Platane, Platanenbaum - Pflanzen, Pflege und Schneiden

Platane, Platanenbaum - Pflanzen, Pflege und Schneiden Für Gärten ist auf Grund ihrer breiten Kronen eher Dachplatanen geeignetPlatanen sind Gewächse, die sich überwiegend auf der nördlichen Erdhalbkugel zeigen und je nach ihrer Art entweder das Laub abwerfen oder halbimmergrün sind. Sie zählen zur Pflanzenfamilie der Platanengewächse und erreichen Höhen zwischen 25 und 50 Metern. Am besten können sie durch ihre abblätternde Borke identifiziert werden. Sie sind praktisch in allen nördlich gelegenen Ländern bekannt.

Ungefähr in der Zeit um 1740 wurden sie

nach Deutschland eingeführt, die ältesten Exemplare stehen in Dessau am Rondell. Diese wurden 1781 von fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau gepflanzt und sind aus diesem Grund eine Besonderheit. Auch die Mozart-Platane in Wien hat ein ähnliches Alter, sie wurde 1780 gepflanzt und ist wegen ihres Stammumfangs von 6 Metern zum Naturdenkmal ernannt worden. Auch diese Sorten gehören zur Familie der Platanengewächse:
  • Ahornblättrige Platane
  • Morgenländische Platane
  • Gewöhnliche Platane
Welche Platane pflanzen?

Viele Gartenbesitzer möchten eine Platane pflanzen, besonders die für die Dachform geeigneten Platanus acerifolia und Platanus hispanica steht auf der Wunschliste ganz oben. Die auslandende Krone der Platane sollte ausreichenden Platz zu der Nachbarbepflanzung haben, auch weil sie sonst ihre optische Wirkung nicht wie gewünscht erzielen kann. Außerdem bilden Platanen flach wachsende starke Wurzeln aus, ein Abstand zum Nachbarobjekt sollte vier bis fünf Meter betragen. Die Dachplatane wächst in einem hohen und gerade wachsenden Stamm bis zu einer Höhe von zehn Metern. Seine Krone wird zu einem Dach herangezogen und durch steten Rückschnitt geformt.

Achtung: Die Blätter der Platane sind leicht behaart, diese stauben beim Schneiden!

Die schöne Rinde mit zunächst hellbraunen und später gelben bis grünen Platten, die sich ablösen, bildet einen optisch reizvollen Kontrast. Diese Platane entwickelt eher uneinbare Blüten, die sich im Mai zeigen. Die Früchte hängen kugelig-stachelig von den Zweigen und bieten einen außergewöhnlichen Anblick. Die Platane kann an einen sonnigen Standort gepflanzt werden, auch ein heller schattiger Ort ist akzeptabel. Sie ist frosthart und verträgt gut Hitze, die Umpflanzung von der Baumschule in den Garten verträgt sie meistens sehr gut. Hier wird sie gerne dazu eingesetzt, um später unter ihrem Laubdach einen schattigen Sitzplatz anzulegen. Auch Terrassen können durch eine Dachspalier Platane verschönert werden, das erspart später den Sonnenschirm.
  • ab zwei Meter Höhe ist die Mindesthöhe zum Schneiden erreicht
  • der Haupttrieb wird 20 cm über der Wunschhöhe gekappt
  • Seitenverzweigungen von einem Meter wachsen lassen
  • Bambusstäbe waagerecht in die Krone einbinden
  • daran die Seitenzweige binden
  • diese evtl. noch einmal kürzen
  • Triebe die nach oben wachsen kürzen oder herausschneiden
  • zweimal im Sommer schneiden und einmal im Winter
  • es dauert ein paar Jahre, bis die Platane sich zum Dach entwickelt hat
style="margin-bottom: 6px; margin-left: 6px; margin-top: 6px; float: right;" alt="Platanen wachsen schnell und hoch - der Rückschnitt erfordert deshalb entsprechende Ausrüstung" src="http://www.hausgarten.net/images/2013/schneiden-baum-300-fl.jpg" height="199" width="300" />Die Platane 'Hochstamm Spalier' wird in Spalierform herangezogen, sie braucht dafür natürlich die ganze Aufmerksamkeit des Besitzers. Als Spalier Platane wird sie als kleiner Baum bezeichnet, der die gleichen Eigenschaften und Farben des Stamms zeigt. Man kann sie sehr gut schneiden, in der Spalierform wird sie gerne als Sichtschutz zum Nachbargrundstück verwendet. Die Ansprüche an den Boden sind eher

minimalistisch. Der Baum wurzelt relativ flach.

Eine weitere Variante ist die Kugel-Platane 'Alphens Globe', die in ihrer Größe etwas niedriger wird, als die Dachplatane, nämlich bis zu sechs Metern Höhe. Allerdings kann sie eine Breite von bis zu vier Metern erreichen, weshalb auch hier wieder der Abstand zu den Nachbarpflanzen, zu Häusern oder dem Nachbargrundstück beachtet werden sollte. Auch diese Platane wurzelt flach und direkt unter der Oberfläche. Der Boden sollte eher durchlässig und tiefgründig locker sein.

Viele Gartenbesitzer setzen die Platanen auch deshalb in ihren Garten, weil sie dem heimischen Ahorn sehr ähnlich sehen. Sie möchten keine exotischen Bäume in ihrem Garten heranziehen, deshalb wird die Ahornblättrige Platane in vielen Größen kultiviert. Wenn die gewünschte Höhe erreicht ist, wird der Stamm abgeschnitten und die Seitentriebe zu Spalieren oder Dachformen weitergezogen. In anderen Ländern werden diese Bäume auch als Alleen angepflanzt, sie säumen in gekürzter Form Uferpromenaden oder stehen in Parkanlagen als schattenspendende Bäume in Gruppen oder als Einzelbaum.

Schneiden, Düngung und Krankheiten von Platanen

Da die Platanen meistens zu Dachplatanen oder Schirmplatanen herangezogen werden sollen, müssen sie relativ oft und rigoros zurückgeschnitten werden. Das vertragen sie jedoch sehr gut, wichtig ist, dass dies nach dem Blattfall im Herbst durchgeführt wird. Tipp: Platanen können in einem Jahr bis zu 50 cm an Größe zulegen.

Platanen lieben einen tendenziell feuchten Boden, können aber auch einmal trockenen Boden verkraften. Besonders wenn sie Jungbäume sind müssen sie jedoch regelmäßige Portionen Wasser bekommen. Gedüngt wird die Platane eher nicht. Der Boden sollte nährstoffreich sein und ein mäßig saures Milieu aufweisen. Auch kalkhaltige oder neutrale Böden kann sie tolerieren. Der Boden im Wurzelbereich sollte gemulcht werden, da die Wurzeln relativ nahe unter der Oberfläche liegen, kann die Feuchtigkeit durch die Mulchschicht erhalten bleiben.

Gleichwohl die Platane eigentlich ein robuster Baum ist, kann sie gelegentlich von einem Schädling befallen werden. Zwar hat sich zum Beispiel der Platanenkrebs bisher nur im Mittelmeerraum als Platanenschädling gezeigt, aber er könnte auch im hiesigen Raum das Platanenholz befallen. In diesem Fall gibt es jedoch kein Behandlungsmittel, die kranken Teile sollten abgeschnitten und vernichtet werden. Um diesen Pilz, der den Platanenkrebs verursacht, zu vermeiden, sollte der Baum nicht bei Nässe zurückgeschnitten werden.

Wissenswertes zu Platanen in Kürze
  • Platanen brauchen viel Licht und sollten sehr hell stehen. Junge Platanen benötigen ausreichend Wasser, ältere Pflanzen kommen auch gut mit Trockenheit zurecht, bevorzugen aber Feuchtigkeit.
  • Allerdings sind Platanen empfindlich gegen Staunässe. Der Boden muss also eine gute Drainage aufweisen. Er sollte zudem normal bis nährstoffreich sein und kann mäßig sauer, neutral oder kalkhaltig sein.
  • Am besten ist, man mulcht regelmäßig, dann muss man bei Trockenheit nicht weiter wässern und auch Düngen kann man sich sparen.
  • Platanen sind sehr schnittverträglich. Man verwendet die Bäume auch gern für Formschnitte. Man kann sie sogar als Kleinbaum halten.
  • Wer seine Platane wachsen lassen möchte, muss sie nicht schneiden. Es reicht, sie gelegentlich auszulichten.
Bei schirmförmig gezogenen Platanen wird im Winter der Neutrieb des Vorjahres bis auf die Leitäste zurück geschnitten. Man schneidet direkt am Ansatz. Wichtig ist, dass keine Stummel stehen bleiben. Zur Erziehung in dieser Form werden der Mitteltrieb entfernt und gleichmäßig sternförmig verteilt etwa sechs möglichst waagerecht Leitäste als Gerüst stehen gelassen. So erreichen die Bäume eine Höhe und eine Breite von vier bis fünf Metern.