Schmucktanne - Pflege, Vermehren und Überwintern

Schmucktanne - Pflege, Vermehren und Überwintern Ihre besondere Wuchsform unterscheidet die Schmucktanne von herkömmlichen TannenDie Schmucktanne ist auch unter den Namen Andentanne, Chiletanne, Araukarie, Affenbaum, Schuppentanne und Schlangentanne bekannt. In ihrer Heimat wurde die Schmucktanne beinahe ausgerottet. Der Baum ist dort wegen seinem besonders geraden Stamm als Nutzholz besonders beliebt.

Mittlerweile ist die Art geschützt, kann aber meist nur in Nationalparks bewundert werden.

Allgemeines zur Schmucktanne

Die Schmucktanne ist sehr langsam wachsend wird meist zwischen 10 bis 30 cm hoch.

In Deutschland wird Sie als Kleinbaum zwischen 5 bis 10 Meter hoch und drei bis vier Meter breit. An besonders guten Standorten kann die Schmucktanne jedoch auch bis zu 25 Meter hoch werden. In geschützten Vorgärten kann die Schmucktanne daher lästig werden, vor allem weibliche Bäume können groß und ausladend werden männliche Bäume bleiben eher klein und niedrig.

Die Schmucktanne besticht durch ihre außergewöhnlichen Nadeln oder Blättern. Die stechenden, breit dreieckigen Nadeln oder Blätter sind spiralartig an den Zweigen angeordnet. Die Zweige sind waagerecht kreisförmig am Stamm der Schmucktanne angeordnet, dadurch entstehen immer neue Etagen am Baum dieses kann man besonders bei jungen Schmucktannen gut erkennen. Die Schmucktanne ist in heimischen Gärten ein exotischer winterharter Blickfang und bei Hobbygärtnern sehr beliebt.

Pflege der Schmucktanne
  • Trägt die Schmucktanne Blüten?
Die Schmucktanne trägt erst nach vielen Jahren meist im dreißigsten Jahr Blüten. Blütezeit ist im Sommer von Juli bis August. Besonderheit, bei der Schmucktanne gibt es männliche und weibliche Bäume. Die Blüten der weiblichen Bäume stehen als 15 cm große kugeligen Zapfen aufrecht auf den Zweigen, bei männlichen Bäumen hängen zylindrische Zapfen an den Zweigen. Nach ein bis drei Jahren zerfallen die Zapfen und gibt die reifen Samen frei. Der Samen der Schmucktanne ist bis zu 4 cm lang und sogar Essbar, bereits die Indianer schätzten die Samen der Schmucktanne als besonders eiweißreiche Nahrung.
  • Welche Ansprüche stellt die Schmucktanne an Ihren Standort?
Die Schmucktanne bevorzugt sehr helle und sonnige Standorte. Der Boden sollte leicht durchlässig aber trotzdem feucht, wenig sauer, mäßig Nährstoffreich sein. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Zwischenzeitliches Verpflanzen verträgt die Pflanze nicht sonderlich gut. Insbesondere die Gefahr, die Wurzeln zu verletzen, ist recht hoch. Wer plant, demnächst eine Chilenische Schmucktannezu pflanzen, wird sicher auch interessant finden, dass er hierdurch seinen Garten um eine der ältesten lebenden Pflanzenarten ergänzt.
  • Welche Pflege benötigt die Schmucktanne?
Während der Wachstumszeit darf die Schmucktanne nicht trocken stehen. Die Schmucktanne muss reichlich und regelmäßig gegossen werden. Wichtig: Staunässe unbedingt vermeiden daher erst gießen wenn die obere Erdschicht wieder trocken ist. Die Schmucktanne verträgt daher eher Trockenheit als Nässe. Solange die Schmucktanne noch in einem Pflanzkübel steht sollte sie alle 2 - 3 Wochen mit einem handelsüblichen Düngen gedüngt werden.
  • Wie überwintert die Schmucktanne?
Die junge Schmucktanne verträgt Frost nicht besonders gut, daher empfiehlt
sich ein guter Frostschutz oder gleich die Überwinterung in einem Pflanzkübel an einem frostgeschützten Ort. Ältere Schmucktannen sind bis -15 °C winterhart, jedoch sollten diese niedrigen Temperaturen nicht zu lange andauern. Generell ist die Schmucktanne im Winter gegen die Wintersonne empfindlich.
  • Wie vermehrt sich die Schmucktanne?
Die Schmucktanne vermehrt sich durch Samen Aussaat im späten

Herbst, lediglich zu beachten ist, dass der Samen niemals trocken liegen darf und nur eine Frostkälte bis zu -15 °C verträgt. Den Samen daher sofort nach dem Reifen aussähen. Überwintern kann man den Samen auch in feuchten Sand in einer Plastiktüte im Kühlschrank. Sämlinge bitte hell lagern.
  • Wie alt kann eine Schmucktanne werden?
In Ihrer Heimat sollen Bäume stehe die bis zu 1.000 Jahre alt sein sollen. Daher ist es gut zu überlegen ob man sich diesen wunderschönen Exoten in den heimischen Garten pflanzen möchte da der Baum äußerst langlebig ist. Im Alter ist die Schmucktanne weit oben Astfrei.
  • Welche Krankheiten können die Schmucktanne befallen?
Die Schmucktanne ist sehr empfindlich gegen Staunässe, dieses äußert sich in braunen Nadeln meist ist der Baum dann bereits von einer Pilzkrankheit befallen. Einmal von einem Pilz heimgesucht ist die Schmucktanne nicht mehr zu retten, der Pilz befällt die Wurzeln und verursacht Wurzelfäule welche früher oder später zum Absterben des Baumes führt. Daher muss Staunässe unbedingt vermieden werden. Daher also eher weniger als mehr gießen.

Schmucktannen sind Schnee und Frost gewohnt, aber nicht unempfindlichSchmucktannen im Winter

Längere Frostperioden können der Schmucktanne zusetzen. Sie ist sehr empfindlich gegen Kahlfrost und gleichzeitiger Wintersonne. Leider kommt es dabei zu einer Verdunstung während der Boden noch tiefgefroren ist und kein Wasser aufnehmen kann. Im schlimmsten Fall vertrocknet der ganze Baum, oder einzelne Blätter (Nadeln) können absterben. In Deutschland ist es daher eher empfehlenswert, die Schmucktanne an die Nordseite im Garten zu pflanzen. Zusätzlich kann man die Schmucktanne durch das Anbringen einer dicken Strohschicht am Stamm schützen, dadurch wird verhindert dass der Boden komplett durchfriert.

Im Winter sollte man die Schmucktanne regelmäßig kontrollieren und im Auge behalten. Meistens wird die Schmucktanne in jungen Jahren in einem Pflanzkübel gehalten um den Baum zum Überwintern ins Haus holen zu können. Nach einer relativ langen Standzeit trägt die Schmucktanne Blüten und lässt sich sogar relativ einfach vermehren. Als bedrohte Art ist die Schmucktanne in Ihrer Heimat geschützt und dort fast ausschließlich im Nationalpark zu finden.

Kurz zusammengefasst:
  • gut durchlässiger Boden
  • Staunässe unbedingt vermeiden.
  • im Winter vor Frost und Wintersonne schützen
  • eher weniger als mehr gießen
  • solange die Schmucktanne in einem Kübel groß gezogen wird, aller zwei bis drei Wochen mit einem handelsüblichen Dünger düngen
  • junge Bäume sind nicht winterhart
Wissenswertes zur Schmucktanne in Kürze

Sicher haben Sie schon einmal eine Schmucktanne gesehen. Die ungewöhnliche Form des Baumes, der vielfach in städtischen Parks oder separat in Vorgärten zu finden ist, zieht neugierige Blicke leicht auf sich. Breite, flache Blätter sind typisch für die Schmucktanne, deren mandelförmige Samen auch recht hübsch anzusehen sind.

Die Schmucktanne, die unter dem botanischen Namen Araucaria araucana geführt wird, ist häufig in Nordwesteuropa zu finden. Ursprünglich zuhause ist die auch als Andentanne oder Affenschwanzbaum bekannte Art jedoch in wärmeren Gefilden. So stammt sie eigentlich aus Chile. Besonders hervorstechend ist, wie eingangs beschrieben, die eigenartige, im Vergleich zu anderen Tannen fast bizarre Form. Gerade die extravagante Optik der Schmucktanne macht sie jedoch auch hierzulande zu einem gefragten Baum. Verwandt ist die hübsche Tanne, die häufig einzeln gepflanzt wird, mit der Zimmertanne.
  • Die Andentanne ist etwas teurer als vergleichbare Tannen gleicher Größe. Extravaganz hat seinen Preis. Kleinere Exemplare (25 bis 30 cm) der Schmucktanne werden in heimischen Gartenfachmärkten bzw. Onlinehandlungen für um die 30,00 Euro angeboten.
  • Größere Affenschwanzbäume, die um die 50 bis 60 cm messen, sind für rund 75,00 - 85,00 Euro im Fachhandel erhältlich.
  • Wer sich für einen kleinen Baum entscheidet, sollte vorab bedenken, dass die Andentanne recht langsam wächst. 30 cm pro Jahr sind in etwa als Richtwert anzusehen. Nichtsdestotrotz muss beim Pflanzen der Schmucktanne einiges an Platz eingerechnet werden, da sie durchaus zwischen 10 und 15 Meter hoch werden kann.