Monatserdbeere - Pflege, Ernte, Rezept, Vermehrung

ErdbeerenMonatserdbeeren haben nicht so große Früchte. Dafür liefern sie monatelang leckere Erdbeeren. Sie treiben keine Ausläufer und sind kaum krankheitsanfällig. Ihr Aroma ist meist stärker als das der Zuchtsorten. Für Monatserdbeeren empfiehlt sich ein humusreicher und feuchter Boden. Der Standort sollte sonnig sein. Auch lichter Schatten wird vertragen.

Die Pflanz- und Pflegetipps im Überblick:
  • Beste Pflanzzeit: Mai
  • Standort: sonnig
  • Boden: feucht und humusreich
  • Pflanzabstand: 25 bis 30 Zentimeter
  • Gut wässern und mit Kompost düngen
  • Regelmäßig hacken und Unkraut entfernen
  • Nach der Ernte die Blätter entfernen
  • Winterschutz: nicht nötig
Auspflanzen

Im

Handel erworbene Pflanzen setzt man am besten Mitte Mai ins Freie. Monatserdbeeren eignen sich gut als Randbepflanzung für Beete. Man kann sie auch gut unter Sträucher pflanzen, wo sie wie Bodendecker Flächen zuwachsen. Monatserdbeeren eignen sich auch für Balkonkästen oder als Kübelpflanzen. 

Der Pflanzabstand im Beet sollte 25 bis 30 cm betragen. Monatserdbeeren können einige Jahre am selben Platz verbleiben. Sie bilden dann richtig dichte Teppiche. Allerdings pflanzt man sie nicht in die Nähe von großfrüchtigen Erdbeeren. Nach dem Pflanzen ist für ausreichend Feuchtigkeit zu sorgen, damit die Pflanze gut anwächst. Bei Trockenheit morgens und abends etwas gießen.

Dünger

Blüten der ErdbeereMonatserdbeeren sollten nur mit Kompost gedüngt werden. Zwischen den Pflanzen sollte regelmäßig Unkraut entfernt werden. Die Erde ist immer mal aufzulockern.  
Nach der Ernte sind die
Blätter zu entfernen. Diese müssen vernichtet werden. Danach ist mit Kompost zu düngen. Winterschutz ist nicht nötig.

Aussaat

Monatserdbeeren kann man auch aus Samen ziehen. Allerdings lohnt das kaum, da die Pflanzen im Handel recht preiswert angeboten werden. Wer aber Freude daran hat, sollte die Anzucht ruhig einmal versuchen. Ausgesät werden kann von Februar bis August. Man sät in Töpfe oder Schalen. Auch ein Treibbeet eignet sich gut. Die Samen werden dünn ausgesät und nur mit ganz wenig Erde bedeckt. Das Substrat muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Licht ist wichtig, aber keinesfalls Sonne. Die Keimung erfolgt nach und nach und dauert etwa 4 bis 5 Wochen. Bei entsprechender Größe werden die Pflänzchen pikiert. Wenn sie stark genug sind, kommen sie ins Freiland. Wenn man bis März aussät, kann man noch im selben Jahr die ersten Früchte ernten.

Ernte

Nach der Ernte sind die Blätter zu entfernen. Diese müssen vernichtet werden. Danach ist mit Kompost zu düngen. Winterschutz ist nicht nötig.

Wenn man bis März aussät, kann man noch im selben Jahr die ersten Früchte ernten.

Alternativ ist es aber auch möglich, einfach einige Früchte hängen zu lassen, damit die Samen ausreifen können. Die Monatserdbeere hat die Tendenz, sich selbst auszusäen, sodass auf diese Weise immer wieder neue Jungpflanzen entstehen. Sie sind nötig, um gleichmäßig viele Erdbeeren zu ernten, denn nach einigen Jahren lässt die Ernte bei Monatserdbeeren wie auch bei anderen Erdbeersorten meist spürbach nach. Wer auf einige Früchte verzichtet, kann sich daher die relativ aufwendige Aussaat bzw. den Neukauf von Jungpflanzen ersparen.

Wissenswertes

kleine MonatserdbeerenDie Monatserdbeere stammt von der Walderdbeere ab, die wild in den Wäldern Europas und der nördlichen

Länder Asiens wächst. Auch die Walderdbeere kann in den Garten gepflanzt werden und eignet sich sogar für etwas schattige Standorte. Ansonsten wird sie genau wie die Monatserdbeere gepflegt. Bei der Walderdbeere bleiben die Früchte allerdings sehr viel kleiner als bei den gezüchteten Erdbeersorten. Sie breitet sich im Garten jedoch durch ihre Ausläufer in der Fläche aus und kann daher sehr gut als Bodendecker unter größeren Gehölzen oder Bäumen genutzt werden. Anders als bei der Monatserdbeere, die über einen längeren Zeitraum Erdbeeren trägt, bilden sich bei der Walderdbeere die Früchte jedoch nur in den Monaten Juni und Juli. Monatserdbeeren und Walderdbeere können zwar zu Marmelade verarbeitet werden, verlieren ihr Aroma aber leicht. Für die Weiterverarbeitung sind die gewöhnlichen Kultursorten der Erdbeeren daher besser geeignet.