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Der Hartriegel wird auch Hornstrauch genannt und sein wissenschaftlicher Name ist „Cornus“. Er ist eine Gattung aus der Familie der Hartriegelgewächse. Die Gattung Cornus teilt sich in einen Zweig mit roten und einen mit weißen oder dunkelblauen Früchten.
Besonders attraktiv ist der Hartriegel wegen seiner Herbstlaubfärbung und der Triebe. Jedoch verlieren die Triebe an Farbintensität, je älter sie werden, daher sollte der Hartriegel früh genug zurück geschnitten werden.
Die Arten werden in folgende Gruppen eingeteilt: Kornelkirschen, die über rote Früchte, gelbe Blütenblätter und Blütenstände ohne auffällige Hochblätter verfügen. Amerikanische Blütenhartriegel haben rote Früchte und die
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Blütenköpfchen haben auffällige Hochblätter. Beim asiatischen Blütenhartriegel sind alle Früchte eines Blütenkopfes verwachsen und die Hochblätter sind auffällig. Eine weitere Art ist der Stauden-Hartriegel, der ebenfalls rote Früchte und auffällige Hochblätter hat. Der Hartriegel (Kaniopsis) hat offene Blütendolden und weiße oder dunkelblaue runde Früchte. Der Pagoden-Hartriegel hat offene Blütendolden und dunkelblaue runde Früchte. Der Rote Hartriegel, der Weiße Hartriegel, der Schwedische Hartriegel und der Blumen-Hartriegel sind die bekanntesten Arten.
Viele Gartenfreunde erfreuen sich am „Cornus kosua“. Er stammt aus Japan, China und Korea und hat rote Sammelfrüchte, die an Erdbeeren erinnern.
Der Hartriegel wächst in Strauchform und kann bis zu zehn Metern hoch werden, was jedoch eher die Ausnahme ist. Vor allem sind Hartriegel Sträucher und sehr kleine Bäume, eher selten gibt es mehrjährige krautige Pflanzen. Die Blätter sind ungeteilt, ganzrandig und meist gegenständig. Nur wenige Arten sind immergrün. Die Blattadern sind zur Blattspitze hin gebogen, was charakteristisch für den Hartriegel ist. Die Blüten des Hartriegels stehen in Rispen, Dolden oder auch in Köpfchen zusammen.
Bei vielen Arten sind die Blüten recht unscheinbar. Sie sind meist weiß, gelblich oder grünlich und oft mit weißen, gelben oder rosafarbenen Hochblättern umgeben. Der Hartriegel bildet Steinfrüchte, die bei einigen Arten zu einer Sammelfrucht verwachsen sind.
Beheimatet ist der Hartriegel auf der gesamten nördlichen Halbkugel, wobei die meisten Arten in Ostasien verbreitet sind. Jedoch gibt es auch im östlichen Nordamerika eine sehr große Vielfalt. Einige wenige Arten sind in Mittelamerika zu finden, eine Art in Südamerika und eine weitere im tropischen Ostafrika. In Mitteleuropa sind die Arten Konelkirsche und Roter Hartriegel zu finden und in Norddeutschland ist, wenn auch selten, der Schwedische Hartriegel anzutreffen. Einige Arten aus Asien und Nordamerika werden als Ziergehölze angebaut, so ist der weiße Hartriegel stellenweise eingebürgert.
Der Hartriegel wird überwiegend durch Aussaat vermehrt, was im Oktober stattfindet. Der gelbe Hartriegel lässt sich auch im Frühling durch Steckhölzer vermehren. Des Weiteren können Sträucher geteilt oder eine Vermehrung kann durch Absenker herbeigeführt werden. Unter Sprühnebel lassen sich auch Grünstecklinge sehr gut bewurzeln.
Im ersten Jahr wachsen die Stecklinge nur sehr wenig. Werden Sämlinge gepflanzt, sollten diese zwei bis drei Jahre alt sein, so beginnen sie im vierten oder fünften Standjahr mit der Blüte. Die Pflanzung sollte im Allgemeinen im Frühling oder im Herbst erfolgen. Die Anlage sollte vorher durch Bodenlockerung für das Pflanzen vorbereitet werden. Am besten wächst Hartriegel auf humosem, leicht gesäuertem Boden. Im Herbst sollte der Hartriegel mit Kompost gedüngt und etwas Horngrieß hinzugegeben werden. Auf Mineraldünger sollt eher verzichtet werden. Für den Winter bietet es sich an, den Boden mit Rindenmulch abzudecken.
Der Hartriegel bevorzugt Sonne oder leichten Halbschatten. Die natürliche Verbreitung der Samen erfolgt durch Vögel. Es wird vermutet, dass die Entwicklung von größeren Sammelfrüchten mit einer Verbreitung durch Affen zusammen hängt.
Im Prinzip ist Hartriegel ungiftig, jedoch kann er bei Kindern Durchfälle bewirken. Für Meerschweinchen und Hamster soll Hartriegel jedoch sehr giftig sein.
Die Früchte haben einen angenehm säuerlichen Geschmack und werden mit Zucker und Essig eingemacht. Sie können aber auch unreif wie Oliven verzehrt werden. In der Türkei werden aus den Früchten des Hartriegels Gelees und Sirupe hergestellt, in Griechenland werden Liköre aus der Frucht produziert.
Das Holz des Hartriegels ist sehr hart, wodurch sie sich besonders gut für Drechsler- und Schreinerarbeiten und als Werkholz für Messergriffe, Instrumente etc. eignen. In Ziegenhain bei Jena werden die berühmten „Ziegenhainer Stöcke“ hergestellt, wobei es sich um Spazierstöcke aus diesem Holz handelt.
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