Honigbeere - Pflanzen, Pflege & Vermehren

gartenpflege-collage-hg-flAn sich ist die Honigbeere überaus pflegeleicht, noch dazu winterhart - und sie überzeugt durch einen aufrechten, jedoch vergleichsweise langsamen Wuchs. Sie kann bis zu einem Meter fünfzig hoch und breit werden und ist in der Tat ein echtes "Schmuckstück" im heimischen Garten. Allerdings sind die Blüten eher klein, verströmen in der Blütezeit jedoch einen höchst feinen und sehr angenehmen Duft.

Ein Geschmack, der es in sich hat

Wer Blaubeeren liebt, wird die Honigbeere sicherlich zu schätzen wissen, denn Fakt ist,

dass man ihren Geschmack ohne Weiteres gut miteinander vergleichen kann: frisch, fruchtig und - das darf man mit Fug und Recht behaupten - durchaus auch ein wenig "holzig". Im Übrigen ist es sowohl der hohe Vitamingehalt (vor allem die Vitamine B und C sind zu einem hohen Anteil enthalten), als auch der beachtliche Pektin- und Carotingehalt, die die Honigbeere an sich so beliebt und zugleich so bedeutsam machen.

Pflegeleicht, aber regelmäßige Wasserversorgung ist Pflicht

Wie jede andere Pflanze auch benötigt der Honigbeerstrauch regelmäßig Wasser und relativ viel Sonne. Idealerweise sollten bei der Standortauswahl schattige Pläätze vermieden werden, wobei es jedoch erfahrungsgemäß durchaus auch - zumindest zeitweise . ein wenig Halbschatten sein darf. Wird das Gewächs der prallen Sonne ausgesetzt, besteht Verbrennungsgefahr für das Blattwerk. Eine besondere Vorsicht ist demzufolge also in jedem Fall geboten. Gleichwohl ist der Focus auf die Beschaffenheit des Erdreichs zu legen. Dieses sollte idealerweise besonders locker, zum Teil lehmhaltig und vor allem sehr humusreich sein. So wären die idealen Lebensbedingungen für einen reichen Früchtewuchs geschaffen.

Zusätzliche Nährstoffe - ja, aber mit Bedacht

Wenn es darum geht, den Strauch anzupflanzen, sind grundsätzlich keine stringenten Vorgaben zu beachten. Wichtig ist nur, dass der Boden, wie erwähnt locker ist und dass genügend Wasser hinzugegeben wird. Naturdünger oder speziellen Dünger für Beerenobstpflanzen in die Pflanzmulde zu geben, bietet sich in dem Zusammenhang ebenfalls an, um eine wohldosierte Grundlage für effizienten Wuchs zu schaffen, Kunstdünger und andere chemische "Keulen" sind in dieser Hinsicht allerdings tabu - denn wer möchte schon gerne Honigbeeren verspeisen, die mit künstlichen Zusätzen versehen sind? 

Wer mag, kann die Honigbeere im Frühjahr schneiden, um sie so in Form zu bringen. Auf der einen Seite genügt es schon, abgestorbene Äste und Triebe sowie braune Blüten und Blattwerk zu entfernen, andererseits schadet es mit Blick auf einen satten Wuchs nicht, die Pflanze nach der Blüte leicht zu stutzen. Dies sorgt für noch verzweigtere Triebe, mehr Blüten und somit einen noch reicheren Früchteertrag. Apropos: Erfahrungsgemäß bietet es sich an, die Honigbeere zusammen mit Maiglöckchen anzupflanzen, um sich später, im Sommer, an einer besseren Ernte zu erfreuen. Denn das Maiglöckchen sondert einen speziellen Stoff ab, welcher ins Wurzelwerk des Honigbeerstrauches gelangt und ihn somit langfristig zu einem
intensiveren Wuchs anregt.
Die Honigbeere ist in unteschiedlichen Variationen im gut sortierten Fachhandel zu finden:
  • Morena
  • Maistar
  • Lonicera
  • Fialka
  • Amur
  • Mailon oder auch
  • Schwarze Honigbeere
Es ist durchaus möglich, die Pflanze sowohl im Beet zu ziehen, als auch als Topf- oder Kübelpflanze zu nutzen. Allerdings sollte diesbezüglich berücksichtigt werden, dass bei Kübelpflanzen andere Trink- und Luftverhältnisse vorherrschen. Sicherlich - das Gewächs gilt als überaus pflegeleicht, jedoch

müssen entsprechende Pflanzen, die im Wintergarten, auf der Terrasse oder gar auf der Fensterbank im Wohnzimmer platziert werden, regelmäßig mit Wasser und natürlichen (!) Zusatznährstoffen versorgt werden. Denn anders, als "normale" Gartenerde verliert die Kübelerde mit der Zeit an wertvollen Nährstoffen. Und so wäre es nicht weiter verwunderlich, wenn die Blätter mit der Zeit blassgrün oder gar braun werden und auch der Früchteertrag mit der Zeit zu wünschen übriglässt. Wenn es also darum geht, eine reiche Ernte vom Honigbeergewächs zu erhalten, ohne allzu viel Zeit und Pflege investieren zu müssen, bietet es sich eher an, die Pflanze im Beet anzusiedeln.

Mit Blick auf die gewünschte Vermehrung der Pflanzen kann einfach ein Steckling gezogen und zunächst in einem Blumentopf angepflanzt werden.
 
Steckbrief
  • Art/Familie: Strauch.
  • Pflegeaufwand: Gering. Pflegeleicht
  • Blütezeit: April bis Mai mit eher unscheinbaren, länglichen, grünlich weiß-gelben kleinen hängenden Trichterblüten
  • Ernte: Je nach Sorte Mai bis Juli der langen blauen honigsüßen Beeren, die geschmacklich an Blaubeeren erinnern. Hohe Erträge meist erst nach mehreren Standjahren
  • Belaubung: Eiförmige, nach vorne leicht zugespitzte Blätter in hellem grün
  • Wuchs: Kompakter aufrechter Wuchs. Langsam wachsend
  • Inhaltsstoffe: Carotin, Hoher Pektingehalt, Vitamin B und C
  • Höhe: 100 bis 150cm und ebenso breit
  • Standort: Sonnig bis halbschattig, wobei der Halbschatten bevorzugt wird. In der prallen Sonne  können Blätter verbrennen. Locker, humoser, gerne auch lehmiger Boden
  • Pflanzzeit: Solange Boden nicht gefroren ist
  • Schnitt: Nicht notwendig, aber schnittverträglich
  • Partner: Mit Maiglöckchen unterpflanzen, steigert den Ertrag
  • Pflege: Boden sollte nicht austrocknen. Beerenobstdünger im Frühjahr
  • Überwinterung: Winterhart
  • Krankheiten/Probleme: Problemlos
  • Besonderheiten: Wird auch Maibeere, Doppelbeere oder Honey blue genannt
Sorten (Auswahl)
  • `Amur: Genußreife Juni bis Anfang Juli. Zur besseren Befruchtung mit `Maistar zusammensetzen
  • `Fialka: Große 3-4cm lange himmelblaue Früchte. Ertragreich mit ca. 1,8kg pro Strauch. Genußreife Juni bis Anfang Juli. Zur besseren Befruchtung mit `Morena  zusammensetzen
  • `Lonicera: 1-2cm lange Früchte in dunkelblau im Mai
  • `Maistar: Genußreife Juni bis Anfang Juli. Zur besseren Befruchtung mit `Amur zusammensetzen
  • `Mailon: Genußreife Juni bis Anfang Juli
  • `Morena: Große 3-4cm lange leuchten blaue Früchte. Ertragreich mit ca. 2kg pro Strauch. Genußreife Mai bis Mitte Juni. Zur besseren Befruchtung mit `Fialka zusammensetzen
Honigbeerflecken entfernen

Flecken können gut mit Zitronensäure entfernt werden

Verwendung

Küche - Neben dem Frischverzehr sind sie wegen des hohen Pektingehaltes sehr gut zur Herstellung von Konfitüre, Marmelade und Fruchtsaft geeignet

Einfrieren: Maibeeren (gilt für alle Beeren) nebeneinander auf ein Blech, einen Teller oder eine Schale legen und in das Eisfach stellen. Nur anfrieren lassen und danach in einen Tiefkühlbeutel oder eine gefriertaugliche Schale legen. So kleben sie gefroren weniger aneinander so dass man sie einzeln entnehmen kann und sie weniger Druckstellen bekommen.