Eibe (Taxus) - Eibenbaum: Pflege & Schneiden

Eiben-BaumDer immergrüne Eibenbaum ist sowohl als Einzelpflanze als auch in Hecken ein beliebtes Formgehölz. An seine Pflege stellt der Taxus vergleichsweise wenige Ansprüche.

Kurzsteckbrief Pflege & Schneiden:
  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Boden: idealerweise lehm- und kalkhaltiger Erdboden
  • Bewässerung: feucht halten; keine Staunässe
  • Formschnitt: jährlich; Zeit um Johannistag besonders geeignet
  • Leichtes Auslichten: jährlich; idealerweise kurz vor Austriebsbeginn
  • Starkes Verjüngen: v.a. bei kahlem Baum
Standort

Als Nadelgehölz, das sich in europäischen Wäldern vor allem im Unterwuchs findet, bevorzugt die Eibe halbschattig bis schattig gelegene Standorte. Weniger wohl fühlt sich der Taxus ...


auf Flächen, auf denen er starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Zu beachten ist allerdings, dass sehr tiefer Schatten in der Regel das Baumwachstum verlangsamt.
In Gärten und Parks ist der Taxus vergleichsweise vielseitig zu positionieren - so gedeiht der Eibenbaum uneingeschränkt in Einzelstellung, ist aber ebenso gut auch für eine Integration in Hecken geeignet.

Obwohl es sich bei der Eibe um einen Tiefwurzler handelt, bildet das Nadelgehölz auch im umgebenden Oberboden vergleichsweise dichte Feinwurzeln. Aus diesem Grund ist davon abzuraten, Eiben in unmittelbarer Nähe von konkurrenzschwachen Hölzern zu setzen. Der Taxus selbst ist dagegen wenig empfindlich gegenüber Wurzelkonkurrenz.

Bodenbeschaffenheit

Die Eibe stellt keine großen Ansprüche an ihren Boden. Wichtig ist allerdings, dass der Boden durchlässig und nicht staunass ist. Ein idealer Untergrund zur Pflanzung von Eiben enthält Anteile von Lehm und ist kalkhaltig. Steht einem Eibenbaum allerdings nur sandiger Gartenboden mit leicht saurem pH-Wert zur Verfügung, so schränkt dies das gesunde Gedeihen des Baumes in der Regel nicht ein - bei einer entsprechend sandigen Untergrundbeschaffenheit empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen Anreicherungen mithilfe von Kompost vorzunehmen. Eine solche Maßnahme versorgt leichten Gartenboden nicht nur mit von der Eibe benötigten Nährstoffen, sondern trägt auch dazu bei, dass der pH-Wert des Untergrundes nicht weiter abnimmt. Sehr saure Moorböden sind für die Platzierung von Eibenbäumen gänzlich ungeeignet.

Bewässerung & Düngen

Bei Vermeidung auftretender Staunässe empfiehlt es sich, den Boden eines Eibenbaumes durch regelmäßiges Bewässern/Gießen feucht zu halten.
In der Regel ist es nicht notwendig, den Eibenwuchs durch speziellen Dünger zu unterstützen. Allerdings dienen dem Taxus frühjährliche Kompostgaben als willkommene zusätzliche Nahrungsquelle.

Schneiden

Der Taxus ist ein sehr schnittverträgliches Nadelgehölz. Zwar zeigt der Baum einen eher langsamen Wuchs - ein erneutes robustes Ausschlagen ist aber meist auch nach starkem Rückschnitt garantiert. Beschriebene Vorzüge zählen zu den Gründen ...


für die Beliebtheit des Eibenbaumes als Formgehölz. Da das Holz der Eibe allerdings recht hart ist, kann dies ein Schneiden erschweren. Aufgrund des langsamen Wachstums des Eibenbaumes reicht es meist aus, einen gewünschten Formschnitt jährlich aufzufrischen. Einen geeigneten Zeitraum zur Durchführung eines solchen Schnittes stellen die Tage um den Johannistag (24.06.) dar.

Auch bei Eibenbäumen, die nicht als Formgehölz dienen, kann ein gelegentliches Schneiden notwendig werden - dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Nadelgehölz kahl oder nach einiger Zeit zu groß für den ihm zur Verfügung stehenden Raum ist. Zwar kann ein Rückschnitt an der Eibe grundsätzlich bis in das alte Holz erfolgen - ein sehr starkes Rückschneiden zieht allerdings eine vergleichsweise lange Wiederaufbauphase des Baumes nach sich. Ist ein Taxus also nicht stark vernachlässigt und bedarf daher auch keiner starken Verjüngung, empfiehlt sich meist ein jährliches leichtes Einkürzen bzw. Auslichten von Trieben. Obwohl Verjüngen und Auslichten prinzipiell während des ganzen Jahres möglich sind, eignet sich hierfür besonders die Zeit vor Beginn des Austriebes (Frühjahr).

Nicht zuletzt können auch sehr kalte Winter mit wenig Schnee spezielle Schneidemaßnahmen erfordern, denn die Wintersonne führt hier gelegentlich zum Austrocknen einzelner Triebe. Werden Letztere im Frühjahr aus dem Baum geschnitten, kommt es meist zu einer raschen Erholung des Nadelgehölzes.

Wissenswertes  zum Eibenbaum

Die Eibe gehört zu den Bäumen/Sträucher, die gerne in den heimischen Gärten Verwendung finden. Als Solitärpflanze, oder gerne auch in Hecken. Die Eibe gehört zu den Nadelgehölzen und auch zu den Giftpflanzen. Einzig ihr Samenmantel ist nicht giftig, dieser schmeckt sogar sehr lecker, etwas süß und eignet sich sogar zum Einkochen als Marmelade. Die Nadel und andere Teile des Baumes sind jedoch sehr giftig. Diese Tatsache sollte man nicht außer Acht lassen, sofern man Kinder hat. In Deutschland steht die Europäische Eibe auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten. Sie ist vom Aussterben bedroht. Die Eibe gehört auch zu den Baumarten, die sehr alt werden können. Sie wachsen langsam, und erreichen ein Alter nicht selten über 1000 Jahre. Da es nur ein geringer Bestand besteht, hat man in der Nähe von Klostern eher die Chance, ein älteres, ausgewachsenes Exemplar zu finden.

Die Nutzung von Eibe ist besonders bekannt im Bereich der Sportartikel. Langbögen und Armbrüste werden gerne aus Eibenholz hergestellt, da das Holz eine besonders gute Elastizität aufweisen kann. Da die Eibe früher gerne abgeholzt wurde, eben, damit man daraus Waffen und Waffenteile herstellen kann, trug dies viel dazu bei, dass die Europäische Eibe Heute unter strengem Naturschutz steht. Die Eibe ist in der Pflanzenheilkunde ein wahrer Schatz. Aus ihr wird das Krebsmittel Paclitaxel hergestellt.

Natürlich wurden einige Arten gezüchtet, die man überwiegend in den Gärten als Heckenpflanze, oder als Solitärpflanze findet. Die Säuleneibe ist überwiegend in Parks und auf Friedhöfen zu finden. An Höhe erreicht die Säuleneibe zwischen 5 (in Deutschland) und etwa 15 (auf den britischen Inseln) Meter.



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