Was ist Buchweizen? - Anbau & Wirkung
Der Name Buchweizen ist etwas irreführend, denn obwohl darin die Bezeichnung Weizen enthalten ist, handelt es sich beim Buchweizen nicht um ein Getreide. Er gehört zu den Knöterichgewächsen und ist dadurch mit dem Rhabarber verwandt.
Der ... erste Teil seines Namens ist abgeleitet von der Buche, weil die Früchte des Buchweizens den Bucheckern ähneln. Als Nahrungsmittel wird vor allem der Echte Buchweizen kultiviert, der allerdings während der letzten Jahrhunderte kaum Beachtung fand und erst in den letzten Jahrzehnten wieder verstärkt nachgefragt wird.
Anbau von Buchweizen
Buchweizen stellt kaum Ansprüche an den Boden, ist aber sehr empfindlich gegen Frost, deshalb kann er erst ab Mai ausgesät werden. Er keimt dann aber sehr schnell innerhalb von drei bis fünf Tagen und braucht nur etwa drei Monate, bis er ausgewachsen ist und Früchte trägt. In günstigen Lagen kann er daher auch zweimal hintereinander gesät werden. Die rötlich weiße Blüten erscheinen ab Juli und ...
enthalten viel Nektar, der Insekten und auch Bienen anlockt. Aus ihnen bilden sich dreieckige Früchte mit einer dicken Schale, die nicht verzehrt werden sollte. Geerntet wird der Buchweizen im Spätsommer, wenn die Früchte eine braune Farbe angenommen haben. Dieses gestaltet sich jedoch oft etwas schwierig, weil die kleinen Nüsschen sehr locker sitzen und schnell herunterfallen.
- Buchweizen wird zwischen 20 und 60 Zentimeter hoch und hat herzförmige Blätter.
- An seiner Hauptwurzel wachsen sehr lange feine Haarwurzeln, mit denen die Pflanzen sich auch auf nährstoffarmen und trockenen Böden gut versorgen können, deshalb wurde Buchweizen früher vor allem auf solchen Böden angebaut, die zu schlecht für anderes Getreide waren.
- Auch zur Gründüngung kann der Buchweizen gesät werden, durch sein schnelles Wachstum bedeckt er hierbei in kürzester Zeit die gesamte Fläche.
- Ebenso wird der Buchweizen von Imkern geschätzt, mit ihm lässt sich der Buchweizenhonig produzieren, der eine dunkelbraune Farbe hat und recht zähflüssig ist.
Dass Buchweizen kein Gluten enthält, hat einerseits den Nachteil, dass er zum Brotbacken nicht geeignet ist, andererseits ist er aber dadurch auch ein wertvolles Nahrungsmittel für Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden.
- Er wird vor allem in Naturkostläden, inzwischen aber auch in herkömmlichen Supermärkten verkauft, wo er als geschältes Korn, Grütze oder Mehl angeboten wird.
- Buchweizen enthält viel Eiweiß und kann sogar einen erhöhten Blutzuckerspiegel senken.
- Bedenklich ist allerdings das Fagopyrin, ein roter Farbstoff, der in der Fruchtschale enthalten ist. Er kann zu der sogenannten Buchweizenkrankheit führen, bei der es unter Einwirkung von Sonnenlicht zu juckenden Hautausschlägen und weiteren Symptomen kommen kann. Der Verzehr von gekauften Produkten ist in dieser Hinsicht unbedenklich, Buchweizen aus dem eigenen Anbau sollte jedoch aus diesem Grund vor dem Gebrauch geschält werden.
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