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Judasbaum
Pflanzen im Garten - Bäume & Sträucher

Judasbaum

Judasbaum – welch eigenartiger Name! Aber natürlich hat auch dieser Name einen Ursprung. Der Legende nach soll sich der deutsche Name auf Judas, den Verräter Jesu beziehen. Er soll sich an einem solchen Baum erhängt haben.

Zusätzlich sollen die runden Blätter an die Silberstücke erinnern, die Judas für seinen Verrat bekommen hat. Bibelfeste Menschen werden wissen, wovon die Rede ist. Alle anderen können sich ja bei Interesse weiterführend informieren.

Die Gattung des Judasbaumes umfasst sechs Arten, die in Europa, Vorderasien und Nordamerika, hier speziell bis Neu Mexiko vorkommen.

Der Judasbaum erreicht eine Höhe von bis ...
zu zehn Metern, außerdem bevorzugt er eine Seehöhe unter vierhundert Metern. Was den Boden angeht, so ist der Judasbaum nicht sehr verwöhnt. Er stellt sich mit kalkhaltigen oder steinigen Böden zufrieden. Er wächst in lichten Wäldern und dort, wo man ihn sonst noch haben möchte.

Dieser Baum besitzt Blätter, die strahlend grün sind, in der Sonne glänzen sie sogar ein wenig silbern, was den Bezug zu Judas schon wieder hervorhebt. Sie sind wechselständig angeordnet und haben eine nierenförmige Grundgestalt. Die Blätter können bis zu zwölf Zentimeter lang werden.

Die Früchte des Judasbaumes erinnern an lange Erbsenschoten, sie sind lange Hülsen, die erst zart grün sind und später dann braun werden.

Um zu den Blüten des Baumes überzugehen, ist zunächst eine Definition nötig, nämlich die der Kauliflorie. Unter Kauliflorie versteht man die Stammblütigkeit einer Pflanze. Gerade bei tropischen Pflanzen tritt dieses Merkmal auf, es bedeutet, dass Blüten aus älteren Stammteilen hervortreten. Besonders schön anzusehen ist es dann, wenn der Stamm blüht.

In Europa findet man dafür nur sehr wenige Bäume, aber zu den wenigen gehört der Judasbaum, der sich in vielen Gärten auch hierzulande als Ziergehölz wieder findet.

Die Blüten erscheinen vor dem Laub, sind rosa bis violett und treten gebüschelt an Zweigen, an dicken Ästen und auch, wie gesagt, am Stamm auf. Sie sind schmetterlingsblütenähnlich in kurzen Trauben angeordnet und erfreuen das Herz des Gärtners, besonders, wenn sie dort aufblühen, wo es keiner erwartet, nämlich am Stamm.

Wo auch immer die Bedeutung dieses Baumes liegt oder sein Name herkommt, Fakt ist, dass es sich um eine Besonderheit und zudem um einen wunderschönen Baum handelt, der auch in unseren Gärten dankbar seine Blüten trägt.

von Annett Biermann
 


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