Flammenbaum - Pflege, Schneiden und Überwintern

Flammenbaum - Pflege, Schneiden und Überwintern Der Flammenbaum, der auch Flamboyant genannt wird, ist ein Vertreter aus der Gattung der Johannisbrotgewächse und kommt ursprünglich aus Madagaskar. Er kommt allerdings auch in der Karibik vor. Er ist den Tropen und Subtropen eine beliebte Zier- und Gartenpflanze.

Wer den Flammenbaum in unseren Breiten halten möchte, kann ihn am besten in einem beheizten Wintergarten stellen, da er keinerlei Frosttemperaturen verträgt. Temperaturen unter 5 Grad Celsius können dem Flammenbaum bereits schwer schaden. Es ist aber auch möglich, ihn in den Sommermonaten auf dem Balkon

oder Terrasse zu halten. Jedoch sollten hier auch die Temperaturen in der Nacht nicht zu sehr abfallen. Der Flammenbaum bezaubert durch seine feuerroten Blüten.

Flammenbaum - Aussehen

Der Flammenbaum ist in den tropischen Regionen ein sommergrüner Baum. Seine Zweige sind wechselständig und haben Federblätter. Seine Blüten bestehen aus 5 spachtelförmigen Blütenblättern, die ein intensives Flammenrot zeigen. Die Borke ist meist sehr glatt und hat eine bräunlich-graue Farbe. Die Baumkrone ist weitausgefächert und meist halbkugelförmig. Das Besondere am Flammenbaum ist seine einmalige Blütenpracht. Sie erscheint in den Sommermonaten, wobei sich die Blüte auch nach dem Standort richtet. Sie kann im Mai/Juni, aber auch erst im Juli/August erscheinen. Der Anblick der vielen kleinen Blütenstände ist einfach prachtvoll und spektakulär. Trotzdem gilt der Flammenbaum nach wie vor als exotischer Baumvertreter, da seine Haltung in diesem Klima nicht so einfach ist.

Standort für Flammenbäume

Der Standort ist für einen Flammenbaum sehr wichtig, da dieser Tropenvertreter verschiedene Ansprüche an seine Umgebung stellt. Zum einen braucht er einen hellen Standort, wobei jedoch eine direkte Sonneneinstrahlung die Blütenpracht schnell verblühen lässt. Die gefiederten Blätter eignen sich dagegen selber als Schattenspender. Bei der Wahl des Standortes sollte auch bedacht werden, dass ein Flammenbaum zwischen 3 und 10 Metern Höhe erreichen kann. Darum sollte das Höhenwachstum bei einer Haltung im Wintergarten rechtzeitig beschränkt werden.

Der Flammenbaum kann in den Sommermonaten auch auf einem Balkon oder einer Terrasse stehen, wobei die Haltung im Kübel selbstverständlich das Wachstum des Flammenbaumes stark begrenzt. Eine Haltung auf der Terrasse empfiehlt sich, solange die nächtliche Temperatur nicht unter 10 Grad Celsius sinkt. Der Flammenbaum reagiert wie alle Tropenvertreter sehr empfindlich auf plötzliche Temperaturstürze.

Anzucht des Flammenbaums

Wer sich als Hobbygärtner einen Flammenbaum aus Samen aufziehen möchte, kann dies gerne machen:

  1. Die Samen des Flammenbaums sind länglich und haben eine harte Schale, darum sollte der Samen für mindestens 12 Stunden in handwarmen Wasser vorquellen.
  2. Anschließend wird er in eine Tiefe von einem halben Zentimeter in Anzuchterde gesetzt und mit etwas Erde bedeckt.
  3. Der Samen keimt nach rund 14 Tagen, wenn die Raumtemperatur konstant zwischen 20 und 25 Grad Celsius liegt.
  4. Das Substrat muss unbedingt hochwertige Anzuchterde oder Kokosfaser sein ...
  5. ... wobei
    diese während der gesamten Keimdauer leicht feucht zu halten ist. Jedoch darf keine Nässe entstehen, was dem Keimling schadet.

  6. Um die gleichbleibende Temperatur zu gewährleisten, kann das Keimgefäß mit Glas oder durchsichtiger Folie abgedeckt werden.
  7. Allerdings muss der Hobbygärtner mindestens jeden zweiten Tag lüften und entstandenes Kondenswasser sollte entfernt werden.
  8. In den ersten 6 Wochen verträgt der Keimling keine direkte Sonneneinstrahlung.
  9. Nach zwei Monaten können die Keimlinge pikiert

    und in andere Pflanztöpfe umgesetzt werden. Die Wurzeln dürfen dabei nicht beschädigt werden.
  10. Dabei ist der Flammenbaum-Setzling auch regelmäßig auf Schädlinge oder Krankheitsbefall zu überprüfen, die das Wachstum ebenfalls nachhaltig beeinträchtigen können.

Pflege des Flammenbaums


Die junge Pflanze sollte in durchlässiger und nährstoffreicher Erde stehen. Um den Höhenwuchs zu beschränken und den Flammenbaum auf einen dichten Wuchs zu trimmen, sollte Flammenbaum sehr früh gestutzt und geschnitten werden. In der Wachstumsphase empfiehlt sich eine reichliche Wässerung. Förderlich ist auch eine regelmäßige Düngergabe in den Monaten zwischen Mai und Oktober in einem 3-Wochen-Rhythmus. Steht der Flammenbaum in einem Kübel auf der Terrasse sollte, er im Windschatten stehen. Die Blüte des Flammenbaums setzt allerdings erst nach einigen Jahren ein. Eine Düngung des Flammenbaums ist eigentlich nicht nötig, da er ja nicht seine volle Wuchshöhe erreichen soll. Jedoch kann während der Blühphase eine Düngergabe die Dauer der Blüte eventuell verlängern.

Flammenbaum überwintern

Der Flammenbaum ist sehr anfällig für Frost und verliert im Herbst ebenfalls seine Blätter. Steht er an einem dunklen Standort, treibt er seine Blätter im nächsten Jahr erst wieder im späten Frühling aus. Der Winterstandort sollte mindestens eine Temperatur von 10 bis 20 Grad Celsius haben. Wenn der Flammenbaum regelmäßig warm steht und genügend Licht hat, treibt er auch nach kurzer Zeit wieder neue Blätter aus. Wer als Hobbygärtner die Möglichkeit hat, den Flammenbaum einigermaßen warm und hell während der Winterruhe zu stellen, hat im nächsten Jahr mehr von seinem Flammenbaum. Ein zu dunkler Winterruheplatz führt zu einem späten Einsetzen der Blätter- und Blütenbildung.

Pflegetipps
  • der Flammenbaum braucht einen hellen, eher sonnigen Standort
  • er muss in nährstoffreicher Erde stehen
  • die Blüte setzt zwischen Juni und August ein
  • das Wachstum muss durch Schnitt oder Stutzen beschränkt werden

  • der Flammenbaum kann bei ungehindertem Wachstum mehr als 10 Meter Höhe erreichen
  • während der Winterruhe sollte er nicht zu dunkel stehen
  • Wasserbedarf sollte regelmäßig kontrollieren werden
  • verliert im Herbst sein Laub
Wissenswertes zum Flammenbaum in Kürze
  • Der Flammenbaum ist ein Exot unter den Zierbäumen und wird so ziemlich überall in den Tropen als angepflanzt. Er wächst dort in Gärten und Parks, wird aber auch gern als Alleebaum gesehen.
  • Er erreicht eine stattliche Größe von bis zu 17 Metern, was einer Allee ja schon ein gutes Bild verleiht.

  • Darüber hinaus besitzt der Flammenbaum doppelt gefiederte Blätter, die wechselständig angeordnet sind und unwahrscheinlich elegant aussehen.
  • Sehr kontrastreich zu diesen Blättern zeigen sich die leuchtendroten Blütenstände. Unzählige Blüten stehen in großen Trauben zusammen und ziehen alle Blicke auf sich.

  • Nicht minder spektakulär sind die riesigen Früchte des Flammenbaumes. Es handelt sich hierbei um bis zu 50 Zentimeter lange Hülsen, die zudem sehr dick sind und viele längliche, gefleckte Samen enthalten.
  • Übrigens: Der prachtvolle Flammenbaum kann aus einem Samen gezogen werden.

  • Der Flammenbaum ist extrem frostanfällig und kann nicht in den Garten gepflanzt werden. Er sollte als Kübelpflanze entweder auf einer geschützten Terrasse oder in einem größeren Wintergarten stehen.