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Gartenpflege -
Weitere Schädlinge, Haushaltsschädlinge und Krankheiten
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MehlmilbenMehlmilben sind Vorratsschädlinge. Sie befallen am liebsten Mehl, Müsli und andere, trockene, pflanzliche Nahrungsmittel, wie Kleie, Graupen, Grieß, Teigwaren, Fisch- und Knochenmehl, Ölfrüchte, Heilpflanzen, Trockenobst und Grassamen. Häufig kommt die Mehlmilbe in Getreidelagern, Silos, Mühlen und Bäckereien vor.
Man erkennt einen Befall daran, dass die Produkte wie von einer hellen Staubschicht überzogen aussehen. Sie werden krümelig, riechen süßlich und schmecken bitter. Sollte ein Kuchen einmal nicht „gehen“, kann das an einem Mehlmilbenbefall liegen. Das Schlimme ist, dass der Verzehr von befallenen Lebensmitteln zu schweren Gesundheitsschäden führen kann. Häufig treten Allergien auf, die Fieber und Kopfschmerzen hervorrufen können.
In einigen Fällen bilden sich Bläschen und Pusteln auf der Haut. Erhebliche Magen- und Darmreaktionen können auftreten und auch Asthmaanfälle können die Folge des Verzehrs Milbenbefallener Nahrung sein. Bei Tieren kann der Verzehr solcher durch Milben verdorbenen Nahrungsmittel zu Koliken und Fehlgeburten führen.
Mehlmilben sollen auch schädliche Mikroorganismen übertragen. Unter einem Mikroskop kann man die kleinen Milben erkennen. Hat man kein Mikroskop zur Hand, kann man Mehl auf einer glatten Fläche ausbreiten und glätten. Sind Milben vorhanden, wird die Oberfläche nach wenigen Minuten rau.
Die Larven der Mehlmilben verursachen innerhalb kurzer Zeit (eine Woche) einen relativ großen Fraßschaden. Die Milben sind auf eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent angewiesen. Noch wichtiger ist eine hohe Substratfeuchte, die bei mehr als 14 Prozent liegen muss. Die Mehlmilbe kann sich bei Temperaturen zwischen 19 und 35 Grad Celsius entwickeln. Abgesehen davon, dass sich die Mehlmilben selbst fortbewegen können, werden sie auch von Insekten und anderen Tieren verbreitet.
Befallene Lebensmittel müssen unbedingt vernichtet werden. Lebensmittel, bei denen man sich nicht sicher ist, ob sie befallen sind, kann man für drei Tage in die Tiefkühltruhe legen. In Vorratsschränken und in unmittelbarer Nähe von Lebensmitteln dürfen keine Insektizide eingesetzt werden. Betroffene Schränke müssen gründlich gereinigt werden. In Vorratsräumen muss man für eine geringe Luftfeuchte sorgen, damit Milben nicht überleben können. Unter www.oekotest.de kann man nachlesen, dass häufig in Aufbackbrötchen, wie in vielen anderen Getreideprodukten, Mehlmilben und deren Kot enthalten sind. Die beim Vorbacken erreichte Temperatur reicht nicht aus, um die Milben zuverlässig zu töten. Guten Appetit.
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