Akazie - Akazienbaum: Pflanzen & Pflege

Akazie - Akazienbaum: Pflanzen & Pflege Über 1500 Akazienarten gibt es weltweit, etwa 1000 Arten sind es allein in Australien. Es verwundert also kaum, dass die Akazie dort als Nationalpflanze gilt. Akazien gelten als relativ anspruchslos, sie sind einfach zu kultivieren und werden zumeist als Zierpflanzen auf Veranden, Terrassen und Balkonen angebaut.

Steckbrief der Akazie
  • Botanischer Name: Acacia
  • Ursprüngliche Herkunft: Australien, Afrika
  • Blütezeit: von Sommer bis Herbst
  • Blütenfarbe: Gelb
  • Wuchsform: als Strauch oder Kleinbaum
  • Wuchshöhe: etwa 5 bis 8 Meter
  • Bevorzugter Standort: Sonne bis Halbschatten
Akazien richtig pflanzen

Die optimale Pflanzsaison für Akazien richtet sich nach der Art

der Pflanze. Von Ende Oktober bis März sollten wurzelnackte Pflanzen gesetzt werden, Topfpflanzen können hingegen das gesamte Jahr hindurch gepflanzt werden. Idealerweise sollten im Topf gehaltene Arten aber von September bis Mai eingepflanzt werden. Akazien in Ballenform werden von Oktober bis April in den Boden gebracht.

Relativ anspruchslos sind die Pflanzen bei der Beschaffenheit des Bodens. Wenn die Erde allerdings eher undurchlässig ist, sollte durch die Beigabe von Sand und Kies eine bessere Entwässerung möglich gemacht werden. Die Zugabe von etwas Dung, Gartenerde und Dünger sorgt für ein fruchtbareres Erdreich. Sinnvoll kann die Anreicherung von Dünger nur in der unteren Hälfte des Pflanzloches sein, so geraten die Wurzeln der Akazie nicht in direkten Kontakt mit dem Dünger. Wurzelverbrennungen kann man so vorbeugen. Unabhängig von der Akazienart sollte die Pflanzgrube immer mindestens zwei- bis dreimal so groß wie die Wurzeln oder der Ballen sein. So können sich die Wurzeln ausbreiten und rascher wachsen.

Akazien vermehrt man mittels Stecklingen. Dafür wird ein sauberes und scharfes Messer benutzt, das einen glatten Schnitt ermöglicht. So schlagen die Stecklinge besser Wurzeln. Die Schnittstelle sollte mit Bewurzelungshormon benetzt und dann in feuchten Sand gesteckt werden. Der beste Standort für die Stecklinge ist im Halbschatten. Um ein feuchtes und warmes Klima zu erreichen, stülpt man ihnen eine Plastiktüte über. Wenn die ersten Triebe zu sehen sind, kann man die Stecklinge in einem Topf umpflanzen. Der Topf sollte allerdings in der ersten Zeit nur im Schatten stehen.

/>Akazien pflegen

Besonders viel Pflege bedürfen Akazien nicht, dennoch sollte man für möglichst gute Bedingungen sorgen, damit sie sich von ihrer schönsten Seite zeigen können. Besonders beim Thema Bewässerung kann man sehr viel falsch machen: Die Wurzeln dürfen nicht austrocknen, Staunässe verträgt die Pflanze aber wiederum auch nur schlecht. Auch im Winter muss die Akazie regelmäßig gewässert werden. Zeigen sich im Frühjahr erste kleine Blütenknospen, benötigt die Pflanze von diesem Zeitpunkt an täglich ein bisschen lauwarmes Wasser. Im Frühjahr und Sommer sollte die Akazie aller 14 Tage mit dem Gießwasser gedüngt werden. Dafür ist ein kalkarmer Dünger auf organischer Basis am besten geeignet.

Wenn die Pflanze im Wachstum ist, kann sie regelmäßig beschnitten werden. Umso häufiger das geschieht, desto dichter wird ihr Wuchs. Ein radikaler Rückschnitt ist vor dem Einwintern nötig, so treibt die Akazie im nächsten Jahr wieder richtig schön aus. Wenn die Akazie an einem dunklen Standort überwintern soll, dürfen die Temperaturen nicht über 5° Celsius steigen. Steht sie an einem hellen Platz, sollte die Temperatur etwa 15° Celsius betragen.

Im Sommer fühlt sich die Akazie rundherum wohl, da sie warme Temperaturen

liebt. Lässt die Akazie allerdings Blätter fallen, so deutet dies darauf hin, dass ihr der Standort zu warm oder zu trocken ist. Eingetrocknete Blütenknospen liegen zumeist an einer zu niedrigen Luftfeuchte. Tierische Schädlinge sind vor allem Woll- und Schildläuse, die durch weiße Wollflöckchen oder braune Stellen an den Trieben zu erkennen sind. In diesem Fall sollten die Schädlinge einzeln mit einer Pinzette entfernt werden.

Wissenswertes

Die rund 1200 Arten der Gattung Acacia, Akazie bezaubern vor allem durch ihre kleinen Blüten, die mit den langen gelben Staubblättern flauschige Kugeln bilden. Diese zeigen sich ihrerseits wiederum häufig in langen kätzchenförmigen Blütenständen. Einige Arten besitzen blattspreitenartig abgeflachte Blattstiele ohne Blattfiedern, so genannte Phyllodien, bei anderen sind die Blätter fein gefiedert.

Beliebte Arten

Acacia armata auch Känguruhdorn genannt, ein dorniger Strauch, der 300cm hoch und 180cm breit wird, hat dunkelgrüne Phyllodien und blüht im Frühjahr.
Acacia dealbata, auch unter dem Namen Mimose, bekannt, ist ein baumähnlicher Strauch, der bis zu 700cm hoch und 150cm breit wird und fein gefiederte, graugrüne Blätter besitzt. Die 15- 23cm langen, hängenden Blütenstände erscheinen von Spätwinter bis Frühling.

Vermehrung

Durch Samen oder Stecklinge aus halbverholzten Seitentrieben.
Schädlinge und Krankheiten: Wurzelschmierläuse können zum Welken der Blätter führen.