Mittel gegen Maden und Madenwürmer in der Wohnung

Maden finden viele Nahrungsquellen im Haushalt - Hygiene hilftMaden und Madenwürmer, wie die Larven vieler Plagegeister im Volksmund fälschlicherweise oft genannt werden, sind schon in freier Natur nicht der beliebteste Anblick. Noch schlimmer ist es jedoch, wenn sie aus Küche, Badezimmer oder Zimmerpflanzen schauen.

Dennoch muss bei einem solchen Befall nicht direkt zur chemischen Keule gegriffen werden.

Die Ursache finden

Eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Bekämpfung von Maden und Co. ist das Ausfindigmachen ihres Ursprungs. Diese Suche kann unter

Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen, ist aber unerlässlich, um die Wohnung erfolgreich von den Schädlingen zu befreien. Natürlich hilft es, zunächst an der Stelle des ersten Auftretens genau hinzuschauen. In der Folge sollte aber die gesamte Wohnung kontinuierlich untersucht werden. Bevorzugte Nahrungsquellen für Maden, Würmer und Larven sind:
  • Zimmerpflanzen und Pflanzenerde
  • Müllbehälter, vor allem Bio-Müll und Speisereste
  • Obst und Gemüse, selbst im Kühlschrank
  • offene Nahrungsmittel
  • Lebensmittel in dünnen Plastikverpackungen, Pappe oder Papier
  • Futtermittel
  • enge Nischen und Bohrlöcher, auch in Schränken
  • zwischen Schränken und Wand
  • an Büchern
Kurz gesagt, an schwer zugänglichen und eher verborgenen Stellen. Die Ausnahme sind hier Müll und Lebensmittel. Diese können auch offen und hell liegend als Brutstätte dienen. Finden sich die Maden oder Madenwürmer frei sichtbar, sind sie meist nur auf der Suche nach einer neuen Nahrungsquelle oder einem Ort, um sich zu verpuppen. Der tatsächliche Ursprung ist also in der Regel nicht sofort offensichtlich. Tipp: Lässt sich so gar keine Quelle finden, kann sich der Ursprung auch in Zwischendecken und unter Trittleisten befinden. In manchen Fällen sind hier unbemerkt Mäuse verendet und dienen den Maden als Brutstätte.

Reinigung

Während der Suche sollte genau auf Weben, verklebte Bereiche und mehlige Rückstände geachtet werden. Handelt es sich um die Larven von Lebensmittelmotten, die durch ihre Erscheinung anderen Maden zum Verwechseln ähnlich sehen, können sich auch zahlreiche Kokons finden. Werden diese nicht mit allen Schädlingen entfernt, ist der nächste Befall vorprogrammiert. Der Staubsauger erscheint hierfür besonders praktisch, sollte aber gemieden oder sofort nach diesem Einsatz geleert werden. Denn im Staubbehälter oder -beutel scheinbar gefangen, werden sich Maden und Madenwürmer nur wieder auf den Weg nach draußen begeben. Zusätzlich sollten die folgenden Tipps befolgt werden:
  • alle offenen Lebensmittel wegwerfen
  • trockene Vorräte, wie Mehl, Zucker, Backmischungen und Gewürze aussortieren - sofern sie sich nicht in luftdichten und stabilen Behältern aus Glas, Metall oder dickem Kunststoff befinden
  • alle Schränke gründlich feucht auswischen
  • Mülleimer reinigen oder gegen dicht schließende Varianten austauschen
  • Pflanzen umtopfen, wenn diese befallen sind
  • alle Bücher durchblättern und gegebenenfalls reinigen
  • Bohrlöcher mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß auskratzen
  • einige Maden können sich durch scheinbar sicheres Verpackungsmaterial bohren oder schlüpfen direkt im enthaltenen Gut, ein Umfüllen in geeignete Behälter ist empfehlenswert
Mit Hausmitteln bekämpfen

Wer die Wirkung des Reinigens noch unterstützen möchte oder muss, sollte zunächst zu einfachen Hausmitteln greifen. Empfehlenswert sind:
  • Gekochtes Pfefferwasser
  • Essig
  • Schmierseife
  • Gekochtes
    Pfefferwasser
Für dieses Hausmittel gegen Maden und andere Larven muss lediglich etwas gemahlener Pfeffer für einige Minuten in Wasser gekocht werden. Je mehr Pfeffer verwendet wird, umso wirksamer die Lösung. Sie kann direkt auf die Schädlinge gesprüht werden und vernichtet diese in kurzer Zeit.

Im Haushalt sind verschiedene Madenarten anzutreffen - darunter DörrobstmadenEssig

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Essig wirkt auf Madenwürmer, Fliegenmaden und andere Schädlinge ätzend und zugleich abschreckend. Er kann also direkt auf die Schädlinge gesprüht werden, um diese abzutöten. Allerdings kann er ebenso bei der Reinigung, also zum Auswischen der Schränke, Verwendung finden. Tipps: Am einfachsten und preisgünstigsten ist eine Lösung aus Wasser und Essigessenz. Die mit Essig behandelten Bereiche nicht trocken wischen, sondern durch die Luft trocknen lassen. Dadurch bleibt der Geruch besser erhalten und Eier, die sich eventuell in Ritzen verstecken, werden länger behandelt.

Schmierseife

Für die Behandlung von befallenen Zimmerpflanzen aber auch alle anderen Bereiche in der Wohnung können sowohl Pfeffer als auch Essig ungeeignet sein. Eine wirksame Alternative ist hierfür der Einsatz einer Schmierseifenlösung. Verwendet werden muss feste Schmierseife, die flüssige Variante eignet sich nicht. Die Seife wird geraspelt und in lauwarmem Wasser aufgelöst, danach kann sie zum Abwischen von Blättern aber natürlich auch zum ganz normalen Putzen eingesetzt werden.

Natürliche Mittel

Helfen weder Hausmittel noch gründliche Reinigungsaktionen, kann ein Insektizid den gewünschten Erfolg bringen. Da sich die Schädlinge in der Wohnung vor allem in der Küche aufhalten, sind aggressive chemische Mittel aber nicht zu empfehlen. Besser sind hier Produkte auf der Basis von Pyrethrum, einem Auszugsstoff aus Chrysanthemen. Zwar sollte nach dem Einsatz dieser Insektizide trotzdem gründlich gelüftet werden, sie wirken sich aber bei Weitem nicht so schädlich auf die Gesundheit von Mensch und Tier aus. Zudem zeigen sie sich effektiv gegen eine Vielzahl von Insekten.

Einem neuen Befall vorbeugen

Treten in der Wohnung Larven oder Würmer auf, ist das nicht auf unhygienische Zustände zurückzuführen. Tatsächlich können die unliebsamen Tierchen mit jedem Einkauf Einzug halten und sich selbst im ordentlichsten Vorratsschrank ausbreiten, wenn eine verschlossene Haferflockenpackung befallen ist. Gänzlich verhindert werden kann ein Befall also auch mit größter Vorsicht nicht. Es gibt allerdings einige einfache Maßnahmen, die das Risiko zumindest reduzieren können:
  • Vorräte sofort nach dem Einkauf umfüllen - geeignet sind dichtschließende Behälter aus Glas, Metall und dickwandigem Kunststoff
  • Dichtschließende Mülleimer verwenden
  • Zwischenräume zwischen Schränken und Wand schließen, beispielsweise mit Blenden
  • Auf Löcher und Risse in der Wand achten und diese schließen
  • Fliegengitter an den Fenstern anbringen
  • Lebensmittel und Tierfutter nicht überlagern
Wissenswertes zu Maden in Kürze

Maden, Madenwürmer, Larven von Käfern oder Motten und andere kleine Schädlinge sind zwar lästig und erfordern in der Bekämpfung Zeit - mit etwas Geduld kann aber getrost auf aggressive Chemikalien verzichtet werden. Hausmittel und die empfohlenen Maßnahmen reichen in der Regel vollkommen aus. Und sind dazu sogar noch kostengünstig.
  • In der Küche sind es meist Maden der Dörrobstmotte oder von Fliegen.
  • In Wohnräumen meist von Wollmotten.
Helfen können hier Pheromonfallen, die man im Handel bekommt. Drogerien, Baumärkte führen solche Produkte. Diese Fallen müssen über mehrere Wochen/Monate hindurch regelmäßig aufgehängt werden. Durch das Pheromon werden die männlichen Motten angezogen und bleiben an den Fallen kleben. So können die Eier nicht mehr befruchtet werden. Wie lange die Wirkungsdauer der einzelnen Fallen ist, steht auf der jeweiligen Verpackung. Zur Vorbegung gehört vor allem Hygiene:
  • Rohe Fleischreste, Feuchtigkeit im Mülleimer, offene Verpackungen von Lebensmittel und Backzutaten locken Fliegen und Dörrobstmotten regelrecht an.
  • Mehl, Nudeln, losen Reis und anderes Getreide, Cornflakes etc. sollten statt in ihren Tüten besser in fest verschließbaren Dosen/Gläser aufbewahrt werden.
  • Damit Fliegen erst gar nicht in die Wohnung, oder in die Küche gelangen können, empfiehlt es sich, an den Fenstern und Türen Fliegengitter anzubringen.
  • Türen und Fenster ohne Fliegengitter sollten nicht lange offen gelassen werden.
  • Tote Insekten sofort entsorgen, damit sie nicht ihre Artgenossen mit anziehen.