Kaffeestrauch (coffea arabica) - Pflege, Überwintern, gelbe und braune Blätter

Kaffeestrauch (coffea arabica) - Pflege, Überwintern, gelbe und braune Blätter

Wer seine eigenen Kaffeebohnen ernten möchte, kann dies mit dem Kaffeestrauch selbst versuchen. Von den 60 Coffea-Arten dienen nur die Bohnen von Coffea arabica als Kaffeebohnenlieferanten, zumindest auf kommerziellem Gebiet. Es dauert etwa 3 bis 4 Jahre, bis der Kaffeestrauch das erste Mal Blüten treibt. Man muss sich also in Geduld üben.

Standort

Der Standort sollte in jedem Fall sehr hell sein. Die pralle Mittagsonne vermeidet man aber besser, zumindest im Sommer. Die idealen Temperaturen liegen zwischen 20 und 25

˚C. Im Winter kann man die Kaffeepflanze auch etwas kühler stellen, aber nicht unter 15 ˚C. Sind die Temperaturen zu niedrig, rollen sich die Blätter ein.

Im Sommer stellt man den Kaffeestrauch ins Freie. Das ist auch günstig dafür, dass die Blüten von Insekten bestäubt werden. Lässt man die Pflanze im Zimmer, muss die Bestäubung selbst vorgenommen werden, am besten mit einem Pinsel. Ein luftiger Standort ist sehr gut für die Pflanze. Zugluft verträgt sie dagegen gar nicht gut. Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, vor allem in der Zeit von März bis September. Um diese zu erreichen, stellt man das Pflanzgefäß in einen wassergefüllten Untersetzer, allerdings auf Kieselsteine, damit die Wurzeln nicht permanent im Wasser stehen. Auch kann man den Kaffeestrauch öfters mit Wasser besprühen.

Pflanzsubstrat

Wichtig ist, dass das Pflanzsubstrat durchlässig ist. Wasser muss gut abfließen können. Ideal ist eine etwas saure, nahrhafte, humose und durchlässige Erde, wie sie auch für Kamelien, Azaleen und Rhododendren benutzt wird. Zur Gartenerde gibt man Perlite oder KokoHum zu. Am Boden des Pflanzgefäßes macht sich eine Drainageschicht gut. Auch kann man die Kultivierung des Kaffeestrauches mit Blumenerde auf Kompostbasis versuchen.

Gießen und Düngen

Der Kaffeestrauch benötigt nicht sehr viel Wasser. Es sollte aber kalkfrei sein. Im Sommer gießt man durchdringend, so dass sich der gesamte Wurzelballen voll saugen kann. Dann wartet man einige Tage, bis der Ballen gut abgetrocknet ist. Erst
dann wird wieder gegossen. In den Wintermonaten sollte man nur sparsam Wasser zugeben.

Stehende Nässe vertragen die Pflanzen nicht.

Gedüngt wird nur in der Wachstumsphase und zwar einmal pro Woche mit einem kalkarmen Dünger.

Überwintern

Der Kaffeestrauch ist nicht frostfest, er darf nicht im Freien überwintert werden. Die Pflanze muss in der dunklen Jahreszeit so hell wie möglich stehen. Die Temperaturen für die Überwinterung sollten zwischen 15 und 22 ˚C liegen, ideal sind 18 ˚C. Wichtig ist die Bodenwärme. Sie sollte nicht unter 16 ˚C fallen.  Gegossen wird nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet.  Es ist wichtig, dass die Luftfeuchtigkeit bei der Überwinterung nicht zu niedrig ist. Gerade, wenn der Kaffeestrauch in der Nähe einer Heizung steht, sollte man ihn regelmäßig mit weichem Wasser besprühen.

Schneiden

Wenn der Kaffeestrauch zu groß wird, kann man ihn im Frühjahr zurück schneiden. Das bringt eine Menge Stecklinge, die unbedingt zur Vermehrung genutzt werden sollten. Ansonsten muss der Strauch nicht geschnitten werden.

Vermehren

Da man bei uns im Handel nur selten einen Kaffeestrauch findet, ist es günstig, sich einen eigenen zu ziehen. Samen bekommt man wesentlich einfacher. Die Samen keimen nach etwa 4 Wochen

bei Temperaturen von mindestens 25 ˚C. Die Samen werden nicht tief eingesetzt, max. 1 cm unter der Erdoberfläche. Als Pflanzsubstrat verwendet man ein nährstoffarmes Substrat wie Cocos-Substrat oder aber Anzuchterde. Diese wird nicht um den Samen festgedrückt.. Es muss reichlich mit lauwarmem Wasser angegossen werden. Zum Wachsen benötigen die Keimlinge viel Licht und auch Wärme. Das Substrat muss feucht, darf aber nicht nass sein.
Wer einen Kaffeestrauch findet, kann sich einen Kopfsteckling schneiden und eine Pflanze daraus ziehen.

Krankheiten und Schädlinge

An Kaffeesträuchern findet man häufig Schildläuse. Deshalb sollte man die Pflanzen öfters auf den Befall kontrollieren und ggf. Gegenmaßnahmen einleiten.

Gelbe oder braune Blätter treten auf, wenn der Kaffeestrauch während der Ruhephase zu viel gegossen wird oder aber zu dunkel steht. Im Sommer können die verfärbten Blätter von einer übermäßigen Wasserversorgung, einer gehemmten Verdunstung und von Lichtmangel kommen.

Wenn die Pflanze in den Wintermonaten zu dunkel steht, kann eine spezielle Pflanzenbestrahlung mit Punktstrahlern oder Neonröhren Abhilfe schaffen.