Feigen richtig trocknen

feigen2 flFeigen zu trocknen ist die älteste Methode, diese leckeren Früchte haltbar zu machen. Getrocknete Feigen enthalten etwa sechsmal so viel Energie wie frische Feigen. Allerdings sind auch die Nährstoffe konzentriert, was Feigen zu einer guten Kaliumquelle macht. Vitamin C ist dagegen in getrockneten Feigen kaum noch enthalten.

Inzwischen gibt es Feigenbäume, die auch in unseren Breiten gedeihen. Sie benötigen einen geschützten Standort und am besten Weinbauklima. Dann kann man auch bei uns Feigen ernten. Feigen für das Trocknen erntet man vollreif. Der Wassergehalt der Früchte am Baum

sollte bereits um 30 bis 50 Prozent gesunken sein. Das ist ein Problem. Wenn man die Feigen so lange hängen lässt, fallen die Wespen darüber her. Am besten trocknet man die Feigen in der Sonne, aber auch da benötigen sie Schutz vor Insekten. Außerdem ist in unseren Breiten
kein Verlass auf die Sonne. Besser ist es also, die Feigen im Ofen oder im Dörrautomaten zu trocknen.

Frische Feigen werden nur gewaschen, gut abgetrocknet und im ganzen getrocknet. Die Temperatur zum Trocknen sollte nicht höher als 60 bis 70 °C betragen. Die Trockenzeiten sind ähnlich. Es dauert viele Stunden. Im Automaten werden die Feigen ringsherum eingeschlichtet. Für den Ofen legt man sie auf einen mit Backpapier ausgelegten Rost, so kann die Luft gut zirkulieren. Die Ofentür muss leicht offen stehen bleiben, damit die feuchte Luft entweichen kann. Am besten steckt man einen Holzlöffel in die Ofentür. Ab und zu kann man nachsehen, ob die Feigen schon trocken sind, aber es dauert wirklich Stunden. Im Heißluftofen können mehrere Roste oder Bleche gleichzeitig getrocknet werden.

Tipp: Die im Handel erhältlichen Rollen entstehen, wenn man getrocknete Feigen unter heißem Wasserdampf presst.

Wichtig ist die richtige Aufbewahrung der getrockneten Feigen. Sie müssen kühl und trocken lagern und nicht zu viele zu dicht neben- und übereinander. Am besten verpackt man sie luftdicht. Auch sind sie nicht wirklich lange haltbar.