Forsythie pflanzen - Pflege & Blütezeit

Forsythie pflanzen - Pflege & Blütezeit ForsythieMit ihren leuchtend gelben Blüten zählt die Forsythie zu den beliebtesten Frühlingsboten. Der auch als Goldflieder oder Goldglöckchen bekannte sommergrüne Zierstrauch wird zur Familie der Ölbaumgewächse gezählt und stammt ursprünglich aus Südosteuropa und Asien. Dank seiner Anspruchslosigkeit in Sachen Boden und Pflege ist er aber heute nicht mehr aus unseren Gärten wegzudenken.

Standort und Pflege

Die Forsythie ist ein echter Allrounder und gedeiht an fast allen Standorten. Weder die Lichtverhältnisse noch die Bodenbeschaffenheit wirken sich

in nennenswerter Weise auf ihr Wachstum aus. Nur sehr kalkhaltige Böden und zu große Trockenheit verträgt sie nicht so gut. Deshalb kann in den Sommermonaten ein gelegentliches Wässern angebracht sein. An besonders sonnigen Standorten ist es sinnvoll im Frühling zu mulchen, da dies einen gewissen Schutz vor zu starkem Austrocknen bietet.

ForsythienstrauchEine besondere Düngung oder Pflege ist aber nicht notwendig, da Krankheiten oder Schädlingsbefall praktisch unbekannt sind. Das macht die Forsythie zu einer idealen Anfängerpflanze macht. Positiv zu vermerken ist auch, dass sie sich mit allen anderen Gartenpflanzen hervorragend verträgt, so dass es keine Einschränkungen gibt, was die Nachbarbepflanzung angeht. Auch als Heckenpflanze eignet sich der bis zu drei Meter hohe Strauch ganz ausgezeichnet. Bewährt hat sich dabei ein Pflanzabstand von etwa einem halben Meter. Sollen Forsythien als Einzelsträucher stehen, ist ein Abstand von mehreren Metern sinnvoll, das sie eine hohe Wuchsdichte haben und eine Breite von bis zu drei Metern erreichen können. Etwas anspruchsvoller ist die weiße Forsythie, eine Hybridform, die aber bislang noch nicht sehr weit verbreitet ist.

Blüte und Schnitt

Je nach Witterung und Temperatur öffnen sich ab März an den Gabelungsstellen der Vorjahreszweige die ersten bis zu vier Zentimeter großen, sonnengelben Blüten der Forsythie. Erst nach der Blüte, die durchaus mehrere Wochen dauern kann, bilden sich die länglichen hellgrünen Blätter. Um auch im nächsten Jahr wieder eine gelbe Blütenpracht genießen zu können, ist es
notwendig, die Forsythie direkt nach der Blüte zurückzuschneiden. Da der Strauch außerordentlich schnellwüchsig ist, kann der Schnitt durchaus sehr beherzt sein. Es gilt dabei zu bedenken, dass nur an den nach der Blüte austreibenden Zweigen im Folgejahr neue Blüten gebildet werden. Belässt man zu viel der bereits vorhandenen Substanz am Strauch, besteht die Gefahr, dass die Forsythie von innen her kahl wird und verholzt. Außerdem werden dann einzelne Zweige oft peitschenartig lang und hängen unschön herab. In einem solchen Fall muss die Forsythie mit Hilfe eines Radikalschnitts bis auf das alte Holz zurückgesetzt werden. Dabei fällt zwar im Folgejahr meist die Blüte aus, aber danach treibt der Strauch wieder einheitlich buschig aus. Besondere Vorsichtsmaßnahmen müssen beim Rückschnitt aber nicht ergriffen werden, so dass auch ein Laie praktisch keine Fehler dabei machen kann.

Vermehrung

Wenn man beispielsweise eine Forsythienhecke anlegen möchte, ist es nicht zwingend notwendig, Jungpflanzen aus einem Gartenbaubetrieb zu erwerben, denn die Vermehrung der Pflanze ist außerordentlich simpel. Zu diesem Zweck werden direkt nach der Blüte junge, bereits halb verholzte Zweige mit einer Länge von 15 bis 20 Zentimetern abgeschnitten. Von deren unterer Hälfte werden dann jeweils die

Blätter abgestreift. Anschließend steckt man die Zweige in Blumentöpfe oder -kästen mit feuchter Pflanzenerde und lässt sie bei regelmäßiger Wässerung bis zum Herbst an einem ruhigen Standort stehen. In warmen, sonnigen Sommern können die Stecklinge auch im Garten direkt in der Erde gezogen werden. Meist haben die Jungsträucher bereits bis zum Herbst genügend Wurzelwerk gebildet, um an den geplanten Standort versetzt zu werden. Die Pflanzung kann aber auch im folgenden Frühjahr durchgeführt werden.

Wissenswertes & Pflege-Tipps

ForsythieDiese Pflanze wird im Volksmund auch Goldfieber oder Goldlöckchen genannt. Sie besticht das Auge des Betrachters durch ihre leuchtend gelben Blüten, von denen unzählige am ganzen Strauch verteilt zu finden sind.

Die Forsythie gehört zu den Ölbaumgewächsen und blüht, je nach Sorte von März bis Mai. Nach der Blütezeit verliert der Strauch keinesfalls seinen Reiz, denn dann werden die Blätter ausgebildet, die oval-länglich sind und in einem satten Grün erscheinen. Bis zu drei Meter hoch wird dieser beliebte Blickfang des Gartens.

Ihren Ursprung hat diese Pflanze in China (damals noch Kaiserreich), wo sie aus der bekannten hoch entwickelten Gartenkunst hervorgegangen ist. Später war sie dann auch in Japan sehr beliebt. Und schließlich gelangte sie auch nach Europa. Das war ungefähr zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Seither wird sie in unseren Breiten gern und oft angepflanzt.

Was man aber unbedingt beachten sollte, ist die Tatsache, dass sämtliche Pflanzenteile gering giftig sind. Es ist nicht unbedingt sehr schlimm, dennoch sollte man gerade Kindern davon erzählen und damit vermeiden, dass sie Teile der Pflanze in den Mund nehmen. Auch Händewaschen nach dem Berühren ist sehr empfehlenswert.