Gartenabfälle richtig häckseln - welcher Häcksler?

Heckenschnitt häckselnLohnt sich die Anschaffung eines Häckslers? In einem größeren Garten auf jeden Fall, denn dort fällt fast das ganze Jahr über Schnittgut an. Baum- und Strauchschnitt im Frühjahr, Heckenschnitt im Sommer und dann vor allem im Herbst, wenn nochmals Sträucher geschnitten werden. Aber auch grobe Gartenabfälle, die beim Beeteabräumen anfallen. Beim Kauf eines Häckslers sollte man sich nach der Größe des Gartens und der Menge an Gehölzabfällen richten.

Praktische Holzhäcksel für den Garten

Holzhäcksel sind im Garten immer willkommen, da sie

die unterschiedlichste Verwendung finden. Ideal sind die Häcksel zum Mulchen unter Büschen, Gehölzen und Bäumen. In naturnahen Gärten eignen sie sich als Belag für Wege und an den Beeträndern kann ein Wall aus Holzhäcksel als Schneckenbarriere dienen. Vor allem wird das Gehäckselte aber zum Kompostieren verwendet. Zwischen den einzelnen Schichten aus Küchen- und Gartenabfällen eingefüllt, verhindert das Häckselgut ein Verdichten des Kompostes. Es kommt genügend Luft an die Abfälle und diese verrotten schneller. Besonders wichtig ist dies, wenn man Rasenschnitt kompostiert. Dieser wird 1:1 oder 1:2 gut mit den Holzhäcksel vermischt. Was kann alles gehäckselt werden?
  • Zweige und Äste von Sträuchern und Bäumen
  • Heckenschnitt
  • Dicke Stängel von Stauden
  • Dicke Strünke von Gemüse, etwa Kohl
Lange Äste sollten vor dem Häckseln etwas gekürzt werden, damit man sie bequemer in den Häcksler schieben kann.

Für jeden Bedarf den richtigen Häcksler

Häcksler werden in den Geschäften auch unter der Bezeichnung Schredder angeboten. Doch welcher ist der Richtige? Das Angebot reicht vom kleinen, preiswerten Modell bis zum leistungsstarken Großhäcksler. Wer einen großen Garten mit vielen Sträuchern und Bäumen hat, für den ist ein großes, leistungsstarkes Gerät ideal, das auch dickere Äste schafft. Auf jeden Fall sollte beim Kauf mehr auf Qualität und Leistung, als auf den Preis geschaut werden. Eine Beratung im Fachhandel oder Testergebnisse können hier hilfreich sein.

Baumschnitt häckselnWelcher Häcksler eignet sich am besten?

Häcksler gibt es mit verschiedenen Antrieben und Häckselsystemen. Benzin- und Dieselmotoren sind relativ laut. Doch wer viel und dickes Geäst häckseln muss, sollte ein Gerät mit leistungsstarkem Viertaktmotor wählen. Geräte mit Elektroantrieb haben den Nachteil, dass sie an
Starkstrom angeschlossen werden müssen und dieser ist nicht überall verfügbar. Beim Häckselsystem sind ebenfalls unterschiedliche Modelle erhältlich.
  • Messerhäcksler, verarbeiten das Häckselgut schnell, die Geräte sind jedoch ziemlich laut
  • Walzenhäcksler, arbeiten langsamer, aber leiser
  • Walzen-Häcksler mit Turbinenschneidwerk, arbeiten schnell und leise
Der Messerhäcksler arbeitet schnell. Er hat eine rotierende Scheibe mit Klingen, die das Häckselmaterial zerhacken. Die Zweige und Äste werden sauber und flach abgeschnitten. Dadurch eignen sich die Häcksel besonders gut zum Mulchen und als Wegbelag. Nachteile: Die Geräte sind ziemlich laut. Die Messer müssen oft nachgeschliffen werden, lassen sich jedoch leicht herausnehmen. Auch verstopfen Messerhäcksler ab und zu. Da man aber gut an das Schneidwerk kommt, ist die Verstopfung schnell zu beheben. Es gibt leistungsstarke Messerhäcksler mit Doppelschneidwerk. Bei diesen sind die Messer beidseitig geschliffen und können gedreht werden, wenn eine Seite stumpf ist.

Leiser arbeiten Walzenhäcksler. Bei diesen werden Zweige und Äste zu groben Stücken zerquetscht, die sich dann gut zum Kompostieren eignen. Das Schnittgut wird bei Walzenhäcksler selbsttätig eingezogen.

Einige Modelle verfügen über eine Reverse-Funktion, die im Falle einer Verstopfung die Walze rückwärts laufen lässt. Nachteil: Beim Nachschleifen der Walze - ist jedoch selten - muss der Häcksler auseinandergenommen werden. Walzen-Häcksler mit Turbinenschneidwerk arbeiten schnell und leise. Sie haben eine bequeme Arbeitshöhe und sind sehr leistungsstark. Verschiedene Häckslermodelle verfügen über einen integrierten Fangkorb und schalten sich automatisch ab, sobald dieser herausgezogen wird.

Häcksler-Typen im Detail

Grundsätzlich sind zwei verschiedene Häcksler - Typen im Fachhandel erhältlich: Walzen- und Messerhäcksler. Die Hersteller bieten eine Vielzahl verschiedener Modelle in allen Preiskategorien an. Jeder Häcksler hat seine Vor- und Nachteile, die jeder für sich persönlich abwägen muss. In erster Linie spielt es eine große Rolle, zu welchem Zweck das entstehende Häckselgut anschließend verwendet werden soll. Grundsätzlich steht das Häckselgut entweder zum Mulchen oder zum Kompostieren zur Verfügung.  

Messerhäcksler sind besonders gut geeignet, um besonders feines Häckselgut zu bekommen, welches zur Bodenabdeckung verwendet werden kann. Beim Vorgang des Häckselns wird das Häckselmaterial kontinuierlich nachgeschoben. Meist ist dieser Häckseltyp günstiger als der Walzenhäcksler. Letzterer zerkleinert das Gut mit einer Schneid-Quetsch Technik. Da es nur gequetscht und grob zerfasert wird, ist es besonders zur Kompostierung geeignet.

Ein Vorteil des Walzenhäckslers ist die Geräuschstärke, denn er arbeitet im Vergleich sehr leise. Allerdings arbeitet er mit einer nur geringen Geschwindigkeit und einem hohen Drehmoment. Das Häckselgut selbst wird vom Häcksler automatisch eingezogen.

Doch auch auf die Sicherheit ist bei der Auswahl des Häckslers und bei dem Häckselvorgang ein besonderes Augenmerk zu richten. Der Häcksler selbst sollte ein Prüfzeichen aufweisen.  Grundsätzlich sollte man bei der Arbeit mit dem Häcksler Handschuhe, eine Schutzbrille und gegebenenfalls einen Hörschutz tragen. Die Sicherheitshinweise des Herstellers sollten unbedingt beachtet und eingehalten werden.