Wurzellaus - Schadensbild & Bekämpfung

Wurzellaus - Schadensbild & Bekämpfung Sollten Ihre Pflanzen im Wachstum stocken, welken und die Blätter vergilben, kann das an Wurzelläusen liegen, die gern zu Tausenden über Pflanzen herfallen. Man findet sie am Wurzelhals, an den Wurzeln und sogar vor Blumenzwiebeln machen sie nicht halt. Besonders gern mögen Wurzelläuse Dickblattgewächse, Farne, Nelken, Palmen, Primeln, Tulpen und Wolfsmilchgewächse.
Wurzelläuse leben in Kolonien. Diese kann man an Wachsausscheidungen um die Pflanzenwurzel erkennen.

wurzelpetersilie flEine der bekanntesten Wurzelläuse ist eine Reblausart. Sie rufen

gallenartige Wucherungen an den Wurzeln der Rebstöcke hervor. Rebläuse können auf Rebflächen große Schäden an den Weinstöcken anrichten. Man versucht nun, europäische Rebsorten auf eine Unterlage zu pfropfen, die gegen die Wurzellaus resistent ist.
Im Garten wählen Wurzelläuse gern Möhren und Salat. Oftmals werden kranke Pflanzen bevorzugt, entstanden durch Staunässe oder fehlerhafte Düngung. Das Wachstum der Pflanzen wird eingestellt. Der Salat bildet keinen Kopf.



Abhilfe ohne Chemieeinsatz
  • Wenn man an seinen
    Zimmerpflanzen nicht gleich eine chemische Keule einsetzen möchte, kann man erst einmal versuchen, die Pflanze aus der Erde zu nehmen. Das Wurzelwerk muss regelrecht ausgewaschen, von der gesamten Erde befreit werden. Dann lässt man die Pflanze noch mehrere Stunden im Wasser stehen. Der Wasserstand sollte so hoch wie möglich sein. Diese Behandlung überleben Wurzelläuse nicht. Danach topft man die Pflanze in neuer Erde wieder ein. Nach einigen Tagen müsste sie sich erholt haben und auch bald wieder neu austreiben. Die Prozedur ist zwar etwas aufwändig, aber man kommt ohne chemische Hilfsmittel aus. Manchmal ist es einfach zu spät, um eine Zimmerpflanze zu retten. Das ist der Fall, wenn der Befall mit Wurzelläusen zu spät festgestellt wurde. Dann kann man seine Pflanze nur noch entsorgen und die benachbarten Pflanzen untersuchen, ob diese auch gesund sind oder ob sich dort auch schon diese Schädlinge angesiedelt haben.
  • Bei Wurzelläusen im Garten hilft es, wenn man den Boden gut lockert und viel wässert. Wurzelläuse mögen einen trockenen Ballen. Mischkulturen mögen sie wegen fremder Gerüche auch nicht, Pfefferminze, Porree, Tomaten und Zwiebeln sind gut geeignet. Man kann sich auch helfen, indem man gegen Wurzelläuse resistente Sorten anpflanzt.
  • Gut angefeuchtete Erde kann man in der Mikrowelle von Wurzelläusen befreien (700 Watt für 4 Minuten). Laufkäfer, Spinnen und Hundertfüßer dezimieren Läuse. Indem man diese Tierchen fördert, tut man gleichzeitig etwas gegen die Wurzelläuse.

Wurzellaus-Bekämpfungsmittel aus dem Fachhandel
  • Ansonsten kann man im Fachmarkt nach speziellen Bekämpfungsmitteln gegen Wurzelläuse fragen. Man sollte sich gut beraten lassen und die Gebrauchsanweisung immer einhalten. Zur direkten Bekämpfung der Wurzelläuse ist es nötig, die Tiere von einem Fachmann bestimmen zu lassen, um zu wissen, ob ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel für die Anwendung im Hausgarten existiert.
  • Nicht alle Pflanzen kommen mit den chemischen Wirkstoffen zurecht. Gerade einige Zimmerpflanzen reagieren empfindlich und gehen ein.