Ficus pumila, Kletter-Ficus, Kletterfeige - Pflege-Anleitung

Der Kletter-Ficus ist eine Kletter- und Rankpflanze, welche besonders zur Mauern- und Hauswandbegrünung genutzt wird. Die Nutzung als Zimmerpflanze ist ebenfalls möglich. Die Kletterfeige gehört zu den Maulbeerbaumgewächsen und stellt nur wenige Ansprüche an die Pflege.

Geeigneter Standort

Der Ficus pumila bevorzugt helle Standorte, wie Halbschatten oder von der Sonne abgewendete Stellen. Eine intensive, direkte Sonneneinstrahlung kann die Blätter verbrennen. Im Sommer kann der Kletter-Ficus an die Mittagssonne gewöhnt werden, ein halbschattiger Platz wird jedoch bevorzugt. Die Pflanze kann vom Frühjahr bis zum Herbst draußen stehen. Als Substrat eignet sich Blumenerde, wenn die

Pflanze als Zimmerpflanze genutzt werden soll, ist Pflanzerde für Grünpflanzen zu empfehlen. Eine zu geringe Luftfeuchtigkeit kann bei Zimmerpflanzen zum Schädlingsbefall führen. Das Wichtigste auf einen Blick:
  • Ein halbschattiger und sonnenabgewendeter Platz ist ideal.
  • Der Ficus sollte vor direkter Sonne geschützt werden.
  • Der Kletter-Ficus bevorzugt normale Blumenerde.
  • Zimmerpflanzen werden am besten in ein Substrat für Grünpflanzen eingepflanzt.
  • Zimmerpflanzen können durch eine geringe Luftfeuchtigkeit von Schädlingen befallen werden.
  • Achten Sie vor allen bei Zimmerpflanzen auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit.
Gießen

Die Pflanze sollte nicht zu viel auf einmal gegossen werden, da sie Staunässe nicht verträgt und die Wurzeln faulen können. Auch eine Ballentrockenheit ist nicht zu empfehlen, sie hat ebenfalls Wurzelfäule und braune Blätterränder zur Folge. Beim Gießen wird immer nur mit wenig Wasser gegossen und dieses anschließend antrocknen gelassen. Bei kühleren Temperaturen, um die 12 °C, sollte weniger gegossen werden. Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:
  • Nur mit wenig Wasser gießen.
  • Das Wasser sollte antrocknen.
  • Bei niedrigen Temperaturen entsprechend weniger gießen.
Anpflanzen und Vermehrung

Der Kletter-Ficus wird am besten als Steckling angepflanzt oder als Pflanze gekauft. Die Stecklinge können sofort in die Erde gesteckt werden und bilden sehr schnell Wurzeln. Beim Pflanzen von Stecklingen sollten immer mehrere Pflanzen in einem Topf oder auf eine Stelle gesetzt werden, so wird der Ficus besonders buschig. Die Stecklinge haben idealerweise eine Länge von etwa 5 Zentimetern, bei der Anzucht sollte die Pflanze an einem hellen, jedoch nicht direkt sonnigen Platz stehen. Temperaturen über 18 °C sorgen für ein schnelles Wachstum. Zimmerpflanzen können zur Aufzucht offen stehen oder mit einer durchsichtigen Plastiktüte abgedeckt werden. Das Wichtigste zur Anpflanzung und Vermehrung:
  • Zum Anpflanzen eignen sich Stecklinge und gekaufte Pflanzen.
  • Die Stecklinge können sofort nach dem Abschneiden in die Erde gesetzt werden.
  • Die ideale Länge der Stecklinge beträgt etwa 5 Zentimeter.
  • Sie bilden sehr schnell Wurzeln und werden am besten bei ca. 18-20 °C angezüchtet.
  • Der beste Platz ist ein heller, halbschattiger Platz.
  • Zimmerpflanzen können einfach offen stehen oder auch mit einer durchsichtigen Tüte abgedeckt werden.
Düngen

Der Ficus pumila wird im Sommer alle vier Wochen gedüngt, hier eignet sich Grünpflanzendünger in flüssiger Form oder als Stäbchen. Bleibt die Pflanze im Winter draußen, ist das Düngen nicht nötig. Überwintert sie in warmen Räumen, bei ca. 20 °C, sollte alle vier Wochen mit einem Dünger für Zimmerpflanzen gedüngt werden. Die wichtigsten Informationen zum Düngen:
  • Flüssigdünger oder Stäbchen sind zum Düngen gleichermaßen geeignet.
  • Im Sommer und bei Zimmerpflanzen empfiehlt sich das Düngen alle vier Wochen.
  • Bei der Überwinterung sollte nicht gedüngt werden.
Überwinterung

/>Der Ficus pumila ist als ganzjährige Zimmerpflanze geeignet, sie benötigt während des Winters keine spezielle Pflege. Pflanzen, die draußen stehen, sollten bei Temperaturen unter 10 °C zum Überwintern in die Wohnung geholt

werden. Grünblättrige Pflanzen lassen sich bei Temperaturen zwischen 5 und 10 °C kühl Überwintern, buntblättrige Pflanzen benötigen Temperaturen um die 10 °C. Während der kühlen Lagerung sollte der Kletter-Ficus nur wenig gegossen werden, das Düngen sollte in dieser Zeit unterbleiben. Das Wichtigste zur Überwinterung:
  • Bei Temperaturen unter 10 °C sollte der Ficus pumila reingeholt werden.
  • Bei der kalten Überwinterung wird die Pflanze zwischen 5-10 °C gehalten.
  • Bei niedrigen Temperaturen sollte das Düngen unterbleiben.
  • Der Kletter-Ficus sollte nur wenig gegossen werden.
Umsetzen des Ficus

Der Kletter-Ficus sollte erst nach etwa einem Jahr umgesetzt werden, Pflanzen, die im Freien gehalten werden, müssen nur bei sehr niedrigen Temperaturen umgesetzt werden. Die Pflanze gedeiht in Monokultur am besten, andere Pflanzen, wie beispielsweise der Efeu, nimmt dem Kletter-Ficus sonst wichtige Nährstoffe weg. Beim Umsetzen des Ficus pumila sollte besonders auf das Wurzelwerk geachtet werden, es ist sehr empfindlich und kann schnell Schäden davon tragen. Am besten wird eine neue Pflanze gezogen, diese kann einfach aus einem Pflanzentrieb aufgezogen werden. Die wichtigsten Informationen:
  • Der Kletter-Ficus sollte erst nach etwa einem Jahr umgesetzt werden.
  • Beim Umtopfen sollte auf das Wurzelwerk geachtet werden.
  • Im Freien gehaltene Pflanzen sollten nur bei niedrigen Temperaturen umgesetzt werden.
Schädlinge

Der Kletter-Ficus kann von Schmierläusen und Spinnmilben befallen werden. Diese Schädlinge treten vor allen auf, wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist. Um einem Befall vorzubeugen, ist eine regelmäßige Kontrolle der Pflanze wichtig. Ist der Kletter-Ficus von Spinnmilben befallen, kann der gut gewässerte Ficus mit einer Plastiktüte abgedeckt werden. Die Tiere werden dabei getötet, die Pflanze kann sich anschließend wieder erholen. Gegen diese Schädlinge können auch Insektizide in Stäbchenform eingesetzt werden, sie sollten allerdings nur bei sehr starkem Befall genutzt werden. Als biologische Bekämpfungsmöglichkeit können natürlich vorkommende Fettsäuren mit Kaliumsalzen gemischt werden, anschließend werden die Blätter damit eingesprüht. Hier ist vor allem die Unterseite der Blätter wichtig. Ein Schädlingsbefall kann durch ein tägliches Besprühen der Pflanze mit Wasser wirksam verhindert werden. Das Wichtigste über Schädlinge auf einen Blick:
  • Am häufigsten befallen Spinnmilben und Schmierläuse die Blätter.
  • Eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßige Kontrollen der Blätter können einen Befall verhindern.
  • Biologische Bekämpfungsmittel sollten chemischen vorgezogen werden.
  • Als "Erste Hilfe" kann die Pflanze gewässert werden und anschließend mit einer Tüte abgedeckt werden. Die Tiere sterben so innerhalb weniger Tage ab und der Ficus kann sich wieder erholen.
Pflege-Tipps in Kürze
  • Ficus Repens steht gern hell, aber nicht zu sonnig. Auch dunklere Standorte werden akzeptiert.
  • Steht die Pflanze zu dunkel, werden die Blattabstände zu groß und die Blätter zu klein.
  • Zimmertemperatur ist durchaus ausreichend für diese pflegeleichten Pflanzen. Unter 15ºC sollte die Temperatur nicht sinken.
  • Am besten entwickelt sich die Pflanze bei mäßig warmer Luft und hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Die ideale Pflanzerde ist ein Gemisch aus lockerer Humuserde mit Sand- und Torfzusätzen.
  • Zu große Nässe und Kälte mag der Kletterficus nicht. Das führt zu gelben Flecken auf den Blatträndern.
  • Im Frühjahr und Sommer wird der Ficus Rebens mäßig feucht gehalten. Ab Oktober bis Februar gießt man nur sehr sparsam. Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Gedüngt wird die Pflanze im Sommer aller zwei Wochen. Bei Ballentrockenheit wirft der Ficus seine Blätter ab.
  • Das Abschneiden der Triebspitzen fördert die Verzweigung. Ansonsten muss der Kletterficus nicht beschnitten werden. Wenn die Pflanze von hinten verkahlt, zieht man sich aus den Triebspitzen am besten gleich eine neue Pflanze.
  • Vermehrt wird der Ficus Repens durch Stecklinge. Die abgeschnittenen Triebstücke mit 2 bis 4 Blättern bewurzeln im Frühjahr in einer Wasserflasche gut, wenn diese warm und feucht steht. Stecklinge mit Luftwurzeln wachsen besonders schnell.