Clematiswelke - was hilft dagegen? - Mittel & Hausmittel

Clematiswelke - was hilft dagegen?

ClematisBei der Clematiswelke handelt es sich um eine Pilzerkrankung. Die Pilzsporen warten im Boden, dass sich eine Gelegenheit ergibt, in Bodennähe in die Pflanze einzudringen. Eine kleine Verletzung der Clematis reicht aus, dass diese Sporen zum Zuge kommen. Das kann ein geknickter Trieb sein, Schnecken, die sich an den jungen Trieben versuchen oder ähnliches. Einmal in der Pflanze breiten sich die Sporen leicht aus. Teile der Pflanze oder in schlimmen Fällen die gesamte Pflanze welken dahin.


/>Von der Clematiswelke sind meist frühjahrsblühende Sorten betroffen. Die sommerblühenden Sorten sind da unempfindlicher. Außerdem sind großblütige Hybriden öfter betroffen.

Wenn man neue Clematis für den Garten anschaffen möchte, sollte man gleich auf wenig anfällige Sorten zurückgreifen. Zu denen gehören: Clematis Jackmannii, Gypsy Queen, Hagley Hybrid, Prinz Charles, Etoile Violett, Romantika, Blue Belle, Rubra, Duchess of Albany und andere.

Beim Kauf sollte man darauf achten, kräftige zweijährige Pflanzen zu erwerben. Die Clematiswelke befällt meist sehr junge oder aber ältere Pflanzen und mit zwei Jahren ist eine Clematis stark genug. Wichtig zur Vorbeugung ist außerdem, die Pflanze optimal mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Man gießt nach Möglichkeit nur den Boden, nicht auf die Blätter. Feuchtigkeit auf diesen und den Trieben begünstigt das Pilzwachstum.

margin-left: 6px; float: right;" alt="Clematis ohne Clematiswelke" src="http://www.hausgarten.net/images/stories/clematis_fl.jpg" height="270" width="180" />Sollte es trotzdem zu einer Erkrankung der Pflanze an Clematiswelke kommen, ist es sinnvoll, die Pflanze bis kurz über dem Boden abzuschneiden. Alles andere hilft nicht wirklich. Chemische Mittel gegen die Clematiswelke gibt es nicht. Die abgeschnittenen Pflanzenteile müssen entsorgt werden und dürfen nicht auf den Kompost. Meist treiben die Pflanzen auch nach einem so drastischen Schnitt wieder aus, allerdings oft erst im zweiten Jahr. Auch empfiehlt sich vor einer Neupflanzung an selbiger Stelle ein Austausch des Bodens, denn die Sporen befinden sich nach wie vor im Erdreich.

Sofortmaßnahmen
  • Pflanze bis auf 10 cm zurück schneiden, bis ins gesunde Holz!
  • Pflanzenreste entsorgen, am besten verbrennen! Nicht auf den Kompost!
  • Hände und Werkzeug gut abwaschen, bevor andere Pflanzen angefasst werden!
Tipps, um die Welke zu reduzieren oder zu verhindern:

  • Nur kräftige, zweijährige Pflanzen verwenden und  diese ein Blattpaar tief einpflanzen!
  • Schwache und geknickte Triebe unten abschneiden!
  • Alte Blätter im Frühjahr entfernen!
  • Pflanze gut befestigen! Sie darf im Wind nicht umhergeschüttelt werden, damit keine Pflanzenteile verletzt werden. Über Verletzungen dringt der Pilz in die Pflanze ein.
  • Beim Gießen darf kein Wasser auf Blätter und Triebe gelangen. Der Pilz wird erst bei Feuchtigkeit aktiv.
  • Regelmäßig gießen!
  • Befallene Teile nicht auf dem Kompost entsorgen!
  • Bei Nachpflanzungen von Welke empfindlichen Sorten auf infizierten Standorten Boden austauschen.
Doch der Welke kann man mit einigen Ideen auf die Pelle rücken und die Krankheit eindämmen. Bei zu viel Feuchtigkeit - insbesondere nach anhaltenden Regenfällen - zeigen sich erste Anzeichen. Wichtig also, dass Clematis Pflanzen nach Möglichkeit eher regengeschützt stehen, doch dies ist nur recht selten möglich. Beim selber Gießen sollte man darauf achten, dass man die Pflanzen nicht von oben über die Blätter gießt, sondern über den Wurzelbereich.