Gewürzrinde - Pflege, Vermehren und Schneiden

GewürzrindeBei der Gewürzrinde handelt es sich um eine sehr schöne Kübelpflanze, deren Blüten leuchtend gelb sind und in den Monaten Mai bis Oktober ihre volle Pracht zeigen. Ihren deutschen Namen hat diese Pflanze ihrem intensiven Duft zu verdanken, welcher eine sehr würzige Note hat.

Die aus Südamerika stammende Pflanze ist auch unter dem Namen Cassia floribunda bekannt und gilt allgemein als sehr pflegeleicht, wobei sie sowohl als kleines Stämmchen oder auch als Busch erhältlich ist. Für eine vollendete Blütenpracht

sind einige wichtige Punkte im Bereich der Pflege und des Standortes zu beachten.

Optimaler Standort für die Gewürzrinde

Für die Gewürzrinde wird gerne ein Standort auf dem Balkon oder auf der Terrasse gewählt, wo sie ab Ende Mai und die folgenden Sommermonate ihre volle Pracht zeigen kann. Damit die Blüten dieser Pflanze zahlreich entstehen können, sollte der Standort von ihr folgende Merkmale aufweisen:
  • volle Sonne
  • warm
  • windgeschützt.
Auch ein Wintergarten kommt in den warmen Monaten als Standort in Frage, insofern hier ebenfalls das Sonnenlicht einfallen kann. Wenn dieser auch über die Wintermonate wohl temperiert ist, dann kann die Gewürzrinde hier auch ganzjährig blühen. Allerdings erhöht sich dann die Gefahr für einen Befall mit Blattläusen - es sollte also vermehrt danach Ausschau gehalten werden, damit direkt Gegenmaßnahmen ergriffen werden können.

Pflege der Gewürzrinde

Bereits beim Eintopfen der Cassia ist unbedingt darauf zu achten, dass hierfür gehaltvolle Kübepflanzenerde verwendet wird. Danach sollte sie vor allem in den Monaten April bis Anfang September mindestens einmal wöchentlich mit einem guten Flüssigdünger versehen werden, da sie sich hierdurch sehr schön entwickelt. Ein zu geringes Verwenden von Dünger wird von der Gewürzrinde häufig durch eine fehlende Ausbildung der Blüten angezeigt, welche dann auch nicht richtig blühen möchten.

GewürzrindeDaneben kommt dem Gießen in den wärmeren Monaten eine besondere Bedeutung zu, da diese sehr viel Wasser zum Wachstum benötigt und auch die üppigen Blätter den Wasserbedarf erhöhen. Der Ballen der Gewürzrinde sollte auf keinen Fall austrocknen, andernfalls würde sie ihr Laub und damit auch viel von ihrer Ästhetik verlieren. An sehr heißen Tagen ist es daher empfehlenswert, wenn man die Gewürzrinde morgens sowie auch abends gießt - verzichten sollte man allerdings auf ein Gießen unter praller Sonne, da es sonst durch die Verdunstung des Wassers zu unschönen Verbrennungen an der Gewürzrinde kommen könnte.

Gerade bei jüngeren Pflanzen sollte man diese in einem Abstand von 1 bis 2 Jahren umtopfen und dabei auch die komplette Erde austauschen. Bei älteren Pflanzen ist der Austausch der Erde nach 3 Jahren völlig ausreichend.

Gewürzrinde schneiden

Diese Pflanze wächst schnell sehr hoch, weshalb diese jedes Jahr im Frühjahr um gut ein Drittel eingekürzt werden sollte. Für eine schöne Verzweigung der Ranken kann man zudem die Triebe regelmäßig stutzen - dafür kann man am besten nach Gefühl vorgehen und nur dort die Triebe nur dort stutzen, wo optisch
keine Einbußen entstehen.

Gewürzrinde im Winter

Die Cassia ist nicht frosthart, weshalb sie auf keinen Fall den Winter im Freien verbringen sollte. Temperaturen unter 5°C verträgt

sie überhaupt nicht, weshalb sie bei entsprechenden Wetterlagen rechtzeitig in ein helles Winterquartier gestellt werden sollte. Bei Temperaturen um 5 bis 10°C wird die Gefahr von Blattläusen weitestgehend minimiert, weshalb viele Gartenfreunde auf die Gewürzrinde als Dauerblüher lieber verzichten. Da die Gewürzrinde im Winter einen Großteil ihres Laubes verliert, benötigt sie zu dieser Zeit deutlich weniger Wasser als in den warmen Sommermonaten. Der genaue Wasserverbrauch ist abhängig von der Helligkeit des Winterquartiers, da sie in dunkleren Standorten mehr Laub verliert und damit auch ihren Wasserverbrauch weiter senkt. Es sollte beim Wässern vor allem darauf geachtet werden, dass die Erde nicht völlig austrocknet.

Vermehrung der Gewürzrinde

Die Cassia lässt sich durch die eigenen Samen oder auch halbreife Stecklinge vermehren. Die Samen können ganzjährig im Fachhandel bezogen werden oder man wartet den Herbst ab und zieht neue Gewürzrinden aus den Samen der eigenen Pflanze. Bei den Stecklingen ist es wichtig, dass die Bodentemperatur mindestens 15°C beträgt und die Erde von diesen nicht zu feucht ist. Für einen guten Wuchs sollten die Stecklinge zudem mehrfach entspitzt werden.

Krankheiten bei der Gewürzrinde

Man kann die Gewürzrinde nicht als sehr anfällig für Krankheiten bezeichnen, dennoch tritt von Zeit zu Zeit auch bei dieser Pflanzenart ein Befall mit Schädlingen oder Krankheiten auf. Besonders häufig kommt bei der Cassia vor:
  • ein Befall mit Blattläusen
  • ein Befall mit weißen Fliegen
  • Grauschimmel
Senna corymbosaAllgemein kann man leider behaupten (und auch erfahren), dass die Gewürzrinde nicht nur bei den Menschen sehr beliebt ist. Alle saugenden Insekten finden Gefallen an dieser Pflanze. Neemschrot, Neemöl und andere ölhaltige Produkte können hier eine große Hilfe sein, vor allem bei einem frühen Erkennen des Befalls. Bei Blattläusen hilft es dann in den meisten Fällen bereits völlig aus, wenn man diese mit einem Wasserstrahl von der Pflanze entfernt. Hier kann man bei der Gewürzrinde folgendermaßen vorgehen:
  • Topf mit einer Tüte umschließen
  • Tüte am Stamm zubinden
  • Pflanze kurz unter der Dusche bewässern
Wenn das Abspritzen nicht ausreichend ist, dann kann die Gewürzrinde auch mit einer Seifenlauge behandelt werden. Hierzu verwendet man am besten Kernseife, da diese kein Parfüm enthält und so auch der Cassia nicht schadet. Pro Liter Wasser wird ein Esslöffel der Seifenlauge verwendet, welche dann sehr großzügig auf der gesamten Pflanze verteilt wird. Die Seifenlauge kann auch bei einem Befall mit weißen Fliegen eine gute Abhilfe verschaffen.

Beim Grauschimmel hilft es nur, wenn die befallenen Blätter und Blüten entfernt werden, damit sich diese Krankheit nicht weiter verbreitet.

Die Gewürzrinde ist eine sehr pflegeleichte Pflanze, bei der in erster Linie auf genügend Sonne, ausreichend Wasser sowie genug Wärme zu achten ist. Dann erhält man eine sehr schöne Balkon- oder Terrassenpflanze, die einem neben einer goldgelben Blütenpracht auch mit einem würzigen Geruch beehrt.

Wissenswertes zur Gewürzrinde in Kürze
  • Die Gewürzrinde mag es am besten vollsonnig. So kommt sie ab besten zum Blühen. Ihre leuchtend gelben Blüten erscheinen von Mai bis Oktober an der Pflanze.
  • Ideale Kübelpflanze, die jedoch großen Durst hat. Auch gedüngt werden möchte sie regelmäßig, von April bis August wöchentlich, sonst droht Blattabfall.
  • Eine optimale Verzweigung erreicht man, indem man die Triebspitzen regelmäßig schneidet.
  • Noch besser ist es, wenn man die Pflanzen im Frühjahr, bevor sie mit dem Austrieb beginnen um ein Drittel kürzt. Dies fördert auch die Blüte.
  • Die Gewürzrinde ist in unseren Breiten leider nicht winterhart. Deshalb muss sie kühl und hell (1 °C bis 10 °C) überwintert werden.
  • Steht sie im Winter zu warm, wird sie gerne von Blattläusen heimgesucht. Steht sie dunkel, verliert sie die Blätter. Im Winter nur spärlich gießen.
  • Die Vermehrung erfolgt sehr einfach über Samen. Die beste Zeit für die Aussaat ist das Frühjahr. Wenn man sie im Wintergarten überwintert, kann es vorkommen, dass sie bereits im März mit der Blütezeit beginnt.
  • Der Duft, den die Gewürzrinde dabei verströmt ist einzigartig und erinnert einen an einen Gewürzladen. Der Duft ist jedoch nicht so stark, dass man ihn als aufdringlich empfinden würde.
  • Zu groß gewordene Pflanzen können problemlos im Frühjahr in frische Erde umgetopft werden.