Maden im Kompost - Madenfreier Komposthaufen

kompost4 flKompost ist ein ausgezeichnetes Düngemittel für den Garten und zudem noch kostenlos. Außerdem ist ein Komposthaufen eine ideale Möglichkeit, Pflanzenreste aus dem Garten sowie Küchenabfälle zu entsorgen.

Maden machen einen Komposthaufen jedoch äußerst abstoßend und verbreiten einen unangenehmen Geruch. Sie finden sich vor allem in den Sommermonaten im Kompost, denn dann sind die Bedingungen für diese Tiere optimal. Besonders in dieser Zeit sollten daher einige Regeln beachtet werden, um den Komposthaufen madenfrei zu halten.

Die Entstehung von Maden

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Maden finden sich immer nur dort, wo Fliegen eine Möglichkeit zur Eiablage finden. Diese legen ihre Eier mit Vorliebe in Küchenabfälle aus Fleisch, Wurst und Fisch. Aus diesen Eiern schlüpfen schon nach einem Tag die Larven und fressen die verfaulenden Speisereste. Nach wenigen Tagen verpuppen sie sich und legen als ausgewachsene Fliegen wiederum ihre Eier in die Abfälle, sodass sich äußerst schnell eine große Population entwickeln kann.

Aus diesem Grund sollten Essensreste von Fleisch- und Fischmahlzeiten nicht auf dem Kompost entsorgt werden, hierdurch wird aber auch gleichzeitig verhindert, dass der Geruch der Abfälle Ratten anlockt.

Feuchtigkeit verhindern

In
regnerischen Zeiten wird der Komposthaufen sehr nass. Hierdurch kann sich die Anzahl der Maden noch weiter erhöhen, denn die Maden benötigen zu ihrer Entwicklung ausreichend Feuchtigkeit. Umgekehrt sorgt daher ein trockener Komposthaufen für eine Reduzierung des Bestands. Mit einer Abdeckung kann der Komposthaufen vor starkem Regen geschützt werden, alternativ können aber auch Materialien in den Komposthaufen gemischt werden, die diese Feuchtigkeit aufnehmen. Hierfür eignen sich:
  • Zeitungspapier,
  • die Verpackungskartons von Eiern,
  • Sägemehl
  • oder im Handel erhältliches Bentonit oder Urgesteinsmehl.
Auch trockenes Laub oder Schnittgut kann diesen Zweck erfüllen, wenn es zwischen die feuchten Schichten eingefüllt wird.

kompost5 flEinen Komposthaufen richtig nutzen

Auf einen Komposthaufen gehört das gesamte Schnittgut aus dem Garten. Größere Äste sollten jedoch zerschnitten oder gehäckselt werden, damit der Prozess der Kompostierung nicht zu lange dauert. Nicht auf den Kompost gehören alle Pflanzen, die von Schädlingen oder Pilzen befallen waren, denn von dort aus würden sich wieder in den Garten ausbreiten und die Krankheiten der Pflanzen im nächsten Jahr verschlimmern.

Gras und Laub, das nach dem Schnitt bzw. im Herbst in größeren Mengen anfällt, sollte immer mit anderen Materialien gemischt werden, um eine Zersetzung durch die Kleinstlebewesen zu ermöglichen. Auch alle pflanzlichen Speisereste aus der Küche können auf dem Kompost entsorgt werden, nicht so gut geeignet sind nur die Zitrusfrüchte mit ihrem hohen Säuregehalt sowie Suppen und Soßen, die wiederum den Feuchtigkeitsgehalt des Komposts erhöhen würden.

Vögeln schmecken die Maden

Vögel fressen Maden und versorgen ihre Jungtiere mit ihnen. Daher ist ein vogelfreundlicher Garten, in dem sich Singvögel gern aufhalten und eventuell sogar eine Nistmöglichkeit finden, eine gute Vorsorge gegen Maden auf dem Komposthaufen. Um den Vögeln die Nahrungssuche ein wenig zu erleichtern, kann der Kompost hin und wieder gewendet werden, sodass die Maden obenauf liegen.