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Kamelien - und ihre Pflege
Pflanzen im Garten - Bäume & Sträucher

Kamelie

Die Kamelie ist ein Teegewächs und eine Pflanze für Kenner, das heißt für Gärtner mit Einfühlungsvermögen und dem Sinn für Besonderes. Die Kamelie ist sehr anspruchsvoll und reagiert äußerst empfindlich auf Veränderungen. Wer sich mit der Kamelie auseinander setzen möchte, der  braucht viel Fachkenntnis und sollte sich genauestens informieren, da es sehr schnell passieren kann, dass die Kamelie eingeht.

Als wintergrünes Teegewächs ist die Kamelie für die Gartenhaltung gut geeignet, die Haltung im Zimmer dagegen ist sehr problematisch.

Beim Anpflanzen im Garten müssen sehr viele Dinge beachtet werden. So muss die Erde mit einem optimalen pH-Wert von 4-5,5 ...
sauer sein, ebenso humos, lehm -und sandhaltig. Auf gar keinen Fall darf die Kamelie in kalkhaltigen Boden gepflanzt werden. Sie muss gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei aber unbedingt Staunässe vermieden werden muss. Das kann man zum Beispiel mit einer Kiesdränage realisieren. Auspflanzen sollte man Kamelien nur, wenn sie älter als drei Jahre sind, besser wäre es, wenn sie schon vierjährige Pflanzen sind. Sie sollte vor Ostwinden geschützt werden, aber unbedingt Nachmittagsonne abbekommen, da diese die Blütenbildung fördert. Auf gar keinen Fall darf man sie der Prallsonne oder der Morgensonne aussetzen. Günstige Standorte sind zum Beispiel im Schutz von Hecken oder von unter lichten Bäumen, die tief wurzeln. Eine Westlage im Schatten eines Hauses ist auch empfehlenswert. Die Kamelie braucht eine hohe Luftfeuchtigkeit, besonders an heißen Tagen, gegen Dauerregen aber sollte sie mittels Abdeckungen geschützt werden. Die Kamelie verträgt kurzzeitig Temperaturen bis -10°C, sofern sie auch im Winter einen feuchten Boden hat. Am wichtigsten ist, dass die Wurzeln nie austrocknen. Während des Wachstums der Pflanze bis hin zur Knospenbildung sollte sie mit lauwarmem, kalkfreiem Wasser gegossen und zusätzlich besprüht werden. Kamelien reagieren auch empfindlich auf Düngesalze, man sollte ihnen allenfalls Nährstoffe geben, nämlich ungefähr 14-tägig vom Blühbeginn bis Ende Juli. Der Boden wird am besten ganzjährig gemulcht.

Sobald neue Blätter und Knospenansätze sichtbar werden, beginnt eine Ruhephase von 4 -6 Wochen. In der Ruhephase wird weniger gegossen und nur hin und wieder gesprüht. Allerdings darf man auch in der Ruhepause den Wurzelballen nicht austrocknen lassen. Die beste Auspflanzzeit ist das Frühjahr, der Temperaturbereich ist dabei sortenabhängig.

Die Zimmerhaltung einer Kamelie ist wie gesagt etwas komplizierter. Sie braucht einen hellen und kühlen Platz, den sie möglichst immer hat. Auch das Pflanzgefäß darf nicht gedreht werden, weil die Kamelie dann mit Knospenfall reagieren könnte. Am besten ist ein kühler Wintergarten geeignet mit einem Temperaturbereich von 5 – 10°C. Auch muss die Kamelie vor praller Sommersonne geschützt werden, die Wintersonne hält sie etwas besser aus. Die Erde im Pflanzkübel sollte locker, humos und sauer sein. Auch hier darf niemals Staunässe auftreten, eine Dränage im unteren Bereich ist daher ratsam. Regelmäßiges Lüften und feuchte Luft sind genauso wichtig wie das Giessen mit kalkfreiem Wasser. Die beste Lösung ist, wenn man Regenwasser benutzt. Auch für die Innenraumhaltung gilt eine 14-tägige Düngung, am besten mit speziellem Kameliendünger und eine sechswöchige Ruhepause von August bis September. In allen Jahreszeiten darf die Pflanze nicht gedreht werden, man kann stattdessen die hinteren Zweige mit Spiegeln oder Alufolie der Sonne zugänglich machen. Alternative Standorte zum Wintergarten wären auch ein helles, aber kühles Treppenhaus oder eine Veranda, in der die Verhältnisse stimmen.

Wenn man als Gärtner allen Anforderungen und Bedürfnissen der aus Ostasien stammenden Pflanze gerecht wird, dann wird man als Dank je nach Art mit blutroten, rosafarbenen, weißen, gefleckten, gefüllten oder halb gefüllten, mit hellroten oder gelben wunderschönen Blüten belohnt. Die Kamelien blühen je nach Art zwischen Dezember und April.
 


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