Teichrand anlegen und gestalten: 8 Tipps zum Nachmachen

Teichrand anlegen und gestalten: 8 Tipps zum Nachmachen

Die Gestaltung des Teichrandes hat erheblichen Einfluss auf die Wirkung des Gartenteichs: Ein Teich mit Blumen am Teichrand wird zur verträumten Ruheoase, der Teich mit Schilfrand holt pure Natur in den Garten, der formale Teich mit geradem Rand betont moderne Architektur. So können Sie Ihren Teichrand anlegen:
  • teichskizze2(1) Der Teichrand erfährt nicht nur eine bestimmte Gestaltung, er ist auch eine funktionale Abgrenzung. Die meisten Gartenteiche werden mit Folie angelegt, hier darf das Wasser in der

    Uferzone nicht über die Teichfolie gelangen, sonst wird bald kein Wasser mehr im Teich sein. Teiche aus Stein oder Beton werden teilweise auch mit Folie ausgelegt, die über den Rand hinausragt und kaschiert werden muss.

  • (2) Beim Folienteich wird die Folie also über den Teichrand hinaus verlegt. Sie muss zunächst davor bewahrt werden, in den Teich abzurutschen, dazu wird am Teichrand eine kleine Erhöhung geschaffen, über die die Folie gelegt wird (beim Teichbecken aus Stein oder Beton wird der Rand meist von vornherein erhöht). Um den Teich herum wird also ein kleiner Wulst gebaut, das kann aus den verschiedensten Materialien geschehen: Früher waren häufig alte Eisenbahnschwellen im Einsatz, die heute wegen der Schadstoffausdünstung verboten sind. Die Liebhaber sehr gerader Teichränder können heute Gartenbauschwellen aus Holz erwerben. Hier muss das Material sorgfältig gewählt werden: Kesseldruckimprägniertes Holz soll durch seine Ausdünstungen die Folie altern lassen, Bongossi-Holz ist sehr lange haltbar, aber nicht nur wegen der langen Transportwege unter Umweltgesichtspunkten umstritten.

  • (3) In der Regel soll der Teichrand aber natürlich und eher unordentlich aussehen. Manche legen kleine Erdwälle mit dem Teichaushub an, die sich nur bei sehr guter Verdichtung und einem beträchtlichen Lehmanteil nicht nach und nach im Teich auflösen. Die Erhöhung kann auch aus anderen Materialien aufgehäuft werden, die vom Wasser nicht aufgelöst werden. (Bruch-) Steine, Findlinge oder Kies, Ziegel und Wurzeln beispielsweise. Wenn der kleine Wall aus spitzem oder hartem Material besteht, aus Bruchsteinen beispielsweise, sollte zur Folie hin eine weiche Schicht aufgebracht werden. Sonst könnte sie durch Druck gegen den Untergrund verletzt werden, wenn z. B. Eisplatten beim Entfrieren gegen die Folie treiben.

  • (4) Jetzt haben wir also eine Randzone, die höher als die Wasseroberfläche ist und aus meist schwarzer Folie besteht. Diese Folie soll
    versteckt werden, wirklich schön sieht sie nicht aus. Zu diesem Zweck werden Ufermatten angeboten. Sie werden als Streifen so entlang des Ufers verlegt, dass sie bis ins Wasser hineinragen, an der anderen Seite gehen sie bis auf die Erdoberfläche. Wichtig ist in diesem Fall, dass die Teichfolie hinter der Ufermatte einige Zentimeter senkrecht in die Höhe steht, sonst wirkt die Ufermatte an der Erdseite wie ein Docht, der das Wasser aus dem Teich zieht. Die Ufermatte wird verlegt und mit etwas Sand eingeschlämmt. Anschließend können Pflanzen oder Samen oder Moossprossen und Startdünger aufgebracht. Die Einsaat muss immer vor Ort erfolgen. Ufermatten bietet z. B. die Firma Naturagart an, Informationen siehe unter www.naturagart.com. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren Pflanztaschen aus Kunststoff, die auf dem Teichrand befestigt werden. Ufermatten und Pflanztaschen sind allerdings nicht ganz preiswert, außerdem wird noch mehr Kunststoff in die Teichanlage eingebracht, dessen Material vorher erfragt werden

    sollte (es könnte sich um umweltschädliches PVC handeln). Anstatt der Ufermatten kann auch Rasenteppich ausgelegt werden, oder Sie nähen sich selbst Pflanztaschen aus Rasenteppich. Auch hier kommt es aber auf die Qualität des Materials an, ungeeigneter Kunstrasen könnte giftige Emissionen abgeben.

  • teich-naturstein fl(5) Die Alternative ist eine Abdeckung aus Naturmaterial, diese wohl preiswerteste Teichrandgestaltung eignet sich gut für natürlich flach auslaufende Uferzonen. Kies oder Pflanzsubstrate, eventuell durch ein Netz (Fischerei-Fangnetz) festgehaltene Tongranulate, die mit Sand und Lehm gemischt werden. Es folgt eine Bepflanzung mit für den Uferbereich geeigneten Pflanzen, die auch für Befestigung sorgen.

  • (6) Sie können auch eine Stahlkante an den Teichrand setzen, wie sie für die Rasenabgrenzung benutzt wird. Damit hat die Folie dann einen sauberen Abschluss, die Einbringung der Stahlkante erfordert allerdings sorgfältige Arbeit, da überall das gleiche Niveau erreicht werden muss.

  • (7) Es ist auch denkbar, beim Teichbau einen Betonkranz einzuplanen, der den Teich etwas unterhalb der Wasseroberfläche umrandet. Dann kann die Folie über die Kante gezogen werden, das Ufer kann dann beliebig geformt werden und auch später leicht umgestaltet werden. Vom Beton ausgehend wird bei dieser Lösung sozusagen ein zweiter Teichrand gestaltet, der flacher ausläuft und den Sie mit Pflanzen oder Kies gestalten.

  • (8) Teichbecken aus Stein oder Kunststoff, die über die Wasser hinausragen, lassen einen Rand sehen, der nicht immer unsichtbar gemacht werden muss. Mitunter ist der Stein- oder Betonrand ein bewusstes Gestaltungsmerkmal. Für formale Folienteiche gibt es aber auch spezielle Uferprofile aus Aluminium, an denen die Folie befestigt werden kann, ebenfalls von der Firma Naturagart. Weitere Möglichkeiten: Es werden gesägte Natursteinblöcke aufgebracht, Keramikarbeiten oder schlichte Betonplatten, die die Folie verdecken.