Beerensträucher - Pflanzen und Schneiden (Pflege-Schnitt)

strauch-pflanzen2_flIrgendeinen Beerenstrauch hat wahrscheinlich jeder in seinem Garten. Meist sind es eher mehrere. Beerensträucher gibt es in großer Vielzahl.

Ob Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren, Holunder, Jochelbeere, Apfelbeere, Preiselbeere, Maulbeere, Schlehe oder eine andere Art, die Auswahl ist riesig.

Beerensträucher liefern frische Beeren. Diese wiederum sind vitaminreich und gesund. Man kann sie unbesorgt essen, ohne Angst vor Pestiziden haben zu müssen. Die Beeren schmecken direkt vom Strauch, aber auch als Saft oder Marmelade. Beerensträucher benötigen meist nicht viel Platz und machen auch

nicht viel Arbeit. Damit sie jedes Jahr wieder viele Beeren hervorbringen, benötigen sie einen ordentlichen Schnitt. Dieser ist recht einfach durchzuführen.

Pflanzen

Für Beerensträucher ist der richtige Standort ausschlaggebend. Am besten wachsen sie auf tiefgründigen und humosen Böden. Da sie keine Staunässe mögen, sollte man sie mit Bedacht pflanzen. Bei schweren und lehmigen Böden neigen Beerengehölze zum schnelleren Vergreisen. Um das zu verhindern, sollte man diesem Gartenboden reichlich Kompost untermischen. Kompost-Zugaben sind auch für die gesunde Haltung der Beerensträucher wichtig. Sie unterstützen das Wachstum und die Gesundheit.  Um der Bildung von Mehltau vorzubeugen, sollten die Pflanzflächen mit Rindenhumus gemulcht werden. Das ist vor allem bei älteren, nicht resistenten Sorten nötig.

beeren-obst-collage-hg-flSchon im Sommer wird entschieden, wie viele Blüten im kommenden Jahr erscheinen. Deshalb ist es
wichtig, den Strauch ausreichend mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Lange Trockenzeiten verzögern die Blüteninduktion. Gedüngt werden die Beerensträucher zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst. Man rechnet mit etwa 50 Gramm Volldünger pro Quadratmeter. Aber auch Kompost, verrotteter Mist, Hornspäne oder Brennnesseljauche sind gut für Beerensträucher, alles natürliche Beigaben.

Schneiden

Wichtig ist, dass genügend Sonne, Licht und Luft an den Strauch kommen. Ein Schnitt dient auch zur Vorbeugung gegen Krankheiten. Bei Beerensträuchern unterscheidet man Frühjahrsblüher und Sommerblüher. Diese beiden werden zu unterschiedlichen Zeiten geschnitten. Frühjahrsblüher stutzt man nach der Blüte, Sommerblüher dagegen davor, etwa im März. Die unterschiedlichen Beerensorten werden natürlich je nach Art unterschiedlich geschnitten.

Beerensträucher sind vergleichsweise leicht zu schneiden, ganz im Gegensatz zu Obstgehölzen. Beerensträucher bilden meist von unten immer wieder neue Triebe. Damit die Sträucher gut Beeren tragen, müssen alte Triebe in Bodennähe herausgeschnitten werden. Johannis- und Stachelbeeren schneidet man beispielsweise ab dem vierten Jahr. Dann wird ausgedünnt. Am Boden liegende Triebe werden herausgeschnitten, ebenso wie schwache einjährige Triebe. Die ersten vierjährigen Triebe können ebenfalls entfernt werden, wenn schon starke jüngere vorhanden sind. Die „alten“ Triebe erkennt man ihrer dunkleren Rinde.

schnitt_flBei den Himbeeren unterscheidet man Sommerhimbeeren und herbsttragende Himbeeren. Letztere werden nach der Ernte zurückgeschnitten. Man entfernt alle diesjährigen Fruchtruten direkt am Boden. Die Halbsträucher treiben aus dem Boden wieder neu aus. Bei den Sommerhimbeeren schneidet man nach der Ernte die abgetragenen braunen Ruten ab. Man lichtet aber auch die Jungruten aus. Die verbleibenden Ruten benötigen Platz für Seitentriebe und Blütentriebe. Im März kann man zusätzlich die Spitzen der Jungruten auf Spalierhöhe einkürzen. So bekommt man größere Früchte.

Auch bei Brombeeren werden die einjährigen Triebe nach der

Ernte abgeschnitten. Auch Geiztriebe müssen entfernt werden. Sie verbrauchen Kraft, tragen kaum Früchte und nehmen den anderen Ästen Licht weg. Außerdem stören sie bei der Ernte.

Genaue Anleitungen zum Schnitt der vielen Beerensträucher findet man in Gartenratgebern im Buchhandel und im Internet.