Durchwurfsieb selber bauen - Anleitung

Kompost- oder Durchwurfsieb in einfacher Fertigung
Ein Durchwurfsieb ist ein sinnvolles Instrument, um die groben Partikel, wie Obstkerne aus dem eigenen Kompost zu entfernen. Der Kompost liefert eine gute Erde, denn er ist mit allen wichtigen Nährstoffen angereichert. Das Durchwurfsieb kann in einigen Schritten selbst gebaut werden. Hierfür werden neben den Materialien, die in jedem Baumarkt zu finden sind, auch einige Werkzeuge benötigt.

Material

Um ein Durchwurfsieb zu bauen, wird ein Siebgewebe benötigt. Hierzu kann ein verzinktes Stahlgitter verwendet werden. Optimal ist eine

Größe von 2000 x 1000 cm. Die Weite der Maschen hängt vom individuellen Verwendungszweck der Erde ab. Tipp: Eine Maschenweite von 1,5 cm sorgt für eine gute Partikelgröße. Kleinere Maschen neigen leicht zu Verstopfungen. Das Gitter kann in einen vorhandenen Trägerrahmen eingebaut werden. Hierzu muss es an die Maße des Rahmens angepasst werden. Wer keinen Rahmen zur Verfügung hat, der kann sich selbst ein Gestell zusammenschweißen. Diese Materialien werden für den Träger benötigt:
  • 2 Winkeleisen mit den Maßen 2000 x 20 x 5
  • 2 Winkeleisen mit den Maßen 1000 x 20 x 5
  • 2 T-Einsen mit den Maßen 1000 x 20 x 5.
Alternativ reichen aber auch Kanthölzer in den Maßen des Stahlgitters aus. Um diese miteinander zu verbinden, werden Schrauben und Haken benötigt. Das Durchwurfsieb dieser Größe eignet sich optimal, um die Erde mit einer Schubkarre aufzufangen. Das Auffangen ist aber auch mit einer Folie möglich. Idealerweise werden an dem Sieb Standbeine angebracht, damit es frei stehen kann. Hierzu werden zwei Kanthölzer mit einer Größe von 1,80 m bis 2,00 m und zwei Scharniere zur Befestigung benötigt.

Zuschnitt und Zusammenbau

Alle vier Winkeleisen werden auf eine Gehrung geschnitten. Das bedeutet, dass die Kanten jeweils in einem 45° Winkel abgesägt werden. Dadurch können die Teile so aneinander montiert werden, dass zwischen zwei Winkeleisen ein 90° Winkel herrscht. Falls für den Trägerrahmen Kanthölzer genutzt werden, können diese ebenfalls auf Gehrung geschnitten werden. Nachdem die Winkeleisen zugeschnitten wurden, können sie zu einem Rechteck zusammengeschweißt werden. Tipp: Im ersten Schritt sollten die Winkeleisen punktuell zusammengeschweißt werden. Nachdem die Winkel auf ihre korrekten Maße überprüft wurden, können sie komplett verschweißt werden.

Zum Überprüfen der Winkel kann ein Winkelmesser zu Hilfe gezogen werden. Dieser wird in die Ecken des Rahmens eingelegt. Wenn keine Lücken zwischen Rahmen und Winkelmesser zu sehen sind, dann haben die Eckwinkel ein Maß von 90°. Auch die Messung der Diagonalen zeigt, ob die Kanten ordentlich zugeschnitten wurden. Wer ein Trägergestell aus Kanthölzern nutzen möchte, der kann die Hölzer miteinander verschrauben. Auch hier werden die Einzelteile zuerst so aneinandergelegt, sodass sich ein korrekter rechter Winkel bildet. Anschließend wird mit einem Bleistift eine Markierung festgelegt, an welche die Schraube gesetzt werden soll. Die Markierung sollte so aufgezeichnet werden, dass die Schraube durch die Längsseite eines Kantholzes hindurchgeht und dieses mit der abgeschnittenen Kante des zweiten Kantholzes verbindet. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Schraube möglichst mittig gesetzt wird.

Einbau des Stahlgitters

Das Stahlgitter wird nun ebenfalls punktuell an den Rahmen festgeschweißt. Dadurch können Korrekturen vorgenommen werden, wenn das Gitter nicht korrekt angebracht wurde. Anschließend kann es auf der gesamten Auflagefläche festgeschweißt werden. Wurde ein Trägergestell aus Kanthölzern verwendet, dann kann das Stahlgitter mit Hilfe von Haken auf der gesamten

Fläche befestigt werden. Der Nachteil an dem Durchwurfsieb aus Kanthölzern ist der, dass das Material gegen Verwitterung und äußere Umwelteinflüsse geschützt werden muss. Dazu sollten die Kanthölzer großzügig mit einem Holzlack eingestrichen werden. Dieses zieht tief in die Maserung und schützt das Holz so vor eindringender Feuchtigkeit. Der Lack muss regelmäßig erneuert werden. Ansonsten
kann das Material aufquellen, sodass es nach einiger Zeit splittert und bricht.

Stabilität

Das Durchwurfsieb mit dem Stahlträger ist bereits stabiler, als ein Sieb mit Kanthölzern. Mit den T-Eisen, die als Querverbindungen angebracht werden, bekommt das Sieb zusätzliche Stabilität. Dadurch ist es auch bei großen Mengen Erde noch standhaft. Wenn die T-Hölzer bereits die Maße der breiten Seite des Rahmens haben, können diese mittig angelegt und an den beiden Enden mit dem Rahmen zusammengeschweißt werden. Sind die Eisen länger, müssen sie auf die richtige Länge zugeschnitten werden. Um das Sieb aus Kanthölzern stabiler zu machen, eignet sich ein zweiter Holzrahmen. Dieser muss die gleichen Maße, wie der erste Rahmen besitzen. Mit Hilfe von Bohrungen wird der zweite Rahmen mit dem Trägergestell verbunden. Das dazwischenliegende Gitter wird damit straff gehalten und der gesamte Rahmen ist stabiler. Damit das Sieb aufgestellt werden kann, müssen noch die zwei Kanthölzer montiert werden. Die Scharniere werden an den oberen Ecken des Trägerrahmens befestigt und anschließend an die Kanthölzer geschraubt. Damit kann das Sieb platzsparend verstaut werden.

Häufig gestellte Fragen
  • Für welche Erde ist das Durchwurfsieb geeignet? - Das Sieb mit einer Maschengröße von 1,5 cm eignet sich für den Kompost, dem kein Sand oder Kies zugesetzt wurde. Diese Partikel haben eine kleinere Korngröße und würden durch das Sieb hindurch fallen. Um solche Partikel aus der Erde herauszusieben, sollte eine kleinere Maschengröße verwendet werden. Dadurch besteht allerdings die Gefahr, dass das Sieb schnell verstopft.
  • Kann ich auch Metallhölzer als Standbeine nutzen? - Ja, das ist auch möglich. Hier ist die Befestigung allerdings etwas aufwendiger, denn es wird ein Stahlbohrer benötigt, damit die Scharniere an den Einzelteilen befestigt werden können. Dadurch steigen auch die Materialkosten.
  • Womit kann ich die Stahlteile zuschneiden? - Mit einer Motorsäge werden die besten Ergebnisse erzielt. Das Material kann aber auch mit einer Flex, oder einem Wasserstahlschneider zugeschnitten werden. Solche Instrumente können in vielen Baumärkten ausgeliehen werden.
  • Wie bekomme ich eine perfekte Gehrung? - Eine Gehrung kann anhand von Markierungen geschnitten werden. Um einen genauen Winkel zu schneiden, wird eine Gehrungslade verwendet. Typischerweise können damit 45°-Winkel geschnitten werden, die zu einem 90° Winkel zusammengesetzt werden. Alternativ gibt es aber auch manuell einstellbare Gehrungsladen. Hier kann der Winkel, der geschnitten werden soll, selbst eingestellt werden.
Wissenswertes zu Durchwurfwurfsieben in Kürze

Ein Durchwurfsieb ist zur Kompostbereitung im Garten notwendig. Kompost lässt sich aus Gartenabfällen einfach selber herstellen. Um jedoch einen guten und gleichmäßigen Kompost zu erhalten, Gartenabfälle verrotten ziemlich ungleichmäßig, ist es zwingend notwendig, wenn man ihn durch ein Durchwurfsieb wirft.

Eigenschaften
Das ideale Durchwurfsieb ist aus rostfreiem Material. Am besten aus einem verzinkten Metall, damit weder feuchte Witterungsverhältnisse, noch feuchte Komposterde dem Durchwurfsieb auf die Dauer etwas anhaben können. Der Einsatzbereich des Durchwurfsieb ist jedoch nicht nur auf den Gartenbereich begrenzt. Auch auf Baustellen findet das Durchwurfsieb seinen Einsatzbereich.

Das ideale Durchwurfsieb besteht aus einem Gitter, das in einem Metallrahmen gefasst ist und im Idealfall ist es mittels einer Stütze verstellbar. Die günstigste bzw. idealste Maschenweite liegt bei einem Gitter von 40/15 Millimeter. Die Siebfläche sollte mindestens aus Streckmetall gefertigt sein und in eine stabile Winkeleinfassung, die komplett feuerverzinkt produziert wurde, eingefasst sein.
  • Eine empfehlenswerte Größe für ein Durchwurfsieb ist eine Länge von 100 auf 60 cm in der Breite.
  • Allerdings benötigt ein größerer Garten, in dem ein größeres Kompostsilo oder mehrere Kompostsilos aufgestellt sind, auch ein größeres Durchwurfsieb.
  • Durchwurfsiebe sind mit den genannten Eigenschaften kostet im Handel um die 25 Euro.
Fazit
Ein Durchwurfsieb muss nicht zwingend lediglich zur Kompostbereitung verwendet werden, um dafür zu sorgen, dass der im Garten zum Einsatz kommende selbst hergestellte Humus eine gleichmäßige und feine Beschaffenheit hat. Auch wenn man während des Gartenjahrs im Garten werkelt, so kann es durchaus öfter vorkommen, dass ein Durchwurfsieb zum Einsatz kommen kann. Insbesondere im Frühjahr, wenn Beete angelegt werden und die Saat ins Freiland kommt. Verwendet man das Durchwurfsieb dazu, dass man die Erde der Beete mit diesem siebt, so erhält man feinste Beeterde. Kann in einem Arbeitsgang die Beeterde mit Humus mischen und gleichzeitig wird die Erde mit Sauerstoff angereichert.