen mit verschiedenen Rasendüngesorten. Sollte dies nicht helfen, sind auch Produkte mit Essigsäure erhältlich, welche das Moos genauso angreifen. Bei allen Präparaten dauert es circa 10 Tage, bis der Effekt auf die Moospopulation endgültig zu sehen ist. Für die idealen Wetterbedingungen sollte man jedoch auf das Produkt achten: Eisen-II-Sulfat und Quinoclamin bevorzugen für ihre optimale Wirkung feuchteres Klima, während die Verwendung von Essigsäure-Produkten bei trockenen Bedingungen am ratsamsten ist. Bei Eisen-Sulfat basierten Produkten ist darauf zu achten, dass das Produkt nicht mit Stein in Kontakt kommt, dies könnte zu unschönen Rostflecken führen. Verteilen Sie Moosvernichter am besten zusammen mit Rasendünger. Hierdurch fördern Sie das Graswachstum und stärken das Gras für die Aussetzung an die Behandlungen, um den Ursachen für das Graswachstum an den Kragen zu gehen.

    Ein Geheimtipp: Bausand untermengen

    Sollte der Rasen regelmäßigen Strapazen wie Fußball spielen oder lebhaften Grillfesten ausgesetzt sein, kann es zu einer Verdichtung des Bodens kommen. Das sich ansammelnde Regenwasser gelangt dadurch kaum in die Erde, während die Rasenmoose durch die feuchten Gegebenheiten ideal gedeihen können. Besonders Herbstgrasmilben können einem die Freude am Garten verderbengefährdet hierfür sind Böden mit einem hohen Lehmanteil. Eine langfristige Lösung des Problems ist es beim alljährlichen Vertikutieren des Rasens eine Lage groben Bausand in den Untergrund ein Zuarbeiten. Diese kann direkt über dem ursprünglichen Boden lagern.

    Eine kurzfristigere Alternative zu dieser Lösung, wäre es die Fläche von Grund auf neu mit Rasen ein zusähen. Hierfür trägt man erstmals die zu ersetzende Grasnarbe oberflächlich ab und arbeitet hiernach bei der Vorbereitung des Bodens größere Mengen an Bausand in den neu aufgetauchten Untergrund ein.

    Häufig gestellte Fragen
    • Sind Herbstgrasmilben gefährlich für Mensch & Tier? - Sie sind zwar nicht gefährlich, können aber zu Allergischen Reaktionen führen.
    • Ist Herbstgrasmilbenbefall behandelbar? - Durch eine langfristige Behandlung, kann der Befall gut eingedämmt werden.