Wege im Gemüsegarten – Holz, Rindenmulch oder Beton?

Gerade Wege im Beet anlegenWelcher Wegebelag für den Gemüsegarten gewählt wird, hängt vom Gesamtkonzept des Gartens ab. Für naturhafte Gärten und den Bauerngarten sind Holz oder Rindenmulch ideal als Material für die Wege, weil sie sich natürlich einfügen. Aber auch für moderne Gärten ist Holz in Form von Holzdecks rund um Hochbeete gut geeignet. Unter praktischen Aspekten spricht viel für Beton als Wegebelag, ist er nicht nur überaus pflegeleicht, sondern auch gut befahrbar.

Neben ästhetischen Aspekten ist die

Größe des Gemüsegartens mit entscheidend dafür, welche Art von Weg in Frage kommt. Größere Gärten müssen wenigstens über einen breiteren Weg verfügen, um mit der Schubkarre befahrbar zu sein. Der Hauptweg sollte deshalb eine Mindestbreite von 60 Zentimetern haben. Aber auch bei kleinen Gemüsegärtchen müssen die einzelnen Wege breit genug sein, um bequem in den Beeten arbeiten zu können. Schmaler als 30, besser 40 Zentimeter sollten die einzelnen Wege nicht sein.

Holz im Gemüsegarten

Die einfachste Variante, die Beete im Gemüsegarten voneinander zu trennen, ist das Verlegen von einzelnen Brettern als Wege. Diese Variante empfiehlt sich besonders für sehr kleine Gärten, wo die Wege sehr schmal sein müssen, um nicht kostbare Beetfläche zu verschwenden. Allerdings werden einfache Bretter bei Nässe sehr rutschig. Ebenso schmal, aber sicherer sind einfache Lattenroste, die aus schmalen Profillatten leicht selbst gebaut werden können. Im Baumarkt können die Latten bereits auf das benötigte Maß geschnitten werden, sodass sie an Ort und Stelle nur noch zusammengeschraubt werden müssen. Die Lattenroste trocknen schneller ab und sind auch bei Nässe sicherer begehbar. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass unter dem Holz kein Schneckenquartier entsteht.

Beliebt: RindenmulchRindenmulch als
flexibler Wegebelag


Kleine oder naturhafte Gärten unterliegen meist nicht der Vierfelderwirtschaft, sondern hier setzt der Gärtner auf Mischkultur. Je nach benötigtem Platz fallen die Beete mal größer, mal kleiner aus. Für Gärten, in denen die Beete jedes Jahr anders gestaltet werden, bietet sich Rindenmulch als flexibler und günstiger Wegebelag an. Er kann einfach entfernt und wieder aufgebracht werden. Auch optisch passt das Material hervorragend in Naturgärten. Sollen die Wege länger in der gewählten Form bestehen bleiben, darf der Rindenmulch nicht zu fein ausgewählt werden, damit er nicht zu schnell verrottet.

Um aufkommendes Unkraut zuverlässig zu unterdrücken, sollte die Schicht mindestens 10 Zentimeter betragen und alle 3 Jahre aufgefüllt werden. Durch den ständigen Gebrauch von Rindenmulch kann der Boden leicht versäuern. Regelmäßige Bodenproben bei wechselnden Beetflächen sind deshalb unerlässlich, um den Pflanzen bestmögliche Wachstumsbedingungen bieten zu können.

Beton: langlebig und pflegeleicht

Bei der dauerhaften Anlage von Gemüsebeeten wird gern Beton gewählt, weil dieser viele Vorteile bietet:
  • Er ist langlebig und pflegeleicht.
  • Wege aus Beton lassen sich mit der Schubkarre gut befahren.
  • Das Material ist auch bei Nässe rutschfest.
  • Die Platten und Zwischenräume lassen sich leicht säubern.
Allerdings machen Wege aus Beton optisch nicht viel her. Überhängende Pflanzen wie Thymian oder Frauenmantel lassen die harten Konturen weicher erscheinen. Mit den Jahren setzen Betonplatten Patina an, wodurch sie sich natürlicher in den Garten einfügen. Eine schöne Alternative sind Gießformen in

Pflasteroptik, mit denen auch Betonwege einen naturhaften Charakter bekommen.

BeetabgrenzungAlternative Weglösungen für den Gemüsegarten

Neben den genannten Varianten stehen dem Gärtner noch weitere Möglichkeiten für die Gestaltung der Wege zur Verfügung. Vieles ist auch eine Kostenfrage und welche Materialien in der Umgebung vorherrschend sind. Denkbar sind Beläge aus Ziegelsteinen, Pflastern oder Kies. Am kostengünstigsten, aber sehr pflegeaufwändig sind Rasenwege. Sie müssen regelmäßig gemäht und die Kanten abgestochen werden, damit der Rasen nicht in die Beete wächst.

Beetbegrenzungen – ja oder nein?

Ob Beetbegrenzungen sinnvoll und notwendig sind, hängt von dem Material ab, welches für den Weg gewählt wird. Beetbegrenzungen sind überall dort angebracht, wo lose Wegbeläge wie Rindenmulch oder Kies gewählt werden, um eine klare Trennung von Weg und Beet herzustellen. Fehlt die Begrenzung, wandert das Wegematerial in die Beete, was ja möglichst vermieden werden soll. Holzbegrenzungen passen optisch am besten zu Wegen aus Rindenmulch, Kieswege finden durch Begrenzungen aus Steinen einen ansprechenden Abschluss.