Goldulme - Standort, Pflege und Schnitt

GoldulmeDie Goldulme wird als Großstrauch oder kleiner Baum bezeichnet, da sie eine maximale Größe von zehn Metern erreichen kann. Wegen ihres säulen- bis trichterförmigen Wuchses von etwa fünf Metern Breite, beansprucht sie wenig Platz und ist somit ein beliebter Baum in Vorgärten. Durch die auffallend goldgelben Blätter ist sie den gesamten Sommer über ein wunderschöner Blickfang.

Im Vorgarten kann sie als freundlicher Sichtschutz eingesetzt werden, in Hecken lockert sie durch ihre helle Blattfarbe die Optik auf. Die Blätter der Goldulme sind

am Rand leicht gewellt, was eine Eigenart dieses Baumes und kein Krankheitszeichen ist. Ist die Goldulme gut angewachsen, ist sie ein anspruchsloser, winterharter Baum oder Busch, der bei guten Bedingungen drei- bis vierhundert Jahre alt werden kann.

Den idealen Standort für die Goldulme finden

Die Goldulme bevorzugt helle, sonnige Plätze, da die gelben Blätter ihre Farbintensität dem Licht anpassen. Das heißt, je mehr Sonne, umso gelber die Farbe der Blätter. Beim Austrieb sind die Blättchen noch leuchtendgelb. Im Laufe des Sommers können sie, je nach Sonne und Schatteneinfluss grüngelb bis normalgrün werden. Auch wenn Gelbe Blätter bevorzugt werden, sollte man eher einen halbschattigen Standort wählen, da die goldgelben Blätter leicht in der Sonne verbrennen und braun werden. Da die Goldulme wenig Platz beansprucht, ist sie der perfekte Baum für kleine Gärten.

Ansprüche der Goldulme an den Boden

Der Boden sollte für die Goldulme reich an Nährstoffen, tiefgründig, kalkhaltig und feucht sein. Am besten sollte der Boden immer wieder gemulcht oder Kompost eingebracht werden. Auch regelmäßiges Gießen ist in trockenen und regenarmen Zeiten notwendig, da die Goldulme keine Trockenheit mag.

Besonderheiten beim Pflanzen einer Goldulme

Wenn man den idealen Standort für die Goldulme gefunden hat, kann man loslegen. Wie die meisten Bäume wird auch die Goldulme am besten im Herbst gepflanzt, wenn die Blätter verwelken oder schon abgefallen sind, aber noch kein Bodenfrost herrscht. Wenn der Boden nährstoffreich und locker ist, reicht ein Pflanzloch von 40 cm Tiefe und 60 cm Durchmesser, in den der Wurzelballen gut hineinpasst. Sollte der Boden nicht die besten Voraussetzungen haben, empfiehlt es sich das Pflanzloch größer zu graben und mit Humus aufzufüllen. Die nächsten Schritte wären:
  • den Baum ins Pflanzloch setzte
  • Pflanzloch schließen, eventuell mit nährstoffreicher Erde anfüllen
  • zwischendurch immer wieder angießen zur Förderung des Wurzelwachstums
  • leicht am Stamm rütteln, damit die Räume zwischen den Wurzeln mit lockerer Erde gefüllt werden
  • Erde rund um den Stamm verdichten, durch vorsichtiges Festtreten
  • vielleicht etwas Erde anhäufen, da sich der Boden nachträglich noch verdichtet und senkt
  • als Standhilfe einen Pfahl zum Festbinden und verankern des Stammes setzen
  • noch ein letztes Mal kräftig wässern
  • Aufbringen von Rindenmulch, rund um das Pflanzloch, verhindert das Austrocknen der Erde
Schnitt und Pflege einer Goldulme

Eine Goldulme hat einen langsamen Wuchs. Deshalb sollte das Bäumchen nach dem Setzen Ruhe bekommen. Es dauert etwa drei Jahre bis eine frisch gesetzte Goldulme sich akklimatisiert hat und ihr typisches Wachstum
beginnt. In dieser Zeit sollte sie keinesfalls geschnitten werden, da man sie hier nur beim Anwachsen stören würde.

Nach dieser Zeit kann man die Goldulme, wenn nötig, kräftig zurückschneiden. Durch das langsame Wachstum ist das jedoch selten nötig, bestenfalls

wird nur ausgelichtet. Das heißt, es werden dort Triebe entfernt, wo sie sehr dicht stehen. Triebe, welche in die Krone hineinwachsen, sollten dabei als erstes heraus geschnitten werden. Wenn der Baum zu hoch wird, verträgt die Goldulme auch einen kräftigen Rückschnitt. Auf diese Weise kann man sie auf einer Höhe von drei Metern halten, ohne dass sie Schaden nimmt.

Der Schnitt sollte unbedingt zwischen November und März erfolgen, da der Baum in dieser Zeit keine Duftstoffe über die Schnittflächen abgibt. Der Duftstoff lockt den schädlichen Ulmensplintkäfer an, der den Baum stark schädigen kann.

Tipp der Redaktion
Wenn man die Goldulme erst im März, kurz vor dem neuen Austrieb zurückschneidet, ist die Zeit, in der sie geschnitten und unnatürlich aussieht besonders kurz. Ansonsten braucht die Goldulme keine weitere Pflege. Sie ist frostbeständig, sehr dankbar und anspruchslos.
Krankheiten und Schädlinge der Goldulme

Krankheitsbilder der Goldulme
  • Ulmensplintkäfer
  • Gallmilbe
  • Ulmengallblattlaus
  • Wühlmäuse
Durch die Einkreuzung verschiedener Ulmenarten ist die Goldulme zwar mehr als andere Ulmen vom Ulmensterben geschützt, trotzdem kann es auch diesen Baum treffen. Die Ursache ist bei dieser Krankheit der Ulmensplintkäfer. Einen Befall erkennt man, wenn die Blätter schon im Frühling oder Sommer welken, braun werden und abfallen. Der Grund ist, dass in den Fraßgängen des Ulmensplintkäfers sich ein Pilz vermehrt, der Baum schließt daraufhin seine Leitungsbahnen und die Äste sterben ab. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme ist das Absägen der betreffenden Äste. Dies sollte dicht am Stamm und so schnell wie möglich geschehen. Bei Nicht-Handeln stirbt ansonsten der ganze Baum ab. Ist dies vielleicht schon geschehen, sollte er möglichst bald entfernt werden, da es sonst andere Ulmen in der Nähe ansteckt.
  • Ein weiterer Schädling ist die Gallmilbe. Den Befall erkennt man, wenn die Blätter der Goldulme blasenartige Verdickungen aufweisen. Ebenso wie die Ulmengallblattlaus lassen sich Gallmilben mit herkömmlichen Pflanzenschutzmitteln gegen saugende Schädlinge beseitigen.
  • Wühlmäuse hingegen beschädigen den Wurzelstock des Baumes. Die Goldulme stellt ihr Wachstum ein und wird kränklich. Einen Schutz bietet hier ein, schon beim Einpflanzen eingebrachtes feinmaschiges Metallgitter, welches die Wurzeln vor unterirdischen Feinden schützt. Ansonsten bleibt nur der Griff zum Giftköder gegen Wühlmäuse.
Wissenswertes zur Goldulme in Kürze

Die Goldulme ist ein frostharter und anspruchsloser Baum, der durch seine wunderschöne goldgelbe Blattfärbung ein Blickfang in jedem Garten sein kann. Er fällt durch seinen sehr aufrechten Wuchs auf und kann eine Höhe von zehn Metern erreichen.
  • Die Baumkrone ist säulen- bis trichterförmig und wird bis zu fünf Meter breit.
  • Starkes Zurückschneiden nimmt die Goldulme nicht übel.
  • Bei regelmäßigem Düngen und Wässern kann sie ein fester Bestandteil des Gartens über Jahrzehnte hinaus werden.
  • Von Nordspanien bis Südskandinavien kommt die Goldulme fast überall in Europa vor. In Deutschland ist die Goldulme sehr häufig anzutreffen.
  • Sie gedeiht bevorzugt in einem tiefgründigen, nährstoffreichen, kalkhaltigen und feuchten Boden.
  • Der Standort sollte dabei sonnig bis halbschattig sein, da die Blätter leuchtend gelber werden, je mehr Sonnenlicht sie bekommen.
  • Jedoch darf der Standort auch nicht zu sonnig gewählt werden, da das gekrauste, intensiv goldgelbe Laub sonst verbrennen kann.
Des Weiteren ist die Goldulme frosthart und kann von Februar bis März in Form geschnitten werden. Ansonsten ist sie sehr anspruchslos und pflegeleicht. Nach dem Einpflanzen einer jungen Goldulme sollte man ihr lange Zeit geben, bevor mit dem ersten Schnitt begonnen wird. Es dauert rund drei Jahre bis sich die Goldulme richtig eingelebt hat und dann ihrem arttypischen Wachstum nachgeht.