Rotdorn - Pflege, Schneiden, Krankheiten
Der Echte Rotdorn (Crataegus laevigata ́Paul’s Scarlet’) ist die Kulturform des Zweigriffeligen Weißdorns. Allerdings werden auch die rotblühenden Form (Crataegus Monogyna ́Puniceá) und verschiedene Bastarde und Sorten als Rotdorn bezeichnet.
Der Rotdorn fällt vor ... allem im Frühjahr auf, wenn er blüht.
Die Blüten des Echten Rotdorn sehen aus, wie kleine, gefüllte Miniaturrosen. Sie sind pink bis rötlich und treten in großer Zahl auf. Allerdings erscheinen anders als beim Weißdorn keine oder kaum Früchte.
Beim Rotdorn handelt es sich um einen tiefwurzelnden Strauch oder auch einen Baum. Er hat ziemlich große Dornen, ist also nicht die ideale Pflanze, wenn man Kinder hat.
Standort
Der Echte Rotdorn bevorzugt einen sonnigen Standort. Die anderen Arten sind ausgesprochen anspruchslos und kommen mit einem vollsonnigen bis halbschattigen Platz gut klar.
Pflanzsubstrat
Der Echte Rotdorn liebt kalkhaltige Lehm- und Tonböden. Er toleriert alle nicht zu nährstoffarmen und zu leichten Böden, mag aber lieber feuchte, ...
nährstoffreiche Substrate. Sie dürfen leicht sauer bis alkalisch sein. Alle anderen Rotdorne stehen am liebsten in durchlässiger Erde. Staunässe mögen sie alle nicht.
Gießen und Düngen
Während der trockenen Sommermonate sollte man den Rotdorn schon immer mal gießen. Das Gehölz ist ein Tiefwurzler und kann auch aus größeren Tiefen Wasser ziehen, freut sich aber über eine zusätzliche Wassergabe. Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden.
Düngen kann man mit handelsüblichem Rosendünger, der aber maßvoll eingesetzt werden sollte. Ein ausgewogenes Phosphor-Stickstoff-Verhältnis im Sommer fördert die Blütenbildung für das nächste Jahr.
Überwintern
Der Echte Rotdorn ist sehr winterhart. Er benötigt keinen Winterschutz. Auch die anderen Rotdornarten kommen in der Regel gut durch den Winter.
Schneiden
Der Echte Rotdorn sollte pyramidenförmig geschnitten werden. Wasserschüsse müssen alle weggeschnitten werden. So erhält man eine kompakte und etwas gedrungene Krone. Triebe, die sich gegenseitig hindern, aneinander reiben oder nach innen wachsen, müssen entfernt werden. Der normale Rotdorn verträgt auch einen stärkeren Schnitt. Alle Rotdorne werden erst nach der Blüte geschnitten. Wenn man vorher schneidet, bzw. im Herbst, schneidet man dort die Blütenansätze weg. Der Rotdorn blüht am zweijährigen Holz.
Vermehrung
Üblicherweise wird Rotdorn auf Weißdorn veredelt.
Krankheiten und Schädlinge
Blattläuse und Raupen der Gespinstmotte machen dem Rotdorn öfters zu schaffen. Sie können der Pflanze große Schäden zufügen.
Der Rotdorn wird in den letzten Jahren nicht mehr so gern angepflanzt, da er der Hauptwirt des gefährlichen Feuerbrandes ist. Diese Krankheit wird durch das Bakterium Erwinia amylovora verursacht und ist sehr gefährlich. Sie breitet sich schnell aus. Außerdem etabliert sich der Erreger dauerhaft, wenn die klimatischen Bedingungen stimmen und ausreichend Wirtspflanzen vorhanden sind. Von der Krankheit sind vor allem Blüten und Jungtriebe betroffen. Man erkennt den Befall an den dunkelbraun bis schwarz gefärbten Stielen der abgestorbenen Blüten und Blätter und oft an den auffallend dunkel gefärbten Hauptadern der Blätter. Infizierte Blüten und Triebe vertrocknen, fallen aber nicht ab, auch im Herbst nicht. So kann die Krankheit auf die älteren Pflanzenteile übergreifen. Es kann zum Absterben des gesamten Rotdorns kommen.
Feuerbrand ist grundsätzlich meldepflichtig.
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