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Pflanzen im Garten -
Bäume & Sträucher
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JohannisbrotbaumVom Johannisbrotbaum hat bestimmt schon jeder etwas gehört. Er hat nämlich nicht nur dekorative, sondern auch wirtschaftliche Zwecke. So wird aus den Samen das bekannte Johannisbrotkernmehl hergestellt.
Die Samen sind harte, glänzende Kerne, die in Hülsen stecken. Das gewonnene Mehl kommt in Süßwaren, Puddings, Eis und Soßen zum Einsatz. Auch für diätische Zwecke, bei Durchfallerkrankungen und Fettsucht und ebenso bei Babynahrungsmitteln werden Produkte konsumiert, die dieses Mehl enthalten.
Der Baum selber hat seine Heimat im Mittelmeerraum und in Vorderasien. Er wird bis zu zwanzig Meter hoch und ist in seinen Anforderungen äußerst genügsam. Er kommt gut mit
Hitze und Trockenheit klar, wächst auf kalkhaltigen Böden und toleriert sogar einen hohen Salzgehalt. Er benötigt weder Düngemittel noch viel Wasser. Wenn er es sich aber aussuchen könnte, dann würde einen küstennahen Standort vorziehen.
Der Johannisbrotbaum ist frostempfindlich, was ihn in unseren Breiten auch nicht wachsen lässt. In sonnigen Gegenden dagegen zeigt er sich dankbar mit einer riesigen Krone, die viel Schatten spendet.
Der Baum besitzt kleine gefiederte Blätter, die an der Oberseite glänzend grün sind und an der Unterseite rot-braun leuchten. Die lederartige Oberfläche der Blätter lässt den Johannisbrotbaum seine Wasserreserven sehr lange speichern, sie verhindert ein Verdunsten.
Der Baum trägt Schmetterlingsblüten, die sehr unscheinbar sind und unangenehm riechen. Die Blütezeit reicht von Mai bis in den September hinein.
Aus den Blüten bilden sich Hülsenfrüchte, die erstaunliche dreißig Zentimeter lang werden können. Die Früchte sind nach ungefähr einem Jahr reif, ihr Fruchtfleisch ist anfangs weich und süß, später dann hart und sehr lange haltbar. Im September werden die dunkelroten bis schwarzen Hülsen dann geerntet. Gerade in ländlichen Gegenden werden diese Früchte frisch verzehrt oder auch zu Sirup verarbeitet. Auch Alkohol und Honig entstehen.
Das Fruchtfleisch wird außerdem zu Pulver verarbeitet. Dieses Pulver ähnelt dem geläufigen Kakao und hat einen sehr hohen Zuckergehalt und ist sehr fettarm. Es hält sich in verschlossenen Behältnissen mehrere Jahre hindurch.
Es gibt sehr viele wirtschaftliche Gründe, diesen Baum anzupflanzen und seine Art zu erhalten. Neben den Nahrungs- und Arzneimitteln wird außerdem Holz gewonnen. Da es sehr widerstandsfähig gegen jede Art der Verrottung ist, werden aus dem Holz Zäune, Parkett und Werkzeugstiele gefertigt.
Der Johannisbrotbaum hat außerdem bodenfestigende Eigenschaften im Bereich der Küsten, schattenspendende Eigenschaften, wenn die Sonne brennt und futterspendende Eigenschaften für Tiere aller Art. Es wäre eine Schande, wenn es diesen Baum nicht mehr gäbe.
Aber es gibt auch Orte, die den Johannibrotbaum als Zierpflanze verehren, so stehen in Arizona und Kalifornien viele ihrer Art einfach zur Schmückung der Stadt und zum Schatten werfen.
von Annett Biermann
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